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Hirschhorner Stadtanzeiger
Ausgabe 40/2019
Aus dem Rathaus
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Wirtschaftsförderung Kreis Bergstraße

Möglichkeiten für preisgünstigen Wohnraum

In ganz Deutschland suchen die Kommunen nach Lösungen preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Aus diesem Grund hatte die Wirtschaftsförderung für die Städte und Gemeinden im Kreis Bergstraße kürzlich eine Veranstaltung in Heppenheim organisiert, bei der sich diese über Möglichkeiten und Grenzen, mit Fokus auf der Bauleitplanung, informieren konnten. 17 Bürgermeister und Bauamtsleiter waren gekommen.

Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der WFB, eröffnete die Veranstaltung. „Die Herausforderung, den benötigten Wohnraum nicht nur bereitzustellen, sondern darüber hinaus auch noch preisgünstig anzubieten, ist enorm“, verdeutlichte er. Der bei der WFB tätige Berater für Wohnungsbau, Markus Meinhardt, unterstützt seit vergangenem Jahr die Städte und Gemeinden in der Wirtschaftsregion Bergstraße bei diesem schwierigen Unterfangen. „Die Beratung und Unterstützung erfolgt jeweils für spezifische Projekte und ist an den Bedürfnissen der Kommune ausgerichtet“, so Meinhardt.

Im Fokus der Veranstaltung stand der Vortrag von Florian Weber, Verwaltungsdirektor des Hessischen Städte- und Gemeindebunds, der über die (bauplanungs)rechtlichen Möglichkeiten und deren Grenzen zur Schaffung von preisgünstigem Wohnraum sprach. Es gebe im Baugesetzbuch verschiedene Möglichkeiten, die aber im Einzelfall auf die Eignung geprüft werden müssten, hob Weber hervor. Zudem hätten kooperative Ansätze großes Potenzial. In diesem Zusammenhang verwies der Referent als Beispiel auf die Wohnraumagentur im Kreis Bergstraße, über die Leerstände angemietet und in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden an wohnungssuchende Personen und Familien weitervermietet werden.

Bei Ausschreibungen für Neubauprojekte empfahl er, gezielt Unternehmen anzusprechen, die sich auf preisgünstige Mietwohnungen spezialisiert haben.

Meinhardt ergänzte den Vortrag durch den aktuellen Stand in der Neuaufstellung des Regionalplans bzw. dessen Vorstufe im Sinne des regionalen Entwicklungskonzepts. So wird in diesem im Bereich Wohnen neben der Nachverdichtung unter anderem auf die stärkere Verdichtung von neuen Wohngebieten abgestellt, um den Erfordernissen der Nachfrage nach Wohnraum bei gleichzeitiger Berücksichtigung des Flächenverbrauchs Rechnung zu tragen. Auch wird im Konzept die Entwicklung entlang Achsen, besonders des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), hervorgehoben. „Mit der Information über das neue regionale Entwicklungskonzept möchten wir die Städte und Gemeinden frühzeitig über für sie hieraus potenziell resultierende Auswirkungen informieren und diese mit ihnen diskutieren“, so Meinhardt.

Im Anschluss an die Vorträge entspann sich ein reger Austausch der Teilnehmer mit beiden Referenten.