In kleinen Arbeitsgruppen brachten die Teilnehmer ihre praktischen Erfahrungen zum Thema „Dorfschwester“ ein.
Knapp 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen, Krankenkassen, Pflege, Medizin, Regionalplanung und Politik besuchten das Symposium „DorfVital 360° – Dorfschwester neu gedacht“ Ende April
Wie kann Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum künftig näher am Menschen, präventiver und besser vernetzt gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Symposium „DorfVital 360° – Dorfschwester neu gedacht“ am 27. April im Landkreis Coburg. Ziel der Veranstaltung war es, konkrete Perspektiven für die Weiterentwicklung der pflegerischen und medizinischen Versorgung in der Region zu erarbeiten.
Knapp 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Krankenkassen, Pflege, Medizin, Regionalplanung und Politik brachten ihre praktischen Erfahrungen ein. Das Symposium war dabei bewusst als Ausgangspunkt angelegt, um gemeinsam tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln. Im Mittelpunkt stand das Konzept der Community Health Nurse (CHN), ein Begriff, der zurückgeht auf das von vielen älteren Generationen geschätzte Berufsbild der Dorfschwester. Diese soll künftig die Versorgung der Bürger gerade im ländlichen Raum stärken und ergänzen.
Ein Konzept, das auch Landrat Sebastian Straubel begrüßt: „Eine unserer wichtigsten Aufgaben hier in der Kommunalpolitik ist es, die Lebensqualität in unseren ländlichen Regionen zu sichern, stetig zu verbessern und auch dort eine gute medizinische und pflegerische Versorgung sicherzustellen. Dafür brauchen wir innovative Ansätze, pragmatische Lösungen und gemeinschaftlichen Rückenwind aus Politik, Gesundheitswesen und Gesellschaft.“ Das Konzept der CHN biete genau das, nämlich eine verlässliche und nahbare Anlaufstelle für Ort, die medizinische Versorgung, Prävention und Pflege miteinander verbindet. Wichtig dabei: Zielgruppe für die CHN ist stets die gesamte Bevölkerung – vom Säugling bis ins hohe Alter.
Ein zweites Symposium zur „Dorfschwester“ ist bereits geplant.