Der Weg für den Neubau von 18 Wohnungen auf dem Gelände der früheren Lackfabrik in der Weinbergstraße ist jetzt frei. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter übergab dafür einen Förderbescheid über 3,5 Millionen Euro.
Geplant sind zwölf Zwei-Zimmer-, vier Drei-Zimmer- und zwei Vier-Zimmer-Wohnungen mit insgesamt 1.137 Quadratmetern Wohnfläche. Durch die staatliche Förderung können die Mieten auf bis zu 5,10 Euro pro Quadratmeter begrenzt werden. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf rund 4,7 Millionen Euro.
Damit haben sich die intensiven Bemühungen der Marktgemeinde, diesen Schandfleck zu beräumen, gelohnt. Das Gelände der früheren Lackfabrik konnte in einem Zwangsversteigerungsverfahren von der Marktgemeinde erworben werden. Nach entsprechender Beprobung konnte 2020 der Abbruch durchgeführt werden. Möglich war die Maßnahme nur dank der 90prozentigen Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung. Bürgermeister Bernd Rebhan, der das Projekt seit Jahren vorangetrieben hat, spricht von einem wichtigen Schritt für die Ortsentwicklung. Unterstützung kam unter anderem vom Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner sowie von Landrat Klaus Löffler.
Als Bauträger fungiert die Oberfränkische Baugenossenschaft unter Leitung von Uwe Döring. 2023 erwarb die Baugenossenschaft das beräumte Grundstück und reichte zuletzt den Bauantrag ein, der bereits genehmigt ist. Mit dem Förderbescheid kann nun das neue Wohnbauprojekt gestartet werden. Alle Beteiligten werten das Vorhaben als gelungenes Beispiel für die Umwandlung einer Industriebrache in dringend benötigten, bezahlbaren Wohnraum im Landkreis Kronach.