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Mitteilungsblatt Markt Lehrberg
Ausgabe 4/2026
Aus dem Landkreis Ansbach
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Aus dem Landkreis Ansbach

Eine Dachbegrünung gibt es beispielsweise auf dem Erweiterungsbau des Gymnasium Dinkelsbühl. Ab sofort kann man online prüfen, ob sich das eigene Gebäude für eine Dachbegrünung eignet.

Der Arberger Fernsehturm war einer der Lieblingsorte in der ersten Auflage von „Heimat sehen". Das Regionalmanagement am Landratsamt Ansbach setzt die erfolgreiche Kampagne nun fort.

Landkreis Ansbach startet Gründachportal

Der Landkreis Ansbach erweitert sein digitales Serviceangebot im Bereich Klimaschutz: Ab sofort steht Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen ein neues Gründachportal unter www.gruendach-landkreis-ansbach.de zur Verfügung. Hier können Interessierte schnell und unkompliziert prüfen, ob sich ihr Gebäude für eine Dachbegrünung eignet.

Das Portal ermöglicht eine einfache und fundierte Ersteinschätzung der Eignung von Dachflächen für eine Begrünung. Dabei werden zentrale Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Verschattung und Dachneigung berücksichtigt. Mit nur einem Klick erhalten Nutzerinnen und Nutzer eine erste Orientierung, ob ihr Dach grundsätzlich für eine Begrünung infrage kommt. Das Portal stellt damit ein niederschwelliges und praxisnahes Instrument dar, um den Klimaschutz auf lokaler Ebene gezielt zu unterstützen und voranzubringen. Es ersetzt jedoch keine individuelle Beratung durch Fachplaner oder Statiker.

Dachbegrünungen bieten eine Vielzahl an Vorteilen für Umwelt, Gebäude und Lebensqualität. Sie wirken wie eine natürliche Klimaanlage, indem sie Hitze in Verdunstungskälte umwandeln: Während sich herkömmliche Kiesdächer auf bis zu 80 °C aufheizen können, bleiben begrünte Dächer mit etwa 25 bis 30 °C deutlich kühler und tragen so aktiv zur Reduzierung der Raumtemperaturen bei. Gleichzeitig mindern sie den sogenannten Wärmeinsel-Effekt in Siedlungsgebieten. Darüber hinaus verbessern sie die Luftqualität, indem Pflanzen bis zu 10 bis 20 Prozent des Feinstaubs binden und Schadstoffe aus der Luft sowie aus dem Regenwasser filtern. Durch die Photosynthese wird CO₂ in Sauerstoff umgewandelt, was einen direkten Beitrag zum Klimaschutz leistet. Die zusätzliche Dämmwirkung eines Gründachs senkt zudem den Energiebedarf von Gebäuden und reduziert damit auch den CO₂-Ausstoß beim Heizen.

Neben diesen ökologischen Effekten schaffen Gründächer wertvolle Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer und fördern so die Biodiversität. Gleichzeitig schützen sie die Dachabdichtung vor UV-Strahlung, Hagel und extremen Temperaturschwankungen, wodurch sich die Lebensdauer der Dachhaut häufig deutlich verlängert – in vielen Fällen auf bis zu 40 Jahre. Auch der Schallschutz wird verbessert. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Wassermanagement: Gründächer wirken wie ein Schwamm, speichern je nach Ausführung 50 bis 90 Prozent des Jahresniederschlags und entlasten so die Kanalisation bei Starkregenereignissen. Nicht zuletzt trägt der Blick ins Grüne zu mehr Wohlbefinden und einer höheren Aufenthaltsqualität bei.

Zur Unterstützung bei der Nutzung des neuen Angebots bietet der Landkreis Ansbach am Montag, den 27. April 2026, von 17:30 bis 18:30 Uhr einen kostenfreien Online-Workshop an. Dort erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die Anwendung des Portals sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den eigenen Gründach-Check. Eine Anmeldung ist über www.landkreis-ansbach.de (Stichwort „Gründach") oder telefonisch unter 0981 468-1030 möglich. Angemeldete Personen erhalten im Anschluss einen Einwahllink.

Das Gründachportal ist ein Projekt des Regionalmanagements des Landkreises Ansbach in Kooperation mit dem Klimaschutzmanagement des Landkreises Ansbach. Mit dem neuen Portal wird ein weiterer wichtiger Impuls für eine klimaresiliente und zukunftsfähige Entwicklung der Region gesetzt.

 

 

„Heimat sehen" geht in die zweite Runde

Das Regionalmanagement des Landkreises Ansbach setzt seine erfolgreiche Kampagne „Heimat sehen" fort: Mit „Heimat sehen 2.0" sind Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen und Vereine erneut aufgerufen, ihre persönlichen Lieblingsorte im Landkreis einzureichen. Bereits die erste Ausgabe der Aktion war ein voller Erfolg. Zahlreiche Einsendungen aus der Bevölkerung machten deutlich, wie reich der Landkreis an besonderen Plätzen ist – von beeindruckenden Landschaften über kulturelle Highlights bis hin zu ganz persönlichen Rückzugsorten. Eine Auswahl dieser Beiträge wurde in der Broschüre „Heimat sehen im Landkreis Ansbach #Lieblingsorte" gebündelt, die auch online abrufbar ist und die Vielfalt der Region eindrucksvoll widerspiegelt. Alle Interessierten sind eingeladen, ihren persönlichen Lieblingsort bis zum 31. Mai 2026 einzureichen. Begleitet wird die Kampagne auch über die Social-Media-Kanäle des Landkreises, auf denen regelmäßig neue Orte, Geschichten und Eindrücke vorgestellt werden. Weitere Informationen, die Broschüre sowie den Teilnahme-Steckbrief finden Interessierte online auf der Website des Landkreises Ansbach www.landkreis-ansbach.de unter dem Suchbegriff „Heimat sehen".

 

Alle Verwaltungsgemeinschaften bitten wir, diese Mail an ihre Gemeinden weiterzuleiten.