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Hirschhorner Stadtanzeiger
Ausgabe 2/2020
Aus unserer Stadt
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Neujahrsempfang der Stadt Hirschhorn (Neckar) – Teil 1

Kurz, aber äußerst prägnant

Zum zweiten Mal standen die Räumlichkeiten der Mark-Twain-Stube für den Neujahrsempfang der Stadt Hirschhorn zur Verfügung, eine Saalfront davon in den Farben gelb und blau mit mehreren Dekorlichtern angestrahlt. Zunächst eröffneten Greta Böing am Violoncello, begleitet von Michaela Elkenhans am Klavier, von der Musikschule Hirschhorn mit einem wunderbar vorgetragenen Musikstück den Abend.

Im Anschluss hieß Stadtverordnetenvorsteher Harald Heiß zahlreiche Gäste, darunter u.a. der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister, die Landtagsabgeordnete Birgit Heitland, den Kreisbeigeordneten Volker Buser sowie Bürgermeisterin a.D. Ilona Dörr, Vertreter des Gewerbes, der Vereine, der verschiedenen Konfessionen und weiteren Ehrengästen sowie viele Hirschhorner Bürgerinnen und Bürger, herzlich willkommen.

Nachdem Bürgermeister Oliver Berthold die anwesenden Gäste ebenfalls begrüßt hatte, gab er einem kurzen, mit amüsanten Pointen versehenen, Ausblick auf das Jahr 2020.

Die politischen Entscheidungen, die durch die Stadtverordneten im vergangenen Jahr getroffen wurden, zählten nicht gerade zu den leichtesten. Die Stadt unterliegt vielen Zwängen und muss alle Aufgaben mit wenig finanziellen Mitteln bewältigen und am besten jedes Jahr noch weniger Geld ausgeben wie ein Jahr zuvor. Dennoch schafften alle Akteure im Zusammenspiel wichtige Investitionen auf den Weg zu bringen und bislang eine Grundsteuererhöhung vom Bürger abzuwenden. Er hoffe, dass dies sich in diesem Jahr nicht ändern wird.

Anderseits zeigte er an einem Beispiel im Bereich eines umfangreichen durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Sanierungskonzeptes im Bereich der Wasserversorgung, wie man schnell an bürokratischen Schwellen hängen bleibt. Zunächst übten zwei übergeordnete Stellen Druck aus und dann verliefen mehrere Ausschreibungen negativ oder es wurden exorbitante Summen genannt. Nachdem eine Zusage zu einer Sanierung positiv beschieden wurde, meldete sich eine dritte übergeordnete Behörde und wiederum konnte nicht begonnen werden und ein Jahr verstrich, ohne die Maßnahme begonnen zu haben. Daran wird ersichtlich, welchen täglichen Zwängen die Verwaltung ausgesetzt ist.

Wenn die großen Pflichtaufgaben in diesem und anderen Bereichen irgendwann erledigt sind, kann sich die Stadt Hirschhorn auch wieder prestigeträchtigeren Themen widmen.

Wiederum hervorragend dargebotene Musik auf der Querflöte, Hannah Enger,und dem Klavier, Franz Lechner, führten in den nächsten Teil des Programms, den Ehrungen verdienter Bürgerinnen und Bürger. Darüber berichten wir dann nächste Woche an dieser Stelle.