Der See am Ortsrand von Dippach (Markt Maroldsweisach) gehört zum malerischen Ortsbild wie die Burgruine. Besser: gehörte. Bis sich ein Biber dort ansiedelte und Höhlen baute, sodass das Wasser des Sees in den nördlich gelegenen „Dippacher Grundgraben“ abfloss. Seitdem ist der See mit Grün zugewuchert, wovon sich der Bauausschuss am Mittwoch bei einem Ortstermin ein Bild machte.
Laut dem Dippacher Gemeinderat Steffen Beiersdorfer wünschen sich die Bewohnerinnen und Bewohner von Dippach den rund 4000 Quadratmeter großen See zurück, zumal er auch als Löschweiher dient. Der See wird durch einen Zulauf von einem nahegelegenen Bach mit Wasser gespeist. Bauhofmitarbeiter haben immer wieder die vom Biber gebauten Löcher und Höhlen geschlossen, waren letztendlich jedoch machtlos. Ein Ausbaggern des Sees taxierte Bürgermeisterin Heidi Müller-Gärtner auf rund 75.000 Euro um den See danach wieder befüllen zu können. Zuvor müsse jedoch die Biber-Problematik gelöst sein. Die Gemeinde stellte bereits einen Antrag auf „Entnahme“ des Bibers beim Landratsamt, der bislang jedoch nicht beantwortet worden sei. Das Gremium entschied den See zu mulchen, was mit Kosten in Höhe von rund 2.000 Euro verbunden sei.
Bei einem weiteren Ortstermin besichtigte der Ausschuss mehrere leerstehende Häuser – darunter eine ehemalige Bäckerei - und eine Scheune in Hafenpreppach, die die Gemeinde erworben hat, weil es interessierte Investoren gab. Ursprünglich war zumindest ein Teilabriss der Altbauten geplant, die laut dem Landratsamt jedoch unter den Denkmalschutz fallen. Eine Abrissgenehmigung wurde daher nicht erteilt, zumal die Häuser ortsbildprägend seien und unter den Ensembleschutz fallen. In Zusammenarbeit mit dem ALE (Amt für Ländliche Entwicklung) will die Gemeinde an einem Teilabriss festhalten, um dort Platz für Neubauten zu schaffen. Es fanden bereits erste Gespräche mit dem ALE statt. Ziel sei es offene Fragen zu klären und weitere Schritte einzuleiten, sagte die Rathauschefin.
Auch den Baufortschritt im Kindergartenanbau in Maroldsweisach begutachtete das Gremium. Dort sollen in Kürze die Fenster eingebaut werden. Eine Eröffnung ist im Januar 2027 geplant. Der Anbau bietet Platz für 36 Krippenkinder. Die Plätze sind bereits weitgehend ausgebucht. Die Kosten betragen rund drei Millionen Euro, die mit 1,5 Millionen Euro gefördert werden.