Von Helmut Will
Maroldsweisach – Eine Vielzahl an Themen stand auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung in Maroldsweisach. Ein Thema war die zunehmende Katzenpopulation in mehreren Ortsteilen.
Wie Thein ausführte, stellten insbesondere Todtenweisach, Maroldsweisach, Hafenpreppach und Allertshausen sogenannte Populations-Zentren dar. „Katzen sind dort offensichtlich ein Problem“, sagte der Bürgermeister. In Abstimmung mit dem Landratsamt sehe man sich daher gezwungen, Katzenschutzverordnungen zu erlassen. Auf Nachfrage betonte Thein, dass dabei klar zwischen herrenlosen und besitzenden Tieren unterschieden werde. Herrenlose Katzen sollen eingefangen und in Tierheime gebracht werden. Zudem spiele die Sterilisation eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich müssten Katzenhalter die Kosten selbst tragen, in bestimmten Fällen könne sich jedoch auch die Gemeinde beteiligen. Voraussetzung hierfür sei allerdings zunächst der Erlass einer entsprechenden Verordnung.
Geklärt werden konnte zudem eine Anfrage von Ortssprecher Sven Scheidler: Ein Weg in Gückelhirn sei, wie vom Bürgermeister bestätigt, ein Privatweg. Abgeschlossen ist nun endgültig die Flurbereinigung Altenstein. Diese Information gab Bürgermeister Thein dem Gemeinderat offiziell bekannt. Im Zusammenhang mit dem Kommunalen Denkmalschutzkonzept (KDK) berichtete Thein von bereits erfolgten Besprechungen mit dem Amt für Denkmalschutz für den Ort Hafenpreppach. Dabei gehe es insbesondere um Fragen der Nachnutzung denkmalgeschützter Bausubstanz. Der Gemeinderat werde zu gegebener Zeit weiter informiert. Diskutiert wurde auch die Wasserversorgung im Bereich Gresselgrund. Dort verfügen einzelne Anwesen noch über eine Eigenwasserversorgung. Die Frage, ob ein Anschluss an die zentrale Wasserversorgung der Gemeinfelder Gruppe möglich sei, wurde aufgeworfen. Laut Bürgermeister seien hierzu noch Beratungen notwendig, insbesondere im Hinblick auf die anteilige Kostenübernahme. Eine Entscheidung solle bis Ende Januar fallen. Am Schützenhaus in Dürrenried stehen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an, unter anderem an der Heizung und den sanitären Anlagen. Wie Thein betonte, hätten die Dürrenrieder Schützen Eigenleistungen zugesagt. „Alles sieht sehr positiv aus“, so der Bürgermeister. Die Sanierung bedeute einen deutlichen Mehrwert für das Vereinsheim und liege damit auch im Interesse der Gemeinde. Darüber hinaus wies Thein auf ein neues kulinarisches Angebot hin: Auf dem Parkplatz des ehemaligen Saggassermarktes werden jeden Freitag griechische Spezialitäten angeboten.
Als Bereicherung für Maroldsweisach bezeichnete der Bürgermeister auch die Neueröffnung des Sportstudios „ZIO-Sports“ an der Zeilbergstraße. Er rief die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, das Angebot rege zu nutzen. Das Studio ist an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr, also 24 Stunden täglich, geöffnet. Konkrete Zahlen nannte Thein bei den Bauvergaben für das Freibad Altenstein. Vergeben wurden Natur- und Betonwerksteinarbeiten in Höhe von 127.145 Euro, Estricharbeiten für 6.995 Euro, Fliesen- und Plattenarbeiten für 76.144 Euro sowie Trockenbauarbeiten für 24.859 Euro. Im Kindergartenbereich gibt es aufgrund zahlreicher Anmeldungen derzeit Platzprobleme. Dennoch habe man eine Lösung gefunden, sodass keine Kinder abgewiesen werden müssten, erklärte der Bürgermeister. Zum Abschluss der Sitzung erkundigte sich Gemeinderätin Ramona Schrapel (FWG) nach dem Wassereintritt in der Mittelschule Maroldsweisach. Bürgermeister Wolfram Thein und Gemeinderat Dieter Hepp (CSU) erläuterten, dass Blitzeis auf dem Dach dazu geführt habe, dass Abläufe zugefroren waren und das Wasser nicht ablaufen konnte. Die Feuerwehr habe jedoch kurzfristig Abhilfe geschaffen.