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Zeilberg-Echo
Ausgabe 20/2021
Nachrichten anderer Stellen und Behörden
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Unternehmen gefragter denn je

Der Landkreis Haßberge führt zum zweiten Mal eine Unternehmensbefragung durch. Über 2.000 Betriebe haben bereits Post vom Landratsamt erhalten.

„Wir wollen keine statistischen Zahlen produzieren, sondern lieber Informationen abfragen, mit denen wir anschließend auch arbeiten können“. Dieses Zitat von Landrat Schneider drückt recht deutlich aus, wobei es ihm und seinem Wirtschaftsförderer Michael Brehm bei der Unternehmensbefragung 2021 geht. Schon einmal, nämlich 2017 hatte das Amt sich an die heimischen Betriebe gewandt und neben „betrieblichen Stammdaten“ (Firmenbezeichnung, Anschrift, Kontaktdaten, Produktbereiche usw.) vor allem abgefragt, wie es beispielsweise mit der Internetverbindung aussieht. Zum damaligen Zeitpunkt spielte dieses Thema eine große Rolle, die Versorgung war schlecht. Mit den Umfrageergebnissen konnten Landratsamt und Gemeinden dann noch einige Versorgungslücken schließen. Zeitlos scheint der Bedarf an qualifizierten Fach- und Arbeitskräften zu sein. Deswegen widmet sich ein Teil der Fragen erneut diesem Thema. Völlig neu hingegen ist das Interesse des Landkreises, wenn es z.B. um die Frage nach Nachhaltigkeit und erneuerbarer Energieversorgung geht.

„Der Vorteil unserer Art der Unternehmensbefragung liegt darin, dass wir anschließend gruppen- oder interessensspezifisch, aber auch völlig individuell auf die Bedürfnisse und Belange der teilnehmenden Unternehmen eingehen können“, meint Wirtschaftsförderer Michael Brehm. Zum Beispiel erfährt er dann nicht nur, wie viele Betriebe Auszubildende suchen, sondern auch welche Betriebe. Deswegen wird die Unternehmensbefragung zwar datenschutzkonform, aber in nicht anonymisierter Form durchgeführt. Das Unternehmen hat natürlich die Auswahlmöglichkeit, die Antworten in Papierform an das Landratsamt zurück zu schicken, oder gleich online am Computer auszufüllen. „Je vollständiger, desto besser“ gilt nicht nur für die Zahl der rückmeldenden Betriebe, sondern auch für die Antworten selbst.

Dass am Ende tatsächlich nachgefragte, auf die Unternehmensbedürfnisse angepasste Angebote herauskommen, zeigen z.B. das Technologietransferzentrum am Haßfurter Berufsschulstandort, die Qualifizierungsmaßnahmen „Unternehmen.Führen.Digital.“ oder das Jobentdecker-Programm. Auch die Versorgung mit aktuellen Informationen rund um Corona sind zum großen Teil auf die Unternehmensbefragung 2017 zurückzuführen.

Landrat Wilhelm Schneider und sein Wirtschaftsförderer hoffen natürlich auf eine rege Beteiligung aus der Unternehmerschaft. „Neben den 2.000 Betrieben, die wir auf postalischem Weg erreicht haben, gibt es natürlich zahlreiche weitere Betriebe im Landkreis“, meint Brehm. Da sich die Befragung generell an alle Betriebe im Kreis richtet, können Fragebögen jederzeit noch in der Stabsstelle Kreisentwicklung am Landratsamt telefonisch (09521/27-650) oder per E-Mail an info@wirtschaftraum-hassberge.de angefordert werden. Zusätzlich können sich Unternehmen (ausdrücklich auch landwirtschaftliche Betriebe und Freiberufler) im Branchenverzeichnis des Wirtschaftsportals unter http://login.wirtschaftsraum-hassberge.de registrieren. Nach der Registrierung erhalten sie die notwendigen Unterlagen per Post oder E-Mail zugesandt.