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Hirschhorner Stadtanzeiger
Ausgabe 5/2026
Aus dem Rathaus
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Nachrichten aus dem Landratsamt

Bei einem medizinischen Notfall zählt jede Minute. Daher kann schnelle Hilfe den entscheidenden Unterschied machen. Das gilt insbesondere bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand, bei dem die Laien-Reanimation durch einen Ersthelfenden essentiell ist. Genau hier setzt ein neues, regionsübergreifendes Projekt an, von dem auch der Kreis Bergstraße unmittelbar profitiert: Mit dem Start einer einheitlichen, smartphonebasierten Ersthelfer-Alarmierung in der Metropolregion Rhein-Neckar werden qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer künftig noch schneller zum Einsatzort geführt – über Kreis- und Landesgrenzen hinweg.

„Eine einheitliche Ersthelfer-Alarmierung ist ein großer Gewinn für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger. Daher hatten wir das Projekt initiiert und uns dafür stark gemacht. Wenn engagierte und qualifizierte Menschen im Notfall schneller alarmiert werden, verbessert das die Überlebenschancen erheblich. Dass dies nun regionsübergreifend und abgestimmt geschieht, zeigt, wie wirkungsvoll Zusammenarbeit sein kann“, betonte Landrat Christian Engelhardt.

Ziel der Kooperationsvereinbarung ist es, qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer bei medizinischen Notfällen digital einzubinden, um das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu verkürzen. Dafür werden bislang historisch gewachsene, uneinheitliche Systeme in eine gemeinsame, zukunftsfähige Struktur überführt. Vereinbart wurden unter anderem die gegenseitige Alarmierung registrierter Ersthelfender, gemeinsame Mindeststandards bei Qualifikation, Verfahren und Datenschutz sowie die virtuelle Zusammenführung der Alarmierungsbereiche.

Alle beteiligten Stadt- und Landkreise haben sich dabei auf die einheitliche Nutzung des Systems KATRETTER verständigt. Die technische Harmonisierung ist bereits abgeschlossen, sodass eine durchgängig verbundene Alarmierungsinfrastruktur entstanden ist, die die Zusammenarbeit der Leitstellen über administrative Grenzen hinweg deutlich erleichtert und den unmittelbaren Übergang in den Wirkbetrieb ermöglicht.

Hinweisbekanntmachung des Kreises Bergstraße – Hinweisbekanntmachung der Kreiswahlleiterin

Der Kreis Bergstraße weist darauf hin, dass auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-bergstrasse.de/bekanntmachungen folgende öffentliche Bekanntmachung ab dem 19.01.2026 eingestellt ist:

Wahl des Kreistages am 15. März 2026 – Zulassung der Kreiswahlvorschläge

Hinweis: Die Bekanntmachung kann während der öffentlichen Sprechzeiten der Verwaltung bei der Kreiswahlleitung (Gräffstraße 5) eingesehen werden.

Heppenheim, den 16.01.2026

Behrendt

Kreiswahlleiterin

Psychosoziale Fachkraft auf dem Land

Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger des NORIE- und NOVO-Gebiets und der umliegenden Regionen PauLa, die psychosoziale Fachkraft auf dem Land, unter einer neuen Telefonnummer erreichen. Die bisherigen Telefonnummern wurden umgestellt: Die Unterstützung für alle, die Hilfe bei der Erhaltung ihrer Selbstständigkeit benötigen, bleibt weiterhin bestehen.

Die psychosozialen Fachkräfte, Christina Adler-Schäfer und Michaela Weber, sind in den sechs Ried-Kommunen aktiv, während Andrea El Abed und PauLa Mitarbeitender Marcel Anke für die neun Odenwald-Kommunen zuständig sind. Nach vorheriger Zustimmung beraten die PauLas telefonisch oder vor Ort und besuchen Menschen in deren Zuhause. Das Angebot richtet sich an diejenigen, die noch nicht pflegebedürftig sind. Bei diesen Besuchen begutachten sie die Versorgungssituation der Betroffenen und bieten passgenaue Beratung an: Welche Angebote und sozialen Kontakte vor Ort können die Lebensqualität der Menschen verbessern? Welche präventiven Maßnahmen können ergriffen werden, um den Bedarf an Pflege in der Zukunft zu minimieren?

Neben der direkten Beratung der Betroffenen stellen die PauLas auch die Verbindung zu Kommunen, Dienstanbietern und sozialen Netzwerken her, um eine starke Gemeinschaft zu fördern, die präventiv und proaktiv zusammenarbeitet.

Die Aufgabe der PauLa ist es, bereits bestehende Netzwerke von Hausärztinnen und Hausärzten, Apotheken, Pflegediensten und soziale Einrichtungen wie Kirchen oder Nachbarschaften zu stärken und noch enger miteinander zu verknüpfen. So wird eine starke, verlässliche Infrastruktur geschaffen, die es älteren Menschen ermöglicht, aktiv und sozial integriert zu bleiben, ohne sich isoliert zu fühlen.

Kontaktinformationen Odenwald

Für alle, die die Unterstützung der PauLa in Anspruch nehmen möchten, gibt es jetzt eine neue Telefonnummer, unter der sie die Fachkräfte ab sofort erreichen können 06252 15-4031. Offene Sprechstunden bieten die PauLas in ihrem Büro in Rimbach jeden Mittwoch von 09:00 bis 11:00 Uhr an. Für mehr Informationen oder bei Fragen, können sich Interessierte jederzeit telefonisch oder vor Ort melden.

Kontakt:

Psychosoziale Fachkraft auf dem Land (PauLa) Andrea El Abed & PauLa Mitarbeitender Marcel Anke

Rathausstraße 1, 64668 Rimbach

Telefon: 06252 15-4031

E-Mail: pauLa-novo@kreis-bergstrasse.de

Wie Künstliche Intelligenz die Arbeitsvermittlung unterstützen kann

Wie sieht die Beratung im Jobcenter von morgen aus? Antworten darauf gab Neue Wege Kreis Bergstraße –kommunales Jobcenter–beim letzten „Tag der kommunalen Jobcenter“ in Berlin. In einer eigenen Zukunftswerkstatt präsentierte das Jobcenter einen innovativen KI-gestützten Beratungsassistenten, der zeigt, wie Künstliche Intelligenz die Arbeitsvermittlung einfacher, strukturierter und praxisnäher gestalten kann.

„Wir sind stolz darauf, mit unserem Beratungsassistenten eine Vorreiterrolle bei der Nutzung digitaler Instrumente in der Arbeitsvermittlung einzunehmen. Mein besonderer Dank gilt den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die dieses Projekt mit fachlicher Kompetenz und Innovationsgeist entwickelt und umgesetzt haben. Digitale Assistenzsysteme wie dieser KI-Beratungsassistent gewinnen zunehmend an Bedeutung, weil sie Prozesse vereinfachen, den Service für alle Beteiligten verbessern und Informationen zeit- und ortsunabhängig, also rund um die Uhr, verfügbar machen“, betont Landrat Christian Engelhardt.

Die bundesweite Fachveranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter kommunaler Jobcenter zum Austausch über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen zusammen. Während der erste Veranstaltungstag von Podiumsdiskussionen und Fachvorträgen geprägt war, standen am zweiten Tag fünf parallellaufende Zukunftswerkstätten im Mittelpunkt. Neue Wege Kreis Bergstraße -kommunales Jobcenter- gewährte in seiner Zukunftswerkstatt praxisnahe Einblicke in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Beratungspraxis.

In einem Workshop präsentierten die Leiterin des Eigenbetriebs, Dr. Melanie Marysko, und Entwickler Helmut Burk den eigens konzipierten KI-Beratungsassistenten. Das digitale Tool unterstützt sowohl Vermittlungscoaches als auch Arbeitssuchende im Vermittlungsprozess, indem es passende Berufsbilder vorschlägt, diese durch aktuelle Stellenangebote ergänzt und so die Orientierung auf dem Arbeitsmarkt erleichtert.

Die Live-Demonstration stieß bei den Teilnehmenden auf großes Interesse. Ergänzend erhielten sie Einblicke in die technische Umsetzung sowie in die organisatorischen Rahmenbedingungen der Entwicklung.

Mit dem Projekt des KI-Beratungsassistenten unterstreicht Neue Wege Kreis Bergstraße seine Vorreiterrolle bei der Anwendung innovativer Technologien in der Arbeitsvermittlung und setzt ein deutliches Zeichen für die Zukunftsfähigkeit kommunaler Jobcenter.

Hinweisbekanntmachung des Kreises Bergstraße

Der Kreis Bergstraße weist darauf hin, dass auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-bergstrasse.de/bekanntmachungen folgende öffentliche Bekanntmachung ab dem 17.01.2026 eingestellt ist:

Eingeschränkte Sprechzeiten des Landratsamtes am 10. Februar 2026

Heppenheim, den 15.01.2026

Kreis Bergstraße – Der Kreisausschuss

Im Auftrag
Hoffbauer
Verwaltungsdirektorin