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Hirschhorner Stadtanzeiger
Ausgabe 15/2026
Aus dem Rathaus
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Nachrichten aus dem Landratsamt

Über Sterben, Abschied und Vorsorge wird im Alltag nur selten gesprochen – obwohl diese Themen jeden Menschen betreffen. Mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung im Multimax der Karl-Kübel-Schule in Bensheim ist nun das Jahresprojekt 2026 „Sterben – wenn Leben leiser wird" der Fachstelle Leben im Alter des Kreises Bergstraße offiziell gestartet. Ziel des kreisweiten Projekts ist es, Berührungsängste abzubauen, Wissen zu vermitteln und Räume für Gespräche über Tod, Trauer und Vorsorge zu schaffen.

„Sterben und Tod gehören ebenso zum Leben wie Geburt und Wachstum – und doch fällt es uns oft schwer, darüber zu sprechen. Mit unserem Jahresprojekt möchten wir dazu ermutigen, sich diesen Themen offen und ohne Tabus zu nähern und Räume für Austausch, Verständnis und gegenseitiges Lernen zu schaffen. Zudem geht es darum, dem Leben in seinen letzten Momenten genauso viel Aufmerksamkeit, Würde und Zuwendung zu schenken, wie allen Lebensphasen davor. Genau dafür stehen die Angebote der Hospiz- und Palliativarbeit, die wir mit diesem Projekt ebenfalls stärker in den Blick rücken möchten", betonte die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Angelika Beckenbach bei der Begrüßung der Gäste. Auch die Hessische Familienministerin Diana Stolz war bei der Auftaktveranstaltung vor Ort und richtete ein Grußwort an die Teilnehmenden: „Initiativen wie dieses Projektjahr schaffen Räume für Gespräche. Und sie helfen, dass wir das Thema Sterben nicht verdrängen, sondern ihm mit Menschlichkeit und Offenheit begegnen. Den Austausch und die Schaffung von Räumen, in denen Schmerz gelindert wird und Angehörige Hilfe finden, fördert die Hessische Landesregierung in Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität Gießen daher mit dem Modellprojekt „Angehörige Sterbender stärken". Ein großer Teil der Hospizarbeit wird von Ehrenamtlichen getragen. Ihr Engagement, Ihre Zeit und Ihre Menschlichkeit sind von unschätzbarem Wert. Sie begleiten Menschen und ihre Angehörigen in einer der schwersten Phasen des Lebens – dafür gebührt Ihnen mein herzlicher Dank."

Einen geistlichen Impuls gab Pfarrer Heinz Förg. Er stellte dabei die Frage nach der Würde des Menschen am Lebensende in den Mittelpunkt und regte dazu an, Abschied und Trauer nicht nur als belastende, sondern auch als verbindende Erfahrungen zu verstehen.

Die Koordinatorin des Hospizdienstes Odenwald, Fatma Bulut, widmete sich in ihrem Beitrag dem Thema kultursensible Trauerbegleitung. Sie zeigte auf, wie unterschiedlich Menschen aus verschiedenen kulturellen und religiösen Hintergründen mit Tod und Trauer umgehen und wie wichtig es ist, diese Vielfalt in der Begleitung von Angehörigen zu berücksichtigen. Kultursensible Angebote können helfen, individuelle Rituale und Bedürfnisse zu respektieren und Trauernden einen geschützten Raum für ihre persönliche Form des Abschieds zu geben.

Einen Blick auf gesellschaftliche Veränderungen warf Nils Schwabedissen, Leiter des Bestattungshauses Überwald. In seinem Vortrag zur Bestattungskultur im Wandel erläuterte er, wie sich Wünsche und Vorstellungen rund um Abschied und Bestattung in den vergangenen Jahren verändert haben. Neben klassischen Formen gewinnen zunehmend individuelle und persönlich gestaltete Abschiedsrituale an Bedeutung.

Über Voraussetzungen und das Leben in einem Hospiz informierte die Leiterin des Hospiz Bergstraße, Miriam Ohl. Sie erklärte, unter welchen Bedingungen Menschen in ein Hospiz aufgenommen werden können und welche Unterstützung Betroffene und Angehörige dort erhalten. Hospize bieten schwerstkranken Menschen eine ganzheitliche Begleitung am Lebensende – medizinisch, pflegerisch und psychosozial – und schaffen eine Umgebung, in der Lebensqualität, Würde und persönliche Wünsche im Mittelpunkt stehen.

Im Anschluss an die Impulse nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum Austausch mit den Referierenden und Fachkräften aus der Hospiz- und Trauerarbeit. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Musikschule Lorsch.

Die Auftaktveranstaltung markiert den Beginn eines vielfältigen Programms im gesamten Kreisgebiet. Im Laufe des Jahres folgen mehrere Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger jeden Alters. Den Start macht die Karikaturenausstellung „Wenn der Tod dich anlacht" der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V., die im Zeitraum vom 13. April bis zum 22. Mai durch den Kreis ziehen wir – unter anderem in Hirschhorn, Wald-Michelbach, Lindenfels und Bensheim.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Hinweisbekanntmachung des Kreises Bergstraße

Der Kreis Bergstraße weist darauf hin, dass auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-bergstrasse.de/bekanntmachungen folgende öffentliche Bekanntmachung ab dem 28.03.2026 eingestellt ist:

Durchführung der Fischerprüfung beim Kreis Bergstraße

Heppenheim, den 23.03.2026

Wenkel

Hinweisbekanntmachung des Kreises Bergstraße – Hinweisbekanntmachung der Kreiswahlleiterin

Der Kreis Bergstraße weist darauf hin, dass auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-bergstrasse.de/bekanntmachungen folgende öffentliche Bekanntmachung ab dem 31.03.2026 eingestellt ist:

Wahl des Kreistages am 15. März 2026 – Amtliches Endergebnis

Hinweis: Die Bekanntmachung kann während der öffentlichen Sprechzeiten der Verwaltung bei der Kreiswahlleitung (Gräffstraße 5) eingesehen werden.

Heppenheim, den 27.03.2026

Behrendt

Kreiswahlleiterin

Wissen, das hilft: Tipps und Informationen zu Diabetes Typ-2

In Deutschland leben laut der deutschen Diabeteshilfe rund 11 Millionen Menschen mit Diabetes. Die Mehrheit davon sind von Diabetes mellitus Typ-2, oft auch als „Altersdiabetes" bezeichnet, betroffen. Doch was genau steckt dahinter? Welche Risiken gibt es und wie kann man selbst aktiv vorbeugen beziehungsweise gut mit der Erkrankung leben?

Antworten auf diese und weitere Fragen bietet eine kostenlose Informationsveranstaltung der Psychosozialen Fachkraft auf dem Land des Kreises Bergstraße (PauLa). Die Veranstaltung findet am 15. April um 13:30 Uhr im Bürgerhaus Mörlenbach (Schulstraße 1) statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich auf mehrere interessante Vorträge freuen, die eine umfassende Einführung in das Thema Diabetes bieten, die verschiedenen Formen der Erkrankung erklären und wertvolle Tipps zur Prävention und Behandlung geben. Als Referent wird unter anderem Stephan Thomas anwesend sein, Gruppenleiter der Diabetiker Selbsthilfe in Bürstadt. Er selbst ist seit mehr als 50 Jahren Betroffener. Als gelernter Krankenpfleger konnte er in der Praxis viele Erfahrungen sammeln. Stephan Thomas wird zur Entstehung von Diabetes mellitus Typ-2 und zu den Präventionsmöglichkeiten sprechen.

Welche besondere Bedeutung die Fußgesundheit bei diesem Diabetes Typ einnimmt, wird zudem Dr. med. Dagmar-Andrea Betzler, Fachärztin für Allgemeinmedizin Diabetologie, Sozial- und Notfallmedizin, erläutern. Abgerundet wird das Programm durch den staatlich geprüften Podologen und Heilpraktiker für Podologie, Uwe Gerber, der praktische und alltagstaugliche Hinweise zur Fußpflege bei bestehendem Diabetes gibt.

Nach den Fachvorträgen haben die Anwesenden die Möglichkeit, persönliche Fragen zu stellen und mit den Referierenden ins Gespräch zu kommen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, einen Diabetes-Risikotest durchzuführen, mit dem das eigene Risiko besser eingeschätzt werden kann.

Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für weitere Informationen können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger die PauLa Andrea El Abed unter der Telefonnummer 06252 - 154031 oder per E-Mail an paula-novo@kreis-bergstrasse.de wenden.

PauLa berät im April in den Gemeinden des Vorderen Odenwaldes

So lange wie möglich selbstbestimmt und in den eigenen vier Wänden wohnen können, auch noch im fortgeschrittenen Alter – das ist ein Wunsch, den viele Menschen haben. Im Kreis Bergstraße hilft „PauLa", die psychosoziale Fachkraft auf dem Land, Seniorinnen und Senioren dabei. Seit 2018 richtet sich das Angebot in den neun Kommunen (Abtsteinach, Birkenau, Fürth, Grasellenbach, Lautertal, Lindenfels, Mörlenbach, Rimbach und Wald-Michelbach) des Netzwerks Ortsnahe Versorgung Odenwald (NOVO) an Seniorinnen und Senioren ohne Pflegegrad.

PauLa unterstützt Klientinnen und Klienten in beratender Funktion. Im Bedarfsfall vermittelt sie Hilfesuchende an passgenaue Angebote vor Ort – unabhängig, neutral und kostenlos. Ziel ist es dabei, dass ältere Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung zu Hause wohnen können, bevor Pflegebedürftigkeit eintritt. Die psychosozialen Fachkräfte sind dabei rein vorbeugend tätig, sie beraten und vermitteln. Pflegerische Tätigkeiten übernehmen sie nicht.

Im Begegnungszentrum Wald-Michelbach (Ludwigstraße 162) ist PauLa Andrea El Abed am Donnerstag 23. April von 10:00-12:00 Uhr, am Montag 13. April ist PauLa-Mitarbeiter Marcel Anke von 10:00 bis 12:00 Uhr im Azurit Seniorenzentrum Talblick Grasellenbach (Siegfriedstraße 35).

Zudem kann jeden Mittwoch von 9:00 bis 11:00 Uhr die offene Sprechstunde im PauLa-Büro in Rimbach (Rathausstraße 1) mit Voranmeldung besucht werden.

Um Wartezeiten zu vermeiden, wird um telefonische Anmeldung unter der Telefonnummer 06252 / 154031 oder per Mail unter paula-novo@kreis-bergstrasse.de gebeten.