Philipp und Friedrich André aus Offenbach, die beiden Onkels des Färbers Philipp André, erwarben 1846/1847 den Hirschhorner Eisenhammer und eröffneten ein Sägewerk am Ulfenbach. Ab 1851 betrieben sie ein Furnierwerk. Unter Furnier versteht man dünne Zierholzblätter, die mit Hölzern von geringerem Wert verleimt werden und dadurch kostengünstiger sind. Die werksmäßige Fertigung stellte eine Neuheit dar. 1851 sandten die Brüder André Mahagoni-Nussbaumfurniere aus Odenwälder Hölzern für die Weltausstellung in London ein, die dort präsentiert wurden. Besucher u.a. war Carl Langbein, der die Ausstellung bewunderte und von den dort gezeigten Neuheiten begeistert war.
Nach der Anfangszeit, kam es zu Rückschlägen: 1859 ereignete sich ein Hochwasser, bei dem das Wert- und Nutzholz fortgerissen wurde. Nachdem 1871 ein Brand das Fabrikgebäude zerstörte, überließen die Gebrüder André den Wiederaufbau der dampfbetriebenen „Schneid- und Fourniersägerei“ ihrem Neffen Anton André aus Offenbach, er war der Bruder des Färbers Philipp André.
Nach dem frühen Tode von Anton André 1892 führte dessen Sohn Rudolf den Betrieb weiter. Aufgrund einer Erkrankung nahm Rudolf André 1911 Adolf Gernandt aus Hanau als Teilhaber in die Firma auf.
Die Furniere verwendete man im Waggon- sowie im Klavier- und Pianobau. 1949 kamen Schälfurniere aus Edelhölzern für Messer hinzu. Ein besonderer Auftrag war 1950 die Lieferung von Edelholzfurnieren für den Intarsien-Parkett des Thronsaals des äthiopischen Kaisers.
Ab 1959 erfolgte unter Dipl.-Ing. Marc Anton André, dem Sohn von Rudolf André, die Herstellung von Schichtstoffplatten für die Möbelindustrie und den Innenausbau, um die Produktpalette zu erweitern. Die erste am 21. Januar 1960 in Hirschhorn gefertigte Schichtstoffplatte trug den Namen „Mei4“ (nach dem damaligen Geschäftsführer Herrn Meinike). Die Firma konzentrierte sich auf die Fertigung von Kunststoffoberflächen und etablierte die Marke „Dekodur“.
Der langjährige Firmenchef Volkmar André, der Sohn von Marc Anton André, sagte 2005 in einem Pressegespräch, dass sich Dekodur schon damals zum Ziel setzte, den Kunden die beste Qualität anzubieten, um zielgerichtet auf deren Wünsche einzugehen. Die Produkte fanden von der Decke bis zum Fußboden in Bädern, Küchen und Hoteleinrichtungen Verwendung. Die Produktpalette richtete sich an die Möbelindustrie, den Ladenbau und das Bauwesen. Dazu kamen Oberflächen aus Aluminium, Kupfer, Edelstahl und Zinn.
2019 übernahm der Hirschhorner Unternehmer Rolf van den Berg die Firma unter dem neuen Namen „DI Dekodur International“. Das Unternehmen spezialisierte sich auf Kunststoffbeschichtungen für verarbeitende Betriebe. Zu den Produkten gehören nicht brennbare Schichtstoffe für den Brandschutz.
Liebe Hirschhornerinnen und Hirschhorner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Heimat, unser Langbein Museum ist weit mehr als ein Ort, an dem Exponate hinter Glas ruhen. Es ist das lebendige Gedächtnis unserer Stadt. Hier atmen die Mauern die Geschichten vergangener Generationen, hier bewahren wir nicht nur das Erbe der Hirschhorner Ritter, sondern das von allen Hirschhornern. Ein Erbe, auf das wir alle stolz sein können.
Doch unser Museum strahlt weit über die Stadtgrenzen hinaus. Als Leuchtturm der südhessischen Museumslandschaft ist es ein – mehrfach prämiertes – kulturelles Aushängeschild. Es verbindet Tradition mit Zukunft und macht unsere Identität für Besucher aus nah und fern erlebbar.
Unter diesem Motto laden wir Sie ein, Teil unserer Gemeinschaft zu werden. Denn ein Museum lebt nicht allein von seinen Sammlungen, sondern von den Menschen, die es mit Leidenschaft füllen. Damit dieser Leuchtturm weiterhin so hell leuchten kann, suchen wir aktive Verstärkung. Wir suchen keine „Museumswärter“, sondern Mitgestalter. Werden Sie Teil eines Teams, das Hirschhorns Stolz lebendig hält.
Egal, ob Sie geschichtlich bewandert sind, handwerklich anpacken möchten oder Organisationstalent besitzen – jede helfende Hand zählt. Wir brauchen Menschen, die:
Helfen Sie uns, die Geschichte unserer Stadt nicht nur zu verwalten, sondern sie aktiv zu gestalten. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Hirschhorn auch in Zukunft voller Stolz auf sein kulturelles Herzstück blicken kann. Werden Sie Teil einer Gemeinschaft, die nicht nur zusammen arbeitet und feiert, sondern viel zu Gemeinschaftsgeist in Hirschhorn beiträgt.
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