Titel Logo
Hirschhorner Stadtanzeiger
Ausgabe 14/2026
Aus unserer Stadt
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Postillion - Kennenlernen von Bärlauch

Jeder Hirschhorner sollte Bärlauch kennen. Unsere Devise lautet deshalb „Früh übt sich". Seit einiger Zeit sieht man überall den Bärlauch wachsen, so auch im Wald. In der letzten Woche hat sich der Waldkindergarten deshalb mit dem Bärlauch auseinander gesetzt und auch gepflückt. Doch hierbei ist Vorsicht geboten, denn Bärlauchpflücken bringt Risiken mit sich. Bereits in einem Angebot hat Frau Geisler den Kindern genau erklärt, was Bärlauch ist und worauf man beim Pflücken achten muss.

Bärlauch ist ein sehr gesunder Frühblüher, welcher nicht nur über viel Vitamin C verfügt, sondern auch bei Magen-Darm-Beschwerden und Husten hilft. Im Mittelalter soll der Bärlauch sogar gegen die schwarze Magie eingesetzt worden sein. Aus diesem Grund wird der Bärlauch auch „Hexenzwiebel" genannt.

 

 

Aber nun wieder zurück zum Pflücken: Worauf muss nun geachtet werden? Bärlauch hat einen markanten Geruch, der an Knoblauch oder Frühlingszwiebel erinnert. Bevor man ihn pflückt, reibt man an den Blättern und der typische Geruch sollte erkennbar sein. Ist dieser Geruch nicht vorhanden, so lässt man am besten die Finger davon. Es könnte sich nämlich um das giftige Maiglöckchen handeln. Blühen beide Pflanzen nicht, so kann man diese leicht verwechseln, besonders in eigenen Gärten. Man erkennt den Bärlauch auch daran, dass seine Blätter matt sind, wobei die des Maiglöckchens glänzend sind. Erst an der Blüte kann man beide Pflanzen genau unterscheiden. Während der Bärlauch weiße sternförmige Blüten hat, besitzt das Maiglöckchen kleine breitglockige Blüten.

Am Bärlauch kann man alles essen – von der Blüte bis zur Zwiebel. Auch der Waldkindergarten hat es sich schmecken lassen. Nach dem alle gemeinsam den Bärlauch gepflückt haben, hat Frau Wiessbart mit den Kindern Pesto daraus hergestellt. Am darauffolgenden Tag macht sie mit den Kindern Nudeln, noch traditionell von Hand. Alle haben es sich schmecken lassen.

 

 

Frau Geisler hatte dann noch Bärlauchbutter gemacht und Dank Frau Heiligenthal, die uns leckeres Brot gebacken hat, konnten sich alle noch einmal den Bärlauch schmecken lassen.

Im nächsten Jahr wird es mit großer Wahrscheinlichkeit wiederholt werden. Die Kinder vom Waldkindergarten sind nun Bärlauchsammler und machen dies auch richtig gut. Dennoch wissen alle, dass sie nicht einfach wahllos Pflanzen und Blumen herausreißen dürfen, sondern immer einen Erwachsenen fragen müssen, ob sie es dürfen oder nicht.