Der Kindergarten St. Bartholomäus in Oberwerrn ist ein echtes Vorbild, wenn es um gesunde und frische Ernährung geht. Mit einer bunten und gesunden Vielfalt an Speisen im sechs-Wochen-Rhythmus, alles nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und einem hohen Anteil an bio-regionalen Lebensmitteln, setzt der Kindergarten Maßstäbe.
Eine Zeit lang stand die Frischeküche in Oberwerrn still. Finanzielle Engpässe und Umstrukturierungen in Trägerschaft und Organisation mussten überwunden werden. Doch alle Beteiligten waren sich einig: Die gesunde und frische Mahlzeit für die Kinder sollte auf keinen Fall darunter leiden. Der Caritas-Trägerverband, die Gemeinde Niederwerrn, die Elternvertretung und das Kindergartenpersonal arbeiteten gemeinsam an einer Lösung. Und siehe da, eine Lösung wurde gefunden.
Mittlerweile werden bis zu 99 Krippen- und Kindergartenkinder in einem offenen Konzept im Kindergarten betreut. Im November 2024 konnte die Frischeküche wieder voll durchstarten. Köchin Olga Tschernow und ihr Küchenteam sind mit Begeisterung dabei: „Wir mussten die Mengen über die letzten Monate sukzessive erhöhen, weil die Kinder echt gut essen!“ Und falls ein Kind einmal zögerlich gegenüber einem Gericht ist, trauen sich die meisten dennoch an ein kleines „Probiertellerchen“.
In dem sehr gemütlichen und ansprechenden Speiseraum mit Wohnzimmercharakter geht es lebhaft zu. Und doch sieht man, dass alles eingespielt ist. Ein Kind wird auserkoren, um die größeren Schüsseln zum Schöpfen zu den kleinen Gruppentischen zu tragen. Danach nehmen sich alle Kinder selbst so viel, wie sie glauben, essen zu können. Einmal in der Woche gibt es Fleisch, wobei nur Rind oder Geflügel auf den Tisch kommt.
Einen großen Teil der Lebensmittel liefert Benedikt Karg vom benachbarten Naturlandhof Karg in Poppenhausen-Kronungen: Gemüse, Obst, Eier, Kartoffeln, Brot und Hühnchen. Kindergartenleitung Kirsten Nicklaus berichtet: „So kommt unser Kindergarten auf einen Bio-Anteil von etwa 50% des monetären Wareneinsatzes – ein stattlicher Anteil, auf den wir alle stolz sind!“