Im Rahmen des boden:ständig Projekts Birklingen-Dornheim wurde am 17. Juni wieder ein boden:stammtisch veranstaltet. Neben den örtlichen Landwirten waren Martina Kamm-Hörner (ALE Unterfranken), Simon Fuchs (AELF Kitzingen-Würzburg) sowie die boden:ständig-Projektbegleiter Johannes Herold und Felix Gleißner (GeoTeam Bayreuth) zugegen.
Im Fokus der Veranstaltung stand zusätzlich zum allgemeinen landwirtschaftlichen Austausch insbesondere eine im Rahmen des Projekts angelegte Mais-Demofläche. Hier wurden die Varianten „Pflug“ ausgangs des Winters sowie „Minimalbodenbearbeitung“ kurz vor der Mais-Aussaat verglichen. Die Variante Minimalbodenbearbeitung zeigte einen gleichmäßigeren Bestand mit starken Einzelpflanzen, die der Pflugvariante mindestens ebenbürtig waren. Auch in puncto Erosionsschutz und Wasserversickerung ist die Variante Minimalbodenbearbeitung zu bevorzugen, da der verbleibende Mulch an der Oberfläche den Boden bei Starkregenereignissen schützt und die Regenwurmpopulation stark von der Kombination aus nicht-wendender Bodenbearbeitung und intensivem Begrünungsanbau profitiert. Die Regenwürmer wiederum sind durch das Anlegen ihrer vertikalen Röhren einer der wichtigsten Faktoren für eine schnelle Wasserinfiltration.
Neben der Begutachtung der Demofläche durch Spaten- und Wurzeldiagnosen sowie vielen Diskussionen über die wichtigsten Stellschrauben für eine erfolgreiche Mulch- oder Direktsaat von Mais, wurden im Zuge des boden:stammtischs ein positives Fazit zu zwei Jahren boden:ständig-Beratung gezogen. Im Rahmen der landwirtschaftlichen Veranstaltungen wurde immer wieder deutlich, dass es gerade angesichts der „Kaugummi-Böden“ keine Pauschal-Lösungen gibt. Der große Mehrwert der insgesamt acht boden:stammtische lag nicht nur im Sammeln von Erfahrungen durch Demoflächen oder interessanten Vorträgen durch exterene Referenten, sondern vor allem in dem gemeinschaftlichen Miteinander bei jeder Veranstaltung. Dies wäre ohne die engagierten Landwirte vor Ort nicht möglich gewesen. Das GeoTeam Bayreuth bedankt sich daher ganz besonders bei allen Landwirten, die seit der ersten Veranstaltung Teil der boden:stammtische waren und als Ansprechpartner sowie Ermöglicher von Demoflächen für ein erfolgreiches Projekt gesorgt haben!