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Hirschhorner Stadtanzeiger
Ausgabe 40/2018
Aus unserer Stadt
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Geo-Spiel Klangzauber in Waldbruders Hütte und Drachenquelle

Am letzten Sonntag fand sich vor der Tourist-Info eine Gruppe von 18 Kindern und sechs Erwachsenen ein, um eine Klangwanderung mitzuerleben. In der umweltpädagogischen Station des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald, die sich im Museum befindet, begrüßte Köhler die Kinder und ihre Betreuerinnen. Er erläuterte an Hand der Infotafeln und zahlreicher Exponate die Entstehungsgeschichte des Buntsandsteins und der Flora und Fauna vor 250 Millionen Jahren in der das Geo-Spiel dann anschließend stattfand. Da war die Rede von den Vorläufern der Dinosaurier, den Riesenlurchen, Höhlenbären und Krokodilen, deren Abdrücke man am Katzenbuckel und in Eberbach fand. Besonders beeindruckt waren die Kinder von einem in Stein gemeißelten Bild des Ensiedlers „Leo“ mit seinem Raben „Leonore“. Köhler forderte alle Kinder auf, sich dieses Bild gut einzuprägen, um es dann in freier Natur wiederzufinden.

Dann ging es los. Am Platz des ehemaligen Gasthauses zum „Naturalisten“ vorbei, über den Laxbach und den Schießbuckel hinauf. Im Anblick des Schlosses schilderte Köhler die Gefechte während der Badischen Revolution 1849 und das tragische Schicksal eines Freischärlers. Mitten im Wald war dann ein „Nibelungen-Rap“ angesagt – Body-Moves zu Zweit sorgten für rhythmische Bewegung und coole Sprüche. An der nächsten Station, der „Unholde“ Eiche berichtete Köhler von den Odenwälder Räubern um Hölzerlips und alle probierten mit Body-Percussion den „Geheim-Code des Manne-Friedrich“ aus. Weiter ging es zur Vöglinsruhe, einer idyllisch gelegenen Schutzhütte mit Brunnenanlage. Der ideale Rastplatz zum Vespern, während Köhler urtümliche Musikinstrumente aus Holz, Kürbis, Bambus und Stroh auf einem steinernen Tisch ausbreitete. Da waren Vogelpfeifen, Rasseln, Holz- und Wassertrommeln im Einsatz. Jung und Alt probierten gemeinsam den Instrumenten Töne zu entlocken und hatten einen riesen Spaß am anschließenden kleinen Waldorchester.

Die nächste Attraktion war die sogenannte „Waldbruders Hütte“ oberhalb des Ulfenbachtals. Dort angekommen suchten alle nach dem Steinbild des Waldbruders und lauschten den Geschichten über den „Kelten Leo“. Danach galt es den unbändigen Durst zu löschen. Natürlich am besten mit Heilwasser aus einer Drachenquelle am Fuße des Berges. Eifrig wurden die Trinkflaschen mit dem „Zaubertrank“ nachgefüllt und so manche Sage über die Quelle machte die Runde. Beim letzten Geo-Spiel musste noch ein Prinz in Form eines Frosches gefunden werden. Die Finder freuten sich über viele süße grüne Gummifrösche. Zu guter Letzt ertönte noch ein „Hi Fisch, Hi Leo“-Groove. Müde aber glücklich und erfüllt von den vielen Klängen und Geschichten kehrte die Gruppe wieder nach Hirschhorn zurück.

Termine sind individuell vereinbar, Anmeldung und weitere Infos unter www.geo-spiele.de, Tel. 06272 / 912 370.