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Hirschhorner Stadtanzeiger
Ausgabe 34/2026
Aus dem Rathaus
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Nachrichten aus dem Landratsamt

Weniger Straftaten, eine historisch niedrige Kriminalitätsbelastung und Platz zwei im hessenweiten Vergleich: Der Kreis Bergstraße setzt seine positive Entwicklung bei der öffentlichen Sicherheit eindrucksvoll fort. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 7.583 Straftaten registriert – 994 Fälle beziehungsweise 11,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit nur 2.766 Straftaten pro 100.000 Einwohner erreicht der Kreis zugleich den niedrigsten Wert seiner bisherigen Kriminalitätsstatistik.

„Die aktuelle Kriminalstatistik zeigt eindrucksvoll, dass der Kreis Bergstraße ein sicherer Landkreis ist und bleibt. Der deutliche Rückgang der Straftaten ist das Ergebnis der hervorragenden Arbeit unserer Polizei, einer engen Zusammenarbeit aller Sicherheitsbehörden sowie zahlreicher Präventionsmaßnahmen. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften, die sich tagtäglich mit großem Engagement für die Sicherheit der Menschen einsetzen. Dass wir im hessenweiten Vergleich inzwischen der zweitsicherste Landkreis sind, ist eine Auszeichnung, auf die wir gemeinsam stolz sein können – und zugleich Ansporn, diesen erfolgreichen Weg konsequent fortzusetzen“, sagt Landrat Christian Engelhardt.

Der Rückgang der Gesamtkriminalität ist insbesondere auf deutlich sinkende Fallzahlen im Bereich der Eigentumskriminalität zurückzuführen. Hier wurden 337 Straftaten weniger registriert als im Vorjahr. Auch bei den Rohheitsdelikten ist ein Rückgang um 206 Fälle zu verzeichnen. Maßgeblich für diese positive Entwicklung sind unter anderem ein erhöhter Kontrolldruck, zahlreiche Präventionsmaßnahmen und -angebote sowie eine zunehmend sensibilisierte Bevölkerung. Seit 2017 werden im Kreis Bergstraße kontinuierlich weniger als 10.000 Straftaten pro Jahr registriert – ein langfristiger Trend, der die nachhaltige Verbesserung der Sicherheitslage unterstreicht.

Die sogenannte Häufigkeitszahl (HZ) gilt als wichtigster Indikator für die Kriminalitätsbelastung einer Region. Sie gibt an, wie viele Straftaten pro 100.000 Einwohner innerhalb eines Jahres registriert werden. Mit einer HZ von 2.766 liegt der Kreis Bergstraße deutlich unter dem Durchschnitt in Südhessen (3.928) und weit unter dem hessischen Landeswert (6.002).

Für Familien da – von Anfang an

Wenn ein Baby zur Welt kommt, beginnt für Familien eine aufregende Zeit voller neuer Erfahrungen – aber manchmal auch voller Fragen, Unsicherheiten und Herausforderungen. Genau hier setzen die Frühen Hilfen des Kreises Bergstraße an: Sie unterstützen werdende Eltern und Familien mit kleinen Kindern frühzeitig, individuell und alltagsnah. Damit Kinder gesund aufwachsen und Familien gestärkt werden.

Familienhebammen (FamHeb) sowie Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger (FGKiKP) leisten dabei einen wichtigen Beitrag. Sie beraten Familien in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder, unterstützen bei Gesundheits- und Entwicklungsfragen, stärken die elterlichen Ressourcen und vermitteln bei Bedarf weitere Hilfsangebote. Die Tätigkeit verbindet medizinisches Fachwissen mit präventiver Arbeit und individueller Begleitung – direkt bei den Familien und mit großer gesellschaftlicher Bedeutung.

Um dieses Angebot weiter auszubauen, sucht der Kreis Bergstraße insbesondere examinierte Hebammen, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger sowie Fachkräfte aus vergleichbaren Gesundheitsberufen, die sich für die Arbeit in den Frühen Hilfen interessieren. Dafür startet ab dem 23. November erneut ein berufsbegleitender Qualifizierungskurs der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie zur Familienhebamme beziehungsweise Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin oder -pfleger in Hessen. Die Weiterbildung umfasst 300 Unterrichtseinheiten über etwa ein Jahr und entspricht den bundesweiten Qualitätsstandards der Bundesstiftung Frühe Hilfen. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein anerkanntes Zertifikat.

Der Kreis Bergstraße möchte interessierte Fachkräfte auf ihrem Weg in die Frühen Hilfen aktiv unterstützen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist daher eine anteilige Co-Finanzierung der Weiterbildungskosten möglich. Zudem bieten die Frühen Hilfen des Kreises unverbindliche Kennenlern- und Beratungsgespräche an, in denen Fragen zum Tätigkeitsfeld, zur Qualifizierung und zu möglichen Förderungen persönlich besprochen werden können.

Weitere Informationen zur Qualifizierung, zu Teilnahmevoraussetzungen und zur Anmeldung finden Interessierte unter https://www.kkstiftung.de/de/themen/familie/fruehe-hilfen/neue-qualifizierungskurs-zur-familienhebamme-in-hessen.htm.

Weitere Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten zu den Frühen Hilfen des Kreises Bergstraße gibt es unter https://www.kreis-bergstrasse.de/unser-buergerservice/familie-jugend-senioren/familien-mit-kindern-von-0-bis-6-jahre/fruehe-hilfen/.