Markus Folker Thalheimer, als Solist bei zahlreichen namhaften Orchestern gefragt, gab beim zweiten Ausklangkonzert eine Kostprobe seiner exquisiten Kunst des Harfenspiels. Unter dem Motto „Ligatura“ (Verbindungen) schuf er eine Symbiose der Musik unterschiedlicher Epochen und Stile. In einer künstlerisch hochkonzentrierten Collage, erfüllte er die Klostermauern eine Dreiviertelstunde lang mit dem Wohlklang seines edlen Instruments. Applaus war erst am Ende erwünscht, das Zuhören hatte Vorrang.
Zahlreiche Klischees ranken sich um das Instrument „Harfe“: Luftiges Rauschen, Zartheit, Zurschaustellung des Schönen – so die Erwartungshaltung. Doch Thalheimer brachte das Kunststück fertig, diese nicht zu enttäuschen, sondern durch seine makellose Spieltechnik auf ein anderes Level zu heben. Verzierungen, die sonst nur Cembalisten beherrschen, Oktavgänge in der Melodie, chromatisches Spiel und die klare Ansprache jedes Tons in allen Lagen waren Garanten für ein erfüllendes Konzerterlebnis.
Dreh- und Angelpunkt der musikalischen Reise war der Renaissancekomponist Ascanio Mayone, Neapolitaner und selbst Harfenist und Organist. Verblüffende Rückungen, oft von Dur nach Moll, und eine große Fantastik zeichnen seine Toccaten aus. Dazwischen zwei Sätze aus Händels Harfenkonzert in B-Dur, im schnellen Teil verspielt, geistvoll im Larghetto und danach wieder Mayone. Weitere Abstecher führten in die Salons Frankreichs und natürlich durfte eine „Reverie“ (Träumerei) aus der Feder von Marcel Grandjany nicht fehlen, einem Komponisten, den jeder fortgeschrittene Harfen-Schüler im Unterricht kennenlernt. Hier kommt der Harfenklang tatsächlich oft weichgezeichnet und leicht daher.
Dann kurz vor dem Finale passierte es: Eine Saite riss, das hohe G. „Ohne die kann ich den Fauré nicht spielen!“ Doch, ganz Profi, hatte Thalheimer ein Notfallset dabei. Schnell war die Saite aufgezogen und gestimmt. Christina Lechner, selbst Harfenistin, half und erläuterte, dass es sich um gelackte Darmsaiten handle, die auf Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen mitunter heftig reagieren.
So kam man doch noch in den makellosen Genuss eines Wettbewerbsstücks von Gabriel Fauré, geistreich, virtuos und mit fulminantem Finale. Thalheimer spielte es auswendig, „par coeur“, wie die Franzosen sagen, also aus dem Herzen, nicht aus den Noten. Applaus, Zugabe und schließlich Standing Ovations!
Vor dem obligatorischen Abendsegen erinnerte Paul Keßler an den biblischen David, der den von einem bösen Geist geplagten König Saul mit seinem Harfenspiel heilte und besänftigte. Danach gab es Sekt im Freien und Gespräche mit dem Künstler.
Text und Bild: R. Autenrieth
Dabei sein ist schon gewonnen. Das war die Gewissheit, als von Edeka-Arlt bereits im Februar die Rückmeldung kam, dass die Bewerbung des Fördervereins bei den 10 ausgewählten Teilnehmern des Spendenmarathons berücksichtigt werde.
Nun wurde regelmäßig verfolgt, wie sich die im Markt in Hirschhorn aufgestellten Röhrchen mit den ausgegebenen Chips füllten und wie die Konkurrenz steht. Die Hoffnung auf einen der vorderen Plätze schwand, den Kindergarten, Feuerwehr und andere „mitgliederstarke“ Vereine eilten schnell davon.
Bei der Spendenübergabe durch Herrn Arlt und sein Team am 20. Mai waren wir dennoch freudig überrascht; konnten wir doch einen beachtlichen 8. Platz belegen und 200 € für die Vereinskasse und die vielfältigen Aufgaben des Fördervereins vereinnahmen. Wir bedanken uns ganz herzlich für diese Spende und werden uns auch beim nächsten Mal wieder bewerben.