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Hirschhorner Stadtanzeiger
Ausgabe 32/2020
Aus dem Rathaus
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Feuerwehr Hirschhorn

Brand eines Jet-Skies

Vor eineinhalb Wochen wurde die Feuerwehr Hirschhorn zu einem Einsatz mit dem Stichwort "brennendes Boot auf dem Neckar" gerufen. Dieser endete mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften der Feuerwehren Hirschhorn, Neckarsteinach und Neckarhausen, des Rettungsdienstes, der DLRG sowie der Polizei.

Der Eigentümer eines Jetskis begab sich mit seiner 9-jährigen Tochter auf eine Überprüfungsfahrt auf dem Neckar. Hierbei durchfuhren sie unterhalb der Kläranlage einen Teppich mit Treibgut, worauf der Motor des Jetskis ausging. Jegliche Versuche den Motor wieder zu starten scheiterten. Aus bislang unbekannten Gründen kam es im weiteren Verlauf zu einer Verpuffung am Jetski. Der Vater und seine Tochter wurden vom Jetski geschleudert, konnten aber aufgrund der getragenen Rettungswesten aus eigener Kraft ans Ufer schwimmen. Der Jetski geriet in Vollbrand und brannte bis auf den Fahrzeugboden und Reste des Motors komplett aus.

Vor der Feuerwehr Hirschhorn, waren bereits die Feuerwehr Neckarhausen und der Rettungsdienst aus Hirschhorn vor Ort. Die Feuerwehr Hirschhorn um Stadtbrandinspektor Marco Albert übernahm nach erster Erkundung die Einsatzleitung und Koordination der Einsatzkräfte und Einsatzmittel.

Es wurden verschiedene Einsatzabschnitte gebildet, um einen reibungslosen Ablauf bei der Rettung und Versorgung des verunfallten Kindes und Fahrers als auch bei der Brandbekämpfung sicherzustellen.

Die Rettung und Versorgung des Kindes wurde bei Eintreffen der Feuerwehr durch den Rettungsdienst und beim Vater, der sich noch im Wasser befand, durch die rettungsdienstlich ausgebildeten Feuerwehreinsatzkräfte durchgeführt, medizinisch erstversorgt und dann mit Spineboard, Stiffneck (Halskrause) und Schleifkorbtrage zum zweiten Rettungswagen transportiert. Der Vater wurde schwer verletzt, die Tochter erlitt einen Schock und wurde zur Beobachtung ins Klinikum gebracht.

Die Brandbekämpfung zu Wasser wurde durch die Feuerwehr Hirschhorn mit dem Rettungsboot und darauf ausgerüsteten Atemschutzgeräteträgern und einer Brandbekämpfungseinrichtung vorbereitet, kam allerdings nicht mehr zum Einsatz, da der Jetski vollständig kontrolliert ausbrannte. Die Rettungsstelle wurde weiträumig ausgeleuchtet, um die Rettungsmaßnahmen bei anbrechender Dunkelheit zu sichern. Die Ermittlungen wurden durch die Wasserschutzpolizeistation Heidelberg zur Ursache des Unfalls und der Verpuffung aufgenommen.