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Zeilberg-Echo
Ausgabe 34/2019
Ferienprogramm
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Kinder erleben Erdgeschichte auf dem Zeilberg

Die Hälfte der Strecke ist geschafft, aber alle Kinder sind noch voller Tatendrang.

Maroldsweisach: Das Ferienprogramm des CSU Ortsverbandes Maroldsweisach stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Wanderung um den Zeilberg“.

In diesem Jahr ging es beim Ferienprogramm des CSU Ortsverbandes Maroldsweisach nicht wie sonst in den Wald bei Birkenfeld, sondern auf eine Exkursion rund um den Zeilberg.

Fünfzehn Kinder, darunter der Kleinste im Kinderbuggy trafen sich auf dem Zeilberg beim Parkplatz Tierhotel. Die Stammbetreuer, Rupert Fichtner, Melanie Gräbner und Ludwig Biener, sowie die stellvertretenden Ortsvorsitzende und Maroldsweisacher Bürgermeisterkandidatin der CSU, Heidi Müller-Gärtner und zwei Elternteile brachen mit den Kindern auf, um den Zeilberg zu umrunden und etwas über die Entstehungsgeschichte des Zeilbergs zu erfahren.

Als Anreiz für die Aufmerksamkeit der Kinder hatte Heidi Müller-Gärtner für jedes Kind einen Laufzettel erstellt, auf dem an jeder Station mit wechselnden Stempeln bescheinigt wurde, dass auch jeder kindliche Teilnehmer alles geschafft hat und sich die Belohnungen zwischendurch und am Ende auch verdient hat.

Beim ersten Halt am „Summstein“ wurde als erstes der Zeilberg und seine Entstehung vorgestellt. Rupert Fichtner erzählte den Kindern, dass der Zeilberg ein 463 Meter über dem Meeresspiegel, im Naturpark Haßberge liegender Vulkankegel ist, der vor 16 Millionen Jahren aus einem feuerspeienden Vulkan entstand. Die erkaltete Lava wird nun schon seit 1895 auf der Maroldsweisacher Seite von der Bayerischen Basaltstein AG abgebaut und seit 1900 auf der Voccawinder Seite von der Bayerischen Hartstein AG. Jährlich werden etwa 800 000 Tonnen Basalt abgebaut.

Dann durfte jeder einmal den „Summstein“ ausprobieren. Die Verstärkung des Tones und die erzeugten Vibrationen lösten viel Heiterkeit bei den Kindern aus. Jeder durfte sich bei Heidi den ersten Stempel abholen.

Weiter ging es zum „Uhu“. Hier konnte Rupert aus seinem großen Erfahrungsschatz als Förster erzählen und Alle hörten aufmerksam zu. Der zweite Stempel konnte abgeholt werden.

Die dritte Station ist zweigeteilt. Zum einen hat man hervorragende Sicht in den Steinbruch und auf die verschiedenen Gesteinsschichten und zum anderen ist dort die Station der „singenden Rohre“. Hier erzeugt der Wind, je nach dem Durchmesser der Rohre, verschieden hohe Töne. Der dritte Stempel war fällig und ein Griff in die Süßigkeiten Box, um die Energie wieder aufzufrischen.

Am „Brecher“ wurde den Kindern erklärt, wie das Gestein abgesprengt, auf die riesigen Lkws verladen und in den „Brecher“ gefüllt wird. Die Steine werden nun vorgebrochen und mit einem langen Förderband zum Werk transportiert, wo sie weiter verarbeitet werden, bis sie in verschiedenen Körnungsgrößen von den Endnutzern abgeholt werden. Nun durfte sich jedes Kind den nächsten Stempel abholen.

An der Schutzhütte war Halbzeit. Nach dem stempeln der Karte und einer Stärkung mit einem Knoppers Riegel und einen tiefen Griff in die Süßigkeiten Box, wurde geklettert und getobt. Die zugeführte Energie musste ja schließlich wieder verbraucht werden.

An der sogenannten „Abraumhalde“ konnte sich Jeder, auch die Erwachsenen im Zielwerfen von Steinen beweisen. Man erkannte ganz schnell, dass das gar nicht so einfach ist, einen Stein durch ein kleines Loch zu werfen. Es machte aber Allen mächtigen Spaß. Jeder Stein, der durch die Öffnung geworfen wurde, wurde bejubelt. Der nächste Stempel war fällig.

An der nächsten Station, bei den Spechten, konnte jedes Kind die Spechte klopfen lassen und Rupert erzählte über die Vögel des Waldes. Wieder ein Stempel in die Karte.

Dann ging es zu den klingenden Steinen. Man versuchte, zumindest einmal „alle meine Entchen“ zu spielen und stellte fest, dass die Steine wieder einmal gestimmt werden müssten, da sie ziemlich schiefe Töne von sich geben. Der vorletzte Stempel wurde bei Heidi abgeholt.

Die nächste Station der Zeilbergumrundung war das „Zeilberg Kino“. Vom Kreuz aus habt man einen herrlichen Blick ins Weisachtal und die dahinter liegenden Haßberge und auf der anderen Seite den Blick in den gesamten Steinbruch. Schautafeln verdeutlichen noch einmal die Entstehung des Zeilbergs. Heidi orderte hier schon einmal beim Biergarten die „Pommes“ und die Getränke für die hungrige Meute. Jeder durfte sich noch einmal für die letzten Meter bis zur „Futterkrippe“ mit einem Griff in die Süßigkeiten Box stärken.

An den Schautafeln „Basalt und Abbau“ wurde noch einmal kräftig gehämmert und geklettert. Die Bilder, wie früher der Basalt abgebaut wurde und die Erzählungen der Erwachsenen wurden bei den Kindern mit Erstaunen aufgenommen. Nun gab es den letzten Stempel und alle Kinder konnten Stolz auf ihre Laufleistung und das Erlebte zurück blicken.

Dann ging es in den Biergarten, wo die „Pommes“ schon schön frisch und knusprig auf die hungrigen Wanderer warteten. Nach der Stärkung mit Speis, Trank und Süßigkeiten wurde noch einmal das Gelände erkundet und ausgiebig gespielt, bis die Eltern ihre Sprösslinge wieder einsammelten. Alle waren einhellig der Meinung, dass das ein sehr gelungener Nachmittag gewesen sei und man freute sich schon auf das nächste Jahr und das Ferienprogram von Maroldsweisach.