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Zeilberg-Echo
Ausgabe 44/2017
Aus dem Rathaus
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Gemeinderatssitzung Maroldsweisach

Bei einer Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Maroldsweisach am 14.09.17, nahm das Gremium mit Bürgermeister Wolfram Thein (5. von rechts) die neue Zufahrt zum Baugebiet „Bleichäcker“ in Augenschein. Links von dieser soll nun ein Einkaufsmarkt und rechts davon eine Tankstelle entstehen. Foto: Helmut Will

Von Helmut Will

Gewerbegebiet „Bleichäcker“

Die Marktgemeinde hat ein Gewerbegebiet „Bleichäcker“ ausgewiesen. Die Einfahrt zu diesem wurde im Zuge des Ausbaus der B 279 zwischen Maroldsweisach und Ermershausen bereits angelegt. Nun wird es konkreter. Weichen für eine Tankstelle und einen Einkaufsmarkt sind gestellt, wie Marco Bauer, Leiter der Niederlassung in Berlin von dem Unternehmen Bechtolsheim Real Estate mit Hauptsitz in Düsseldorf dem Gremium dar legte.

Seit dem Jahr 2016 beschäftigt sich nach den Worten Bauers seine Firma mit dem Projekt Gewerbegebiet Bleichäcker. „Dieses Vorhaben nimmt viel Zeit in Anspruch aber jetzt sind wir auf einem guten Weg“, sagte er. Der Entwurfsplan sei soweit fertig und man könne überlegen frühzeitig im Jahr 2018 den Bauantrag zu stellen. Mit Mietern der geplanten Tankstelle, die rechts der Zufahrt zum Gewerbegebiet entstehen soll und dem Markt, der links der Einfahrt geplant ist, könne man vermutlich bis Ende des Jahres entsprechende Verträge abschließen, da man sich hier in konkreten Verhandlungen befände. Bis wann könne dort getankt werden, wollte Gemeinderätin Heidi Müller-Gärnter (JCU) wissen. Das könne noch etwa bis Ende nächsten Jahres dauern, so Marco Bauer. Diese Zeitspanne kam 2. Bürgermeister Harald Deringer (CSU) etwas lange vor, habe doch die Gemeinde schon viel mit dem Landratsamt Haßberge abgesprochen und den Weg bereitet. Auch Gemeinderätin Doreen Büschel (JB) möchte das es schneller geht und fragte, ob die Gemeinde nicht die Möglichkeit habe alles etwas zu Beschleunigen. Der Leiter der Marktverwaltung, Renè Schäd wie auch Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) sahen kein Versäumnis der Gemeinde, was sich auf die Realisierung des Projektes auswirken könnte. „Wir haben schnell gearbeitet aber durch die erforderlichen Stellungnahmen vieler Behörden ist eine Verzögerung vorhanden“, sagte Schäd. Marco Bauer merkte an, dass immer noch etwas dazwischen kommen könne, so zum Beispiel Einwände die von irgendeiner Seite erhoben werden könnten. „Ja die Bürokratie“, sagte Gemeinderat Herbert Baum (SPD) der wissen wollte welche Verkaufsfläche für den Markt vorgesehen ist. „Wir waren