Das Motto für den diesjährigen Weltgebetstag kam aus NIGERIA und lautete "Kommt! Bringt eure Last" (angelehnt an Vers 28 im 11. Kapitel des Matthäusevangeliums)
Erstmalig fand der Weltgebetstags-Gottesdienst in Obbach in diesem Jahr am Sonntag, 1, März um 10.00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus statt.
Zur großen Freude aller Besucher wurde der Gottesdienst vom ökumenischen Chor Obbach, unter der Leitung von Andrea Lettowski, mit vielen wunderschönen nigerianischen Liedern begleitet.
NIGERIA ist ein Staat in Westafrika, am Atlantik gelegen. Das Land ist dreimal so groß wie Deutschland mit 230 Millionen Einwohnern, davon ist etwa die Hälfte christlich, die andere Hälfte muslimisch geprägt.
Das Obbacher ökumenische Weltgebetstags-Team informierte in der Andacht ausführlich über das Leben nigerianischer Frauen, die ein Leben voller Lasten stemmen müssen. Der Gottesdienst wurde mit vielen Bildern über das Land und seine Menschen begleitet.
Armut, Gewalt gegen Frauen, bewaffnete Konflikte und terroristische Überfälle, besonders auch auf Kinder, prägen ihren Alltag. Wir konnten in den zu Herzen gehenden Geschichten zweier Frauen hören, unter welchen Sorgen, Nöten und Ängsten ihr Leben steht, allem voran der Angst, dass ihre Kinder von der Boko Haram entführt würden. Viele der Frauen bewältigen die Krisen mit ihrem starken Glauben und Vertrauen auf Gott!
Boko Haram ist eine sehr gefährliche islamistische Terrorgruppe, die seit 2009 vor allem im Nordosten Nigerias tätig ist. Es ist daher für die Menschen nicht leicht im Schatten religiöser Verfolgung zu leben.
So hat uns alle sehr beeindruckt, wie stark die Frauen in ihrem Glauben an Gott geprägt sind und sie alle selbst im Angesicht von Angst und Verfolgung täglich eine neue Entscheidung für die Liebe treffen und dann immer wieder feststellen, dass ihre Last leichter wird und sie in Gott Ruhe finden.
Am Anfang des Gottesdienstes erhielten alle Besucher einen Kieselstein als Symbol für die Lasten und Sorgen, die wir alle täglich mit uns tragen.
Diese Steine durften nun alle vor Gott ablegen. "Gott schenkt uns Ruhe".
Nach einem gemeinsam gesprochenen Vater Unser und dem abschließenden Segen endete eine wundervolle Andacht!
Natürlich gab es im Anschluss auch wieder viele verschiedene landestypische Köstlichkeiten und dabei gute und anregende Gespräche. Unser Weltgebetstag war sehr gut besucht, die Änderung auf Sonntag-Vormittag hat sich bewährt.
Ein großes Dankeschön an alle, die diesen Gottesdienst und das anschließende Beisammensein zu einem interessanten, manchmal auch bedrückenden, vor allem aber fröhlichen Vormittag gestaltet haben.