Unter dem bundesweiten Motto „Nachbarschaft feiern – Vielfalt erleben“ fand am Wochenende erstmals in Hirschhorn eine Pflanzentauschaktion zum „Tag der guten Nachbarschaft“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Profil Hirschhorn im Rahmen des Wochenmarktes. Der Aktionstag wird seit 9 Jahren deutschlandweit begangen.
Bei strahlendem Sonnenschein nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Hirschhorn und der Region die Gelegenheit, Staudenableger, selbst gezogene Blüh- und Gemüsejungpflanzen, Kräuter sowie besondere Raritäten zu tauschen. Unter den mitgebrachten Pflanzen befanden sich unter anderem seltene Tomatensorten, winterharter Rosmarin aus Italien und verschiedene Hosta-Arten.
Rund um die Stände entwickelten sich angeregt Gespräche über Standortwahl, Bodenbeschaffenheit und Pflege. Viele Passanten kamen zum Schauen und Plaudern vorbei, andere brachten Pflanzen mit – manche allerdings mit dem augenzwinkernden Hinweis, „nichts Neues mitnehmen zu dürfen“.
Auch die Marktbeschicker zeigten großes Interesse. So wechselte beispielsweise frische Erdbeeren als Tauschobjekt den Besitzer.
Die Aktion knüpfte bewusst an die Idee der niederschwelligen Nachbarschaftshilfe an. Vorgestellt wurde dabei auch die Plattform nebenan.de, die Nachbarn digital miteinander vernetzt. Der bundesweite Aktionstag wird unter anderem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Deutschen Städtetag und der Aktion Mensch unterstützt.
Für eine aktive Nachbarschaft gelten rund 100 aktive Nutzer als Richtwert. In Hirschhorn, Heddesbach und Brombach sind derzeit 69 aktive Nutzer registriert. Zum Vergleich: Neckarsteinach zählt 171, Heiligkreuzsteinach 81, Eberbach 201 und Moosbrunn 106 aktive Nutzer.
Ein Besucher berichtete zudem von einer gut funktionierenden privaten WhatsApp-Nachbarschaftsgruppe in Brombach.
Am Ende waren sich Veranstalter und Teilnehmende einig: Die Pflanzentauschaktion war ein voller Erfolg. Viele wünschten sich eine Wiederholung – nicht zuletzt, weil hier einmal nicht das Geld im Mittelpunkt stand, sondern das Miteinander.