Übergabe des Forstbetriebsplans der Stadt Iphofen. Im Bild von links: Abteilungsleiter AELF Michael Grimm, Bürgermeister Dieter Lenzer, Sachverständiger Dieter Hüttlinger, Stadtförster Dr. Jörg Summa.
Abschluss der Forsteinrichtung im Stadtwald Iphofen
Der Stadtwald Iphofen befindet sich in einem guten Zustand. Das ist eines der Ergebnisse der sogenannten Forsteinrichtung, die von der Forstbürogemeinschaft Hüttlinger-Bühl erstellt wurde. „Die Forsteinrichtung stellt als Planungsgrundlage die Weichen, wie der Stadtwald in den nächsten 20 Jahren bewirtschaftet werden soll“ erläutert der forstliche Sachverständige Dieter Hüttlinger. Sie umfasst eine detaillierte Bestandsaufnahme des Waldes mittels einer Inventur, einen Rückblick auf den vergangenen Zeitabschnitt und die dabei getätigten Maßnahmen sowie die konkrete Zukunftsplanung. Mit der Übergabe der daraus entstandenen Unterlagen an Bürgermeister Dieter Lenzer wurde diese Forsteinrichtung nun abgeschlossen.
Die Ergebnisse und Planungen wurden schriftlich in einem Forstwirtschaftsplan zusammenfasst. Darin steht, dass die Waldflächen der Stadt Iphofen in der Vergangenheit sehr naturnah bewirtschaftet wurden. Beachtenswert ist der hohe Anteil an Laubbäumen und der vergleichsweise hohe Vorrat an starkem, wertvollem Holz. „Für uns als Eigentümer ist es besonders wichtig, diesen Vorrat zu bewahren, aber auch nachhaltig zu nutzen“, erklärt Bürgermeister Dieter Lenzer.
Für die Zukunft empfiehlt der Plan nun insbesondere, den Stadtwald weiter fit für den Klimawandel zu machen. Dies soll vornehmlich durch die Förderung wärme- und trockenheitsliebender Baumarten wie Eiche, Linde, Vogelkirsche oder Elsbeere geschehen. „Wenn wir Bäume fällen, tun wir das auch, um Baumarten zu fördern, von denen wir annehmen, dass sie mit dem Klimawandel besser zurechtkommen“ sagt Dr. Jörg Summa, Stadtförster von Iphofen. Weiterhin soll die multifunktionale Waldwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung des Naturschutzes und der Erholung fortgeführt werden. Da der Großteil des Stadtwaldes in Natura2000-Gebieten liegt, war es zudem wichtig, die Forstbetriebsplanung mit den Managementplänen dieser Gebiete zu verschneiden. Michael Grimm, Abteilungsleiter vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen-Würzburg führt aus: „Damit gilt der Forstbetriebsplan als integrierter Bewirtschaftungsplan und die darin geplanten forstlichen Maßnahmen sind mit den Natura 2000-Zielen abgestimmt.“