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Hirschhorner Stadtanzeiger
Ausgabe 52/2020
Amtliche Bekanntmachungen
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September

Mittelalter hautnah beim Ritterfest erlebt

Auf dem Rathausvorplatz fand die Eröffnung des 43. Ritterfestes der C.G. Hirschhorner Ritter e.V. statt. Marktvogt Dieter König verkündete die Marktordnung und gab bekannt, wie sich das Volk im Handwerker- und Ritterdorf aufzuführen hat. Im Ritterdorf angekommen boten rufende Händler ihre Ware feil, Handwerker boten ihre alte Kunst dar, Gaukler, Spielleute, Bettler und Gesindel huschten durch die Gassen.

Hochprozentige Destillate gab es zu probieren, orientalische Süßwaren und viele andere Genüsse für Gaumen und Schlund. Ein Duft von Kerzen, Seifen, Kräutern und Gewürzen, von Räucherwerk, Rollbraten und Ritterfladen lag über dem Ritterlager und Handwerkerdorf.

Das Aufgebot war riesig und an beiden Tagen wurde ein prall gefülltes Programm auf zwei Bühnen geboten mit dem absoluten Höhepunkt, dem abendlichen Tavernen-Spektakel mit Feuershow und anderen tollen Darbietungen.

25-jähriges Dienstjubiläum gefeiert

Am 1. September konnte die Verwaltungsfachangestellte Tina Czemmel-Zink ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feiern. Sie begann die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Stadtverwaltung und ist heute für das Standesamt und den Bürgerservice zuständig. Bürgermeister Oliver Berthold würdigte das langjährige Engagement und überreichte Frau Czemmel-Zink eine Jubiläumsurkunde und einen Blumenstrauß. In einer kleinen Ansprache bedankte er sich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschte für die berufliche Zukunft weiterhin alles Gute.

Ausklang mit Agnes Heilmann und Gästen

Viele Leute machten sich auf den Weg in die Klosterkirche, wo der Gesang im Mittelpunkt des Abends stand. So kam das Publikum in den Genuss von diversen Stücken, wunderbar von Dorothea Feuerstein-Metternich (Sopran) und Günther Hußlick (Tenor) sowie in Begleitung von Agnes Heilmann (Klavier), Elke Kleinert-Endlich (Altblock- und Sopranflöte) und Carola Böing (Querflöte) dargeboten, dazu las Aloisa Sauer passende Texte. Stürmischer Applaus folgte jeweils andächtiger Stille und belohnte das Ensemble. Es wurde schnell klar: Ohne Zugabe lässt sich das Publikum nicht besänftigen, so machte man es kurzerhand zum Mitglied des Ensembles. Alle gemeinsam sangen ein bezauberndes Abendlied und belohnten sich, Künstler und Publikum, selbst.

Tag des Denkmals - Restaurierter Wedekindstein übergeben

An diesem bundesweiten Aktionstag beteiligten sich die Freunde der Hirschhorner Altstadt, der Freundeskreis Langbein’sche Sammlung sowie die Stadt Hirschhorn. Die Restaurierung des Wedekindsteins in der Hirschhorner Burg war ein großer Wunsch von Dr. Ulrich Spiegelberg. Im Gedenken und als Verpflichtung wurde nach einer langen Vorbereitungsphase der restaurierte Stein mit Hinweistafel symbolisch dem Land Hessen übergeben.

Nach der Begrüßung der Gäste durch Bürgermeister Oliver Berthold, überreichte der Parlamentarische Staatssekretär und MdB Dr. Michael Meister den Freunden der Hirschhorner Altstadt einen Scheck in Höhe von 500 Euro für weitere Vorhaben im Bereich des Denkmalschutzes. Der Präsident der Hanauer Turner Rüdiger Arlt brachte den vielen interessierten Zuhörern die Geschichte des ‚altrechtlichen‘ Vereins in anschaulicher und humorvoller Weise näher. Aber auch auf die Geschehnisse in den Juni-Tagen des Jahres 1849 ging Arlt näher ein. In Vertretung von Landrat Christian Engelhard, überbrachte der erste Kreisbeigeordnete Volker Buser herzliche Grüße und in einem Grußwort gab Thomas Platte, Direktor des Landesbetriebes Bau und Immobilien, einen kurzen Überblick über die zurzeit durchgeführten Renovierungsmaßnahmen an der Burg und betonte die Wichtigkeit dieses Objektes.

Nach einem Segensgebet von Pater Joshy und Pfarrer Hofmann, wurde mit der Europahymne, an der Gitarre musikalisch begleitet von Richard Köhler, die Feierstunde beschlossen. Doch zusätzlich standen an diesem Tag noch weitere Punkte auf dem Programm. Begonnen hatte der Tag mit einer Burgführung mit 20 Personen von Richard Köhler, der den Zuhörern die Geschichte der Burg näher brachte. Stadtarchivar Dr. Rüdiger Lenz erläuterte in seinem Vortrag die Geschehnisse der Revolutionsjahre 1848/49.

Einen tollen Abschluss bildete das Konzert der Katholischen Kirchenmusik Hirschhorn.

