Mit aufmerksamen Blicken konnten die Kinder in den vergangenen Tagen erste Vorboten des nahenden Frühlings entdecken. Im Mittelpunkt stand dabei die gewöhnliche Hasel, deren lange gelbe Kätzchen derzeit gut sichtbar an vielen Sträuchern hängen.
Gemeinsam im Morgenkreis erkundeten die Kinder die unterschiedlichen Blütenformen der Hasel. Während die auffälligen gelben Kätzchen die männlichen Blüten darstellen, verstecken sich die weiblichen Blüten unscheinbar in den Knospen und sind nur als winzig kleine rote Fäden zu erkennen. Mit Lupen, Geduld und Neugier machten sich die Kinder auf die Suche nach diesen winzigen Blüten.
Auch eine Geschmacksprobe durfte nicht fehlen: Die männlichen Kätzchen können gegessen werden und wurden vorsichtig probiert. Dabei stellten die Kinder fest, dass diese geschmacklich nicht mit den reifen Haselnüssen mithalten können, die wurden nämlich anschließend auch verkostet.
Darüber hinaus erfuhren die Kinder, dass die Haselkätzchen im zeitigen Frühjahr eine wichtige Nahrungsquelle für Hummeln und Bienen darstellen. So wurde deutlich, welche Bedeutung heimische Sträucher für die Tierwelt haben.
Abschließend betrachteten wir gemeinsam die Wuchsform des Haselstrauchs, der buschig wächst und zahlreiche Triebe direkt aus dem Boden bildet.
In einem kreativen Teil schnitzte jedes Kind aus einem Haselnussast ein kleines Werkstück. Zusätzlich gestalteten die Kinder ein Arbeitsblatt mit einer Haselnuss, einem Haselblatt und Ast, die sorgfältig ausgemalt wurden.
Durch dieses ganzheitliche Naturerlebnis konnten die Kinder den nahenden Frühling mit allen Sinnen wahrnehmen und ihr Wissen über heimische Pflanzen erweitern.