Das Glasfasernetz im Ichenhauser Stadtgebiet wird in den kommenden Jahren erheblich ausgebaut. Die Stadt Ichenhausen hat hierfür weitere Fördermittel in Höhe von 7,1 Millionen Euro zugesagt bekommen.
In Autenried ist der Glasfaserausbau durch die Firma Miecom bereits in vollem Gange. Die Verlegearbeiten sind größtenteils bereits abgeschlossen. Die Baukosten belaufen sich auf 880.000 Euro, wofür die Stadt 90 %, also 792.000 Euro Förderung erhält. Es stehen nur noch technische Umschluss-Arbeiten aus.
Für den Glasfaserausbau in Rieden und Oxenbronn hat die Telekom bereits den Bauauftrag der Stadt Ichenhausen erhalten. Die Baukosten von 1.410.000 Euro werden mit 90 % aus dem Bayerischen Förderprogramm für Glasfaserausbau bezuschusst, so dass die Stadt hier 1.269.000 Euro an Zuschüssen erhält. Im Frühjahr 2026 will die Telekom mit den Bauarbeiten beginnen. Wegen der Richtlinien im Bayer. Förderprogramm werden in diesem Zuge noch nicht alle Haushalte in Oxenbronn einen Glasfaser-Anschluss erhalten (siehe hierzu aber weiter unten).
Um im Wettbewerb um die Bundes-Förderung nach der „Gigabitrichtlinie 2.0“ erfolgreich zu sein, hat sich die Stadt Ichenhausen vor wenigen Monaten mit den Städten Aichach, Friedberg und Günzburg sowie dem Markt Dietmannsried zusammengeschlossen. Durch diese Zweckvereinbarung konnten zusätzliche Scoring-Punkte erzielt werden, die letztlich den Ausschlag für einen weiteren, positiven Förderbescheid gaben. Unter der Federführung der Stadt Aichach wird das interkommunale Projekt nun koordiniert. Damit werden derzeit als „unterversorgt“ geltende Adressen in Deubach, Hochwang, Ichenhausen und Oxenbronn einen Glasfaseranschluss ins Haus bekommen – für die Grundstückseigentümer kostenlos. Auf diesem Wege bekommen die Grundstücke in Oxenbronn, die nach dem o.g. Bayerischen Förderprogramm noch keinen Glasfaseranschluss erhalten, dann auch einen. Die voraussichtlichen Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 7,9 Mio. €. Davon übernimmt der Bund 50 % = ca. 3,95 Mio. € sowie der Freistaat Bayern 40 % = ca. 3,16 Mio. €, so dass von der Stadt noch ein Eigenanteil in Höhe von 790.000 € aufzubringen ist. Als nächster Schritt erfolgt die Ausschreibung. Nach Vertragsunterzeichnung mit dem Unternehmen, das den Zuschlag erhält, kann mit dem Beginn der Arbeiten gerechnet werden (ca. Ende 2026 / Anfang 2027). Ausgebaut, weil gefördert über diese Gigabit-RL 2.0-Richtlinie des Bundes, werden alle Anwesen, die weniger als 300 Mbit/s im Download / 150 Mbit/s im Upload sowie nicht mit zwei Netzen mit mind. 100 Mbit/s Download versorgt werden.