Ausklang mit Gudrun Habig-Kühn, Irmtrud Menz und Anne Pfahl

Beim letzten Ausklang fanden sich die Sopranistinnen Irmtrud Menz und Anne Pfahl mit der Pianistin Gudrun Habig-Kühn zusammen, um die Klosterkirche in Musik zu tauchen. Wolfram Kühn übernahm die Lesung, in der er mit ruhiger und geübter Stimme von dem Dichter Dietrich Bonhoeffer und seinen Texten erzählte. Die beiden Sopranstimmen fügten sich bei allen Liedern perfekt zusammen, ganz rein und klar verbanden sie sich mit dem Klang des Klaviers und überzeugten mit einer perfekten Darbietung. Das Publikum lauschte den beiden Sopranistinnen, begleitet am Klavier von Gudrun Habig-Kühn, gespannt und andächtig bis zum letzten Ton, um sich danach mit einem tosenden Applaus zu bedanken, für eine Musik, die zu Herzen ging.

Instandsetzung der Hütte "Vöglinsruhe"

Die 23. Amphibious Engineer Troop der Britischen Pioniere kommt bereits seit 1972 jedes Jahr nach Eberbach und leistet einen Dienst für die Allgemeinheit. Für die Männer ist es schön einmal echte Pionierarbeit außerhalb der Kaserne zu verrichten und die Stadt profitiert von den vielen Projekten, die die Soldaten umsetzen. In diesem Jahr ist es gelungen, insgesamt 8 der 25 Pioniere für die Sanierung der Schutzhütte an der Vöglinsruhe zu gewinnen, die innerhalb von zwei Wochen komplett abgerissen und neu aufgebaut wurde. Zum Dank stiftete Bürgermeister Oliver Berthold zum Kameradschaftsabend ein selbstgeschossenes Wildschwein.

Einschulung in der Neckartalschule

Für die Schul-Neulinge und ihre Familien startete der Vormittag in der katholischen Kirche mit einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst. In der Schule ging es mit der Einschulungsfeier in der Turnhalle weiter, wo Rektorin Christel Herrmann alle herzlich begrüßte.

Sowohl der Hirschhorner Kindergarten als auch die „alten“ Erstklässler hatten für die „neuen“ Erstklässler etwas einstudiert. Danach gab Bürgermeister Oliver Berthold den Schulanfängerinnen und Schulanfängern ein paar gute Tipps mit auf den Weg. Anschließend wurden die neuen Schüler von ihren Klassenlehrerinnen nach vorne gebeten und durften sich stolz zu ihren restlichen Klassenkameraden und -kameradinnen stellen.

Danach wurden sie von ihren großen Paten in die jeweiligen Klassenzimmer begleitet. Für die Bewirtung nach der Feier hatten die Eltern der Zweitklässler gesorgt, die vom Förderverein Neckartalschule tatkräftig unterstützt wurden. So standen noch lange Zeit etliche Kinder und Eltern im Schulhof beisammen und ließen den feierlichen Vormittag gesellig ausklingen.

Nacht der offenen Museen – Langbein-Museum als kultureller Leckerbissen

Rund 30 Museumsfreunde waren mit einem Oldtimerbus für die lange Nacht der Museen aus verschiedenen Städten angereist, um dem Langbein-Museum einen Besuch abzustatten. Sie wurden von Johann Anton von Breitfeld, alias Jürgen Waibel, begrüßt, der den Abend gemeinsam mit der Musikerin Frauke Bodenius in ihrer Rolle als Wandermusikerin bestritt. Die Gäste erfuhren allerlei Wissenswertes über die Waffenkammer, die präparierte Tierwelt Carl Langbeins und natürlich über die Begegnung Mark Twains mit dem Gastwirt Carl Langbein.

Beeindruckendes Konzert für „Tag- und Nachtgleiche“

Ein fulminantes Orchester und mitreißende Musik zeigten einmal mehr, dass die Musik des Barock etwas ganz Besonderes ist. Es spielte das Ensemble „Tempesta di Musica“ unter der Leitung von Felicitas Laxa. Das Motto des Abends: „Tag- und Nachtgleiche“, also der Übergang von Sommer zum Herbst.

Dem Ensemble gelang es, das Publikum vom ersten Ton an auf eine eindrucksvolle Reise mitzunehmen. Gebannt und fasziniert – so ließ sich die Stimmung in der Ersheimer Kapelle beschreiben. Man spürte die Leidenschaft, die das Ensemble zusammenführte, ausgedrückt im wunderbaren und fein abgestimmten Spiel. Vom Publikum gab es begeisterten Applaus und stehende Ovationen.

Gemütlicher Seniorenausflug der katholischen Kirche

Die Busfahrt führte vom Neckar durch den Odenwald nach Aschaffenburg. Nach einer Einkehr in einem Café, spazierten die Teilnehmer durch die Altstadt und besuchten die Stifts- und Muttergotteskirche sowie das Wahrzeichen der Stadt, Schloss Johannisburg. Wer gut zu Fuß war lief an der Mainpromenade entlang bis zum Pompejanum, einem Nachbau eines römischen Wohnhauses. Eine weitere Station war die Kirche Maria Geburt im Nachbarort Schweinheim. Auf der Rückreise kehrte die Gruppe im Land-Gasthof „Zum Deutschen Kaiser“ in Gumpen ein. In diesem urigen Familienbetrieb mit Landwirtschaft wurden die Teilnehmer optimal verköstigt. Wieder in Hirschhorn angekommen, konnten alle auf einen geselligen Tag mit viel Unterhaltung und schönen Eindrücken zurückschauen.