Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen Westafrikas –NIGERIA – haben den Gottesdienst zum Weltgebetstag unter dem Thema: KOMMT! BRINGT EURE LAST (Matthäus,11,28-30) geschrieben.
Wiederum Frauen der katholischen und evangelischen. Gemeinde gestalteten den WGT dieser nigerianischen Christinnen, die ein Leben voller Lasten stemmen müssen, nach. Armut, Gewalt gegen Frauen. Bewaffnete Konflikte, terroristische Überfälle, mangelnde Gleichberechtigung, große Sorgen um die Kinder – all das bewältigen sie im Glauben und Vertrauen auf Gott.
Die symbolische Darstellung dreier Frauen zu Beginn unseres Gottesdienstes, die Lasten auf ihrem Kopf trugen – wie es in Afrika üblich ist – machte dies deutlich. Im Laufe des Abends erfuhren wir, mit welchen Schwierigkeiten eine Witwe zu kämpfen hat, wie eine christliche Mutter sich um ihre Tochter sorgt, weil sie Angst hat vor Entführung und Verfolgung, ebenso von einer Frau, die davon erzählt wie ihr Land immer mehr in Armut und Verzweiflung gerät.
Aber selbst inmitten dieser großen Herausforderungen sehen sie Lichtblicke, dass Gott neue Türen öffnet und ihnen seine Liebe und Kraft, besonders auch in der Gemeinschaft, spüren lässt. Sie sagen: Wir mögen belastet sein, aber nicht gebrochen. Wir arbeiten, hoffen und beten für ein anderes besseres Nigeria. Wir wissen, dass es möglich ist.
Zu Beginn unseres Gottesdienstes erhielten alle Teilnehmenden einen Stein, der symbolisch für die Lasten und Sorgen stehen sollte, die ja wir auch jeden Tag mit uns herumtragen. Vor einem großen Kreuz, das neben dem Altarraum aufgestellt wurde, konnte dieser Stein dann abgelegt werden. Sehr bereichert wurde dieser Abend von den 10 Flötenspieler*innen, und die Begleitung mit dem Kontrabass unter der Leitung von Christina und Franz Lechner, die durch die Melodien, Schutz und Ruhe soo spürbar machten. Danke!
Wir erlebten einen bewegenden, anrührenden Gottesdienst, der mit Tee und „angehauchtem afrikanischen“ Fingerfood in schöner Gemeinschaft ihren Ausklang fand.