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Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Küps
Ausgabe 9/2026
Schulnachrichten
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Grund- und Mittelschule Küps

Handwerk "entlang des Schulwegs" erleben und ausprobieren

Schüler der Grund- und Mittelschule Küps erkunden im Rahmen eines "Handwerkertags" die heimischen Firmen. Es geht um Einblicke und Kontakte, Zukunftsperspektiven und vielleicht ganz unbekannte Stärken. Denn die Praxis kam nicht zu kurz.

Die Schreinerei, die Porzellanfabrik oder das Küchenstudio: Viele der Achtklässler der Grund- und Mittelschule Küps laufen auf ihrem Schulweg oder in ihrer Freizeit an den Hallen und Geschäften der Betriebe vorbei. Zum "Handwerkertag" der Schule öffneten fünf Betriebe ihre Türen und boten den Mädchen und Jungen echte Einblicke in den Arbeitsalltag dort sowie Ausbildungsmöglichkeiten. Jedes Kind konnte im Vorfeld ein oder zwei Angebote auswählen. So entstanden Kleingruppen, die mit den Mitarbeitenden vor Ort gut ins Gespräch kamen. Denn: Die Neugierde und das Interesse der Schüler waren groß.

Neben dem Küchenstudio Findeiß, SFT Transporte und Baufirma Mühlherr, die schon seit mehreren Jahren Teil des "Handwerkertags" sind, war zum ersten Mal auch die Schreinerei Forner Teil des Programms. "Wir freuen uns dabei zu sein und den Schülern zeigen zu können, was unser Handwerk ausmacht und wie Möbel entstehen", verrät Inhaberin Ulrike Forner. Bei einer Führung durch die hauseigene Ausstellung erhielten die Schüler einen ersten Eindruck über die Endprodukte. In der Werkstatt dagegen ging es zunächst um die "Basis": das Stück Holz. Über verschiedene Holzarten, Verarbeitungsmöglichkeiten und Besonderheiten ging es schließlich "an die Maschine". Hier nahm das Holz für das Schülerprojekt, einen schicken Tablet-Halter, Gestalt an. Das Endergebnis, das die Schüler mit nach Hause nehmen durften, gefiel allen.

 

 

Nur ein paar Häuser weiter in der Lindner Porzellanfabrik schnupperte eine andere Schülergruppe in scheinbar vergangene Zeiten hinein - und doch auch nicht. Zwischen all den Tassen, Vasen und Dekorationsfiguren mit kunstvollen, edlen Verzierungen finden sich auch moderne Stücke. "Wir verkaufen in die ganze Welt", verrät Inhaber Walter Gossel, der das Geschäft gemeinsam mit seinem Vater führt. Viele Menschen arbeiten hier Hand in Hand - vom Eingießen der Form über das Brennen im Ofen bis hin zur kunstvollen Bemalung, um nur einige Prozesse zu nennen. Als Walter Gossel eine Tasse mit voller Wucht auf ein Regal aufschlägt, halten viele Schüler die Luft an... doch alles bleibt heil. Auch bei der inoffiziellen Berufsbezeichnung "Porzelliner" schmunzeln sie.

Während der Führung über das weitläufige Gelände der Porzellanfabrik erfuhr die Gruppe mit Lehrkraft Gabriele Czurda auch viel über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Branche, etwa als Industriekeramiker oder als Glas- und Porzellanmaler.

 

 

"Wir bedanken uns bei allen Firmen, die mitgemacht haben und so den Schülern echte Einblicke in verschiedene Handwerksbereiche ermöglicht haben, von Firmen, die vielleicht entlang ihres Schulwegs liegen", so Schulleiter Michael Schnappauf, der bei allen Firmen mal vorbeischaute. "So sind Kontakte entstanden und vielleicht auch Zukunftsperspektiven in Form der ein oder anderen Ausbildungsmöglichkeit."

(Bericht: Corinna Tübel)