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Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Küps
Ausgabe 6/2026
Schulnachrichten
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Grund- und Mittelschule Küps

Berufsbildung – ein Profil der Mittelschule

Die Auswahl an Berufen ist riesig – aber welcher ist der Richtige? Um den Schülerinnen und Schülern möglichst viele Informationen über dieses wichtige Thema zu geben, ist der Besuch der Kronacher Ausbildungsmesse fast schon Pflichtprogramm. Die jährlich im September stattfindende Messe wird von allen Mittelschulen des Landkreises rege besucht.

Aber in diesem Jahr gab es noch ein zusätzliches Highlight für unsere Klassen. Die große Berufsbildungsmesse in Nürnberg, die nur alle drei Jahre stattfindet, lud wieder ein, in die Messehallen zu kommen. Dank des 365-Tage-Tickets des VGN ist sowas kein Problem mehr. Für die Schülerinnen und Schüler entstanden so keinerlei Fahrtkosten und der Messeeintritt war auch kostenlos. Der Bahnhof in Küps war überfüllt mit Küpser Jugendlichen der Klassen 7-10, die sich mit ihren Klassenlehrern auf den Weg nach Nürnberg machten.

Vor Ort wurde ein eindrucksvolles Programm geboten. In den riesigen Ausstellungshallen gab es neben kleineren Informationsständen viele Mitmachstationen. Besonders beeindruckend waren die großen Maschinen und Fahrzeuge, die zum Beispiel von der Polizei oder der Bundeswehr ausgestellt wurden. Viele Firmen luden auch zum Ausprobieren ein, besonders das Baugewerbe. Die Dachdecker und Gerüstbauer zogen hauptsächlich männliche Besucher an. Bei den Süßwarenherstellern und den Fachschulen aus dem sozialen Bereich waren die Mädchen zu finden. Viele bekannte Geschäfte waren auch vertreten, zum Beispiel dm und Aldi. Auch hier erkundigten sich die Jugendlichen interessiert. Mit prall gefüllten Taschen voller Informationsmaterial, ging es danach noch in die Nürnberger Innenstadt.

Schulfasching

Pokemon, Cowgirls, Piraten, Prinzessinnen und viele andere schöne und kreative Kostüme eroberten zur Faschingszeit die Schule in Küps. Über 90 Kinder der Klassen 1-4 folgten der Einladung des Elternbeirates mit viel Freude zur großen Faschingsparty. Die Schulfamilie mit Rektor Michael Schnappauf und vertreten durch Klassenleiterin Michaela Müller stand der gesamten Aktion sehr offen gegenüber und organisierte gerne mit.

Unter unserem Motto „Jedes Kind gewinnt“ starteten alle Kinder an 6 Spielstationen: Vom Eierlauf über Kegeln, das „Flascheneinfädelspiel“ bis hin zu Ballspielen war mal wieder viel geboten. In bunten Kostümen und mit viel guter Laune ging es anschließend in die geschmückte Turnhalle wo DJ Benny mit verschieden Songs auf die Kinder wartete. Alle haben viel getanzt, gelacht und auch gespielt. Für das leibliche Wohl wurde wieder bestens gesorgt - hier konnten die Kinder sich das reichhaltige Buffet schmecken lassen. Am Ende waren sich alle einig: Ein toller Nachmittag, rundum gelungen. Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer/innen und Spender/innen. Allem voran unserem Elternbeirat Sandra Reuter und Jutta Neubauer mit Team für die Organisation.

Abschlussklassen auf den Spuren der Vergangenheit

Die Klassen 9 und VK1 machten sich auf, um einen tieferen Einblick in die Geschichte Deutschlands zu bekommen. Mit dem Bus ging es Richtung München, zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Dachau. Dank der Unterstützung durch den Elternbeirat und den Förderverein und einem Zuschuss vom Freistaat Bayern, konnten die Fahrtkosten für die Schülerinnen und Schüler sehr niedrig gehalten werden.

Für die beiden Klassen wurden im Vorfeld Führungen durch das Gelände des ehemaligen KZs gebucht, da man nur mit fachkundigen Erklärungen wirklich verstehen kann, was damals geschehen ist. Natürlich wurde das Thema im Unterricht vorher ausführlich behandelt, aber dies geschah nur theoretisch mit Texten und Bildern. Sich das alles vor Ort anzuschauen, war zwar einerseits bedrückend, andererseits aber auch sehr interessant. Die Erklärungen der Gymnasiallehrer, die uns durch das Lagergefängnis, über den Appellplatz, in eine nachgebaute Baracke und schließlich zum Krematorium brachten, zeigten allen, warum so etwas nie wieder passieren darf.

Die Führungen sind für bayerische Schulklassen kostenlos, aber zum Dank erhielten die beiden Gruppenführer einen kleinen Gruß aus unserer Heimat in Form von Lauensteiner Pralinen. Um uns für die fast vierstündige Heimreise zu stärken, gab es noch einen Stopp im Olympia-Einkaufszentrum, bevor es dann um 17 Uhr auf die Autobahn Richtung Norden ging.

VK1 unterwegs in den Norden

Die VK 1 machte sich mit dem Zug auf den Weg nach Steinbach am Wald, um die Glasindustrie näher kennen zu lernen. Direkt vor den Toren des größten Arbeitsgebers im Landkreis Kronach wurden wir von einem Mitarbeiter der Firma Wiegand-Glas empfangen. Nach einem interessanten Vortrag des Werkstudenten Daniel Kunz über das Unternehmen, die Bedeutung des Altglases und die Glasherstellung wurden noch die Ausbildungsberufe kurz vorgestellt. Alle waren überrascht, dass 18 verschiedene Berufe im Angebot waren und auch viele, die mit der Glasherstellung an sich nichts zu tun haben, z. B. KfZ-Mechatroniker.

Danach wurden alle mit der nötigen Sicherheitsausrüstung für den Betriebsrundgang vorbereitet: gelbe Warnweste, Ohrstöpsel und – als Highlight – das allseits beliebte Haarnetz. Der Sicherheitsbeauftrage Alexander Schröppel, der dann die Besichtigung auch durchführte, machte nochmals eindringlich auf die hohen Temperaturen des Glases aufmerksam. Er empfahl, die teilweise 600 °C heißen Flaschen auch nicht testweise kurz zu berühren. Außerdem warnte er vor selbstfahrenden Flurförderzeugen, denen man nicht unbedingt im Weg stehen sollte.

Spätestens beim Besuch der Wanne, war jedem klar, dass mit den Temperaturen nicht übertrieben wurde und alle waren froh, als der Rundgang in kühleren Bereichen fortgesetzt wurde. Dort konnte man dann noch sehen, wie die Flaschen auf Paletten für den Transport vorbereitet wurden.

Der krönende Abschluss war der Besuch des Showrooms. Die Jugendlichen staunten nicht schlecht, wie viele verschiedene Größen, Modelle und Farbtöne man bei Flaschen auswählen kann. Nachdem auch das Erkennungszeichen der Flaschen von Wiegand-Glas gezeigt wurde – der Buchstabe „W“ in einem Kreis – war die Hausaufgabe übers Wochenende klar: Findet in eurem Haushalt eine Flasche von Wiegand-Glas. Da laut Aussage von Herrn Kunz jede 3. Flasche aus dem Hause Wiegand kommt, sollte das ja kein Problem darstellen. Über das Engagement der Klassenlehrerin Sabine Söllner freute sich besonders Rektor Michael Schnappauf, dem die Kooperation mit der örtlichen Wirtschaft eine Herzensangelegenheit ist.