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Zeilberg-Echo
Ausgabe 21/2024
Aus dem Rathaus
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Unsere diesjährige Wiedervereinigungsfeier am 03. Oktober an der Grenze Hellingen / Allertshausen

Unser 1. Bürgermeister Wolfram Thein bei seiner Ansprache

von links nach rechts: Landrat Wilhelm Schneider, Bürgermeister Christopher Other, Bürgermeister Wolfram Thein und der Beigeordnete des Landkreises Hildburghausen, David Wiedemann

Die Miniballons, die mit einer Funksteuerung bedient werden.

So wie im vergangenen Jahr wurde die Entscheidung getroffen, die Feierlichkeit der Wiedervereinigungsfeier direkt an der ehemaligen Grenze abzuhalten.

Rund 150 Menschen sind der Einladung gefolgt und waren auch am 2. Dezember 1989 an derselben Stelle, als sich die Grenze zwischen den beiden Orten öffnete und sich die Menschen aus Ost und West weinend in den Armen lagen.

Bei der Andacht drückte Herr Pfarrer Popp-Posekardt seinen Dank aus, dass diese „unmenschliche Grenze“ gefallen sei. „Wir sind hier, um dieses Geschenk Gottes zu feiern“ erläuterte er.

Er ließ anschließend das Lied „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen aus dem Jahr 1987 über den Lautsprecher erklingen, dass zwei Jahre später untrennbar mit dem Mauerfall verbunden war. Freiheit sei auch wieder ein großes Thema, so der Pfarrer. „Die Freiheit mündet in Verantwortung für mich und meine Mitmenschen“, betonte er. „Wir sind so frei und wollen das Feiern nicht versäumen“ schloss er seine Predigt.

Unser 1. Bürgermeister Wolfram Thein erinnert daran, dass die Riether Musikanten die Veranstaltung musikalisch umrahmten und bereits vor 34 Jahren die damalige Einheitsfeier begleiteten. Bereits zum vierten Mal fand die Einheitsfeier nun am „Ort des Geschehens“ statt. Seit 34 Jahren lebe man nun bereits in Freiheit mitten in Europa. Deutschland ist vielfältiger und unterschiedlicher geworden durch die Migration. Dies sei ein „Ausdruck von Freiheit, die unser Land ausmacht“, erwähnte er. Vieles werde schlecht geredet. „Wir sollten dankbar sein, mit demokratischen Werten im Frieden zu leben“.

Heldburg`s Bürgermeister, Christopher Other, blickte in seiner Ansprache auf den „magischen Herbst 1989“ zurück, der mit den Montagsdemonstrationen begann und in der Grenzöffnung mündete. Die Partnerschaft der Gemeinden Maroldsweisach und Heldburg bezeichnete er als ein „Musterbeispiel des Zusammenwachsens“.

Für die Verpflegung bei der Einheitsfeier hatten wieder die Freiwilligen Feuerwehren der beiden Partnergemeinden gesorgt.