Titel Logo
Hirschhorner Stadtanzeiger
Ausgabe 50/2021
Aus dem Rathaus
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Nachrichten aus dem Landratsamt Heppenheim

Sitzung des Haupt-, Finanz- und Personalausschuss als Ausschuss zur Vorbereitung der Wahl einer oder eines hauptamtlichen Kreisbeigeordneten

Hierdurch gebe ich bekannt, dass am Mittwoch, 22.12.2021, 08:30 Uhr, im Sitzungssaal "Bergstraße" (Raum 3019) des Landratsamtes in Heppenheim, Graben 15, eine Sitzung des Haupt-, Finanz- und Personalausschuss als Ausschuss zur Vorbereitung der Wahl einer oder eines hauptamtlichen Kreisbeigeordneten des Kreises Bergstraße stattfindet.

Die Sitzung des Ausschusses ist gemäß § 38 Hessische Landkreisordnung nicht öffentlich.

Tagesordnung

Punkt 1:

Vorbereitung der Wahl einer oder eines hauptamtlichenKreisbeigeordneten des Kreises Bergstraße

Punkt 2:

Verschiedenes

Heppenheim, 14.12.2021

Norbert Schmitt

Ausschussvorsitzender

Zensus 2022 - Wir fragen nach für unseren Kreis Bergstraße!

Bald ist es wieder soweit: Zum Stichtag 15. Mai 2022 findet in Deutschland der nächste Zensus statt und genauso wie in allen Städten und Gemeinden Deutschlands wird dabei auch an der Bergstraße ermittelt, wie viele Menschen hier leben, wie sie wohnen und arbeiten.

Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Um verlässliche Basisdaten für Planungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerungszahl notwendig. Daher führen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder alle 10 Jahre den Zensus durch. Ursprünglich sollte der nächste Zensus - 10 Jahre nach dem Zensus 2011 - im Jahr 2021 stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde er um ein Jahr auf 2022 verschoben.

Befragung von Bürgerinnen und Bürgern

Obwohl der Zensus auch als „große Volkszählung“ bekannt ist, muss dafür nicht jede Einwohnerin bzw. jeder Einwohner einzeln befragt werden - im Gegenteil: Die Mehrheit der Bevölkerung muss selbst gar keine Auskunft leisten, da in Deutschland ein sogenannter registergestützter Zensus durchgeführt wird und die Bevölkerungsdaten somit in erster Linie aus Verwaltungsregistern stammen.

Bundesweit nehmen mehr als 10 Prozent der Bevölkerung an einem kurzen Interview durch Erhebungsbeauftragte teil. Diese Stichprobenbefragung ist notwendig, um etwaige Ungenauigkeiten der Melderegister festzustellen und um Daten zu erheben, die nicht in den Registern vorliegen, wie zum Beispiel Angaben zu Bildung und Ausbildung oder zu Erwerbstätigkeit. Alle zur Befragung ausgewählten Personen sind zur Auskunft verpflichtet.

Die Ergebnisse des Zensus sind die Grundlage dafür, wie viel Geld Städte und Gemeinden in Zukunft durch den Länder- und den kommunalen Finanzausgleich sowie durch EU-Fördermittel zugewiesen bekommen. Auch die Einteilung der Wahlkreise und die Stimmenverteilung im Bundesrat orientieren sich an der amtlichen - das heißt an der durch den Zensus ermittelten - Einwohnerzahl.

Sonderfall: Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte

Sonderbereiche für den Zensus sind Wohnheime (zum Beispiel Studierendenwohnheime) und Gemeinschaftsunterkünfte (zum Beispiel Alters-/Pflegeheime und Kinder-/Jugendheime). An diesen Anschriften müssen Angaben für alle Bewohnerinnen und Bewohner eingeholt werden, da die Melderegister, beispielsweise aufgrund häufiger Umzüge, oft zu ungenau sind. Auskünfte für Gemeinschaftsunterkünfte werden dabei von den Einrichtungsleitungen eingeholt, sodass die Bewohnerinnen und Bewohner nicht selbst befragt werden.

Wohnungen und Gebäude

Neben der Einwohnerzahl ermittelt der Zensus auch die Zahl der Wohnungen und Gebäude in Deutschland. Weil es dafür keine flächendeckenden Register gibt, werden die Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnungen oder Wohngebäuden postalisch durch das Hessische Statistische Landesamt angeschrieben und gebeten, über einen Online-Fragenbogen Angaben zur Größe, Heizungsart, Ausstattung und Kaltmiete ihrer Wohnung bzw. ihres Wohngebäudes zu machen. Auf Wunsch kann dieser Fragebogen auch in Papierform angefordert werden.

Erhebungsstellen und Erhebungsbeauftragte

Für die Vorbereitung und Durchführung des Zensus 2022 im Kreis Bergstraße ist eine Erhebungsstelle eingerichtet worden. Sie kümmert sich um die Anwerbung, Betreuung, Schulung und Koordination von Interviewerinnen und Interviewern, sogenannten Erhebungsbeauftragten.

Die Qualität der Erhebungen und der Datenschutz werden von der Erhebungsstelle fortlaufend sichergestellt. Erhebungsbeauftragte führen die Befragungen vor Ort durch. Sie befragen die in der Stichprobe ausgewählten Bürgerinnen und Bürger, erfassen die dafür notwendigen Daten und übergeben die Zugangsdaten für die Online-Befragung. Vor ihrem Einsatz müssen sie sich gesetzlich auf die Wahrung des Statistikgeheimnisses und zur Geheimhaltung der Erkenntnisse, die sie während und nach ihrer Tätigkeit gewonnen haben, schriftlich verpflichten. Ein Interviewerinnen- bzw. Interviewer-Ausweis in Verbindung mit einem Personalausweis bestätigt die Rechtmäßigkeit ihrer Arbeit.

Ausschließlich anonyme Daten

Alle Daten werden ausschließlich anonymisiert ausgewertet. Beim Zensus geht es nicht darum, etwas über die individuellen Lebensverhältnisse der Einwohnerinnen und Einwohner zu erfahren. Vielmehr bedeutet Statistik, dass Daten verallgemeinert, Summen gebildet und Durchschnitte berechnet werden - und gerade nicht der Einzelfall dargestellt wird. Ziel und Zweck des Zensus ist es ausschließlich, eine verlässliche Datenbasis für weitere Planungen zu erhalten. Die Ergebnisse des Zensus werden voraussichtlich ab Ende 2023 vorliegen.

Weitere Informationen zum Zensus 2022 finden Sie auf dem offiziellen Internetauftritt unter www.zensus2022.de sowie bei unserer Erhebungsstelle.

Jetzt online: Die Integreat-App für Zugewanderte

Das neue Integrations- und Informationsangebot des Kreises, die Integreat-App für Zugewanderte, ist online! Die Idee ist einfach: Menschen, die neu in den Kreis Bergstraße ziehen, benötigen Informationen, um sich zu orientieren und einzuleben. All diese Informationen rund um den Kreis sind in der neuen App erfasst und sowohl über Smartphone als auch über Computer abrufbar.

Zu finden sind dort, leicht verständlich dargestellt, alle für Zugewanderte wichtigen Adressen, Ansprechpersonen sowie Informationen zu den relevanten Strukturen im Kreis. Die Inhalte zu den verschiedenen Bereichen wie beispielsweise Bildung, Arbeit, Gesundheit, Sprache, Alltag und Familie lassen sich seitens der Kreisverwaltung bei Bedarf schnell aktualisieren, anpassen und erweitern. Als nächster Schritt ist die Übersetzung der Inhalte in die im Kreis meist gesprochenen Fremdsprachen der Neuzugewanderten geplant.

„Ein neues Leben in einem fremden Land zu beginnen, erfordert nicht nur viel Mut, sondern stellt die Ankömmlinge auch vor viele Herausforderungen“, so Landrat Christian Engelhardt, „Es ist mir ein großes Anliegen, Zugewanderte bei der Orientierung vor Ort zu unterstützen, damit sie in unserer Gesellschaft ein selbstbestimmtes Leben führen können.“

Entwickelt wurde die Integreat-App von der ‚Tür an Tür - Digitalfabrik GmbH‘ und der Technischen Universität München. Vitali Hermann von der Stabsstelle Integrationsbeauftragte hat die Inhalte der App für den Kreis aufbereitet und mit Leben gefüllt. Hermann, der als als WIR-Koordinator beim Kreis Bergstraße arbeitet, engagiert sich insbesondere dafür, digitale Zugänge für Zugewanderte zu erleichtern. Seine Stelle wird durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration im Rahmen des Landesprogramms „WIR - Vielfalt und Teilhabe“ gefördert.

Institutionen, Vereine, Verbände, Initiativen und weitere Akteure sind eingeladen, ihre Angebote auf Integreat zu veröffentlichen. Sie können sich beim Kreis unter Integrationsbeauftragte-Anmeldung@kreis-bergstrasse.de melden.

Vom Sprachkurs zur Weiterbildung

Das Absolventenmanagement (ASM) ist ein Kernthema des Fachbereichs Förderinstrumente des Eigenbetriebes Neue Wege. Ziel des ASM ist eine langfristige und zeitnahe Integrationsplanung. Eine nahtlose und kontinuierliche Weiterführung der Integrationsprozesse im Anschluss an den Integrationskurs ermöglicht hierbei einen wirtschaftlichen und integrationswirksamen Einsatz von Förderinstrumenten sowie die Sicherung des Transfers der Lerninhalte für eine schnellere Integration in den ersten Arbeitsmarkt.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie fanden die Sprachkurse Anfang des Jahres im virtuellen Klassenzimmer statt. Es war somit nicht möglich, die Kundinnen und Kunden, wie vorgesehen, vor Ort in den Sprachschulen zu beraten. Um eine Lösung zu finden, wurden die Kursteilnehmenden alternativ zu den Gesprächen ins Jobcenter eingeladen. Somit konnte gewährleistet werden, dass alle, die an den Sprachkursen teilnahmen, durch die beiden zuständigen ASM-Mitarbeiterinnen ausführlich und zielführend beraten wurden.

So konnten allein den Jahren 2020/2021 mehr als 400 Personen auf dem Weg aus dem Sprachkurs in die Arbeitsmarktintegration an individuellen Beratungsgesprächen teilnehmen. Im Jahr 2020 war die Anzahl der Teilnehmenden durch den Lockdown und die wochenlangen Schulschließungen wesentlich geringer als in den Vorjahren. 2021 verbesserte sich die Lage durch virtuelle Klassenzimmerangebote und wiederkehrenden Präsenzunterricht. Jedoch waren die Klassengrößen aufgrund der Corona-Vorschriften und der Vorgaben zur begrenzten Anzahl der Teilnehmenden insgesamt wesentlich geringer als vor der Pandemie.

Da viele Träger im Frühsommer wieder auf Präsenzunterricht umstellten, konnte ab diesem Zeitpunkt die ASM-Beratung wie gewohnt beim Träger vor Ort durchgeführt werden. Trotz erschwerter Bedingungen aufgrund des Pandemiegeschehens konnten in diesem Jahr alle Teilnehmenden von Integrationskursen sowie Berufssprachkurse (DeuföV B1 und DeuföV B2) von den Mitarbeiterinnen des ASM beraten werden. Diese Kontinuität spiegelt auch die Kernkompetenz von Neue Wege wieder, sich auch unter erschwerten Bedingungen lösungsorientiert und flexibel auf neue Situationen einstellen zu können.

Joachim Uhde setzt sich für Bergsträßer Senioren ein

Die Mitglieder der Landesseniorenvertretung Hessen haben Joachim Uhde aus Bensheim auf ihrer letzten Sitzung in Gießen mit großer Mehrheit zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt. Damit wird zukünftig ein Vorstandsmitglied des Bergsträßer Kreisseniorenbeirats die Seniorenpolitik des Landes Hessen begleiten und formen. Landrat Christian Engelhardt freut sich über die Wahl von Joachim Uhde: „Ich bin stolz, dass zukünftig ein Bergsträßer an der hessischen Seniorenpolitik beteiligt ist und sich für unsere ältere Generation einsetzt“.

Uhde, der in seiner Heimatstadt Magistratserfahrung sammeln konnte, will sich in seinem neuen ehrenamtlichen Aufgabengebiet dafür einsetzen, die vielfältigen Interessen, Bedürfnisse und Notwendigkeiten der älteren und älter werdenden Gesellschaft zu identifizieren und Erfordernisse in konkretes Handeln umzusetzen. Die Herausforderungen sind vielfältig: Neben Themen wie Altersarmut, bezahlbarem Wohnen, Barrierefreiheit, Mobilität, ÖPNV und Pflegekonzepten sind auch zukunftsweisende Aufgaben wie die Digitalisierung und die Computernutzung von Bedeutung, um älteren Menschen bestmögliche Lebensbedingungen zu schaffen.

Ausgezeichneter Umwelt- und Naturschutz

Alle zwei Jahre vergibt der Kreis Bergstraße seinen Umweltpreis. 2021 wurden vier Vorschläge für ihr Umweltengagement geehrt, die die Preisjury aus den zwanzig vorliegenden Bewerbungen als besonders preiswürdig herausgefiltert hat. Zwei Hauptpreisträgern und zwei weiteren Preisträgern wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde besondere Aufmerksamkeit geschenkt. „Ich danke Ihnen allen von Herzen für Ihren beispielhaften Einsatz und Ihre Kreativität“, lobte Landrat Christian Engelhardt bei der Verleihung des diesjährigen Umweltpreises im Heppenheimer Starkenburg Gymnasium. „Die ausgezeichneten Projekte sind das Ergebnis hervorragender Arbeit in ganz unterschiedlichen Bereichen. Sie sind wichtige Vorbilder, gerade in einer Zeit in der Nachhaltigkeit zu Recht sehr in den Fokus gerückt ist. Ich bin davon überzeugt, dass viele weitere Bergsträßerinnen und Bergsträßer Ihrem Beispiel folgen und sich für den Schutz der Umwelt und der Natur einsetzen werden.“

Der zuständige Dezernent, der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Karsten Krug, dankte den diesjährigen Preisträgern und zudem allen Bewerbern, die diesmal nicht bei der Preisvergabe berücksichtigt werden konnten, aber ebenfalls sehr gute Arbeit im Bereich Natur-und Umweltschutz geleistet haben.

Mit der Umweltpreisurkunde und jeweils 1.000 Euro wurden der Hospiz-Verein Bergstraße und der Verein Waldkindergarten Bensheim bedacht. Der Hospiz-Verein hat mit seinem Projekt „Hospiz-Garten am Bensheimer Kirchberg“ auf einem lange verwilderten und vermüllten, rund 8.000 Quadratmeter großen Areal einen Garten im Sinne der hessischen Biodiversitätsstrategie geschaffen. Der Garten ist ein Naturraum und ein Ort der Begegnung mit allen Facetten des Lebens - über Freude und Trauer, aber auch ein Ideenpool, aus dem Wissen und Erfahrungen zu Naturzusammenhängen und Gestaltungsmöglichkeiten in private Bereiche transportiert werden.

Der Verein Waldkindergarten Bensheim e.V. wurde für sein praktiziertes Waldkindergarten-Konzept ausgezeichnet. Seit 25 Jahren steht hier die Sensibilisierung für die Umwelt im Mittelpunkt der frühkindlichen Erziehung. 40 Kinder lernen und spielen ganzjährig in der Natur. Hierbei ist die Achtung von Flora und Fauna, der bewusste Umgang mit Ressourcen, der Anbau von Gemüse und Kräutern, aber auch die Beseitigung von Müll aus der Landschaft eine Selbstverständlichkeit für die Kleinen, die den Großen somit oft beispielgebend sind.

Ebenfalls mit der Umweltpreisurkunde und jeweils 500 Euro wurden zum einem die Firma Spir Star aus Rimbach für die naturnahe Gestaltung des Firmengeländes unter Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zum anderen Christina und Matthias Busch aus Heppenheim für die Entwicklung eines digitalen Werkzeuges zur Koordinierung und Optimierung der „Krötenretter-Einsätze“ ausgezeichnet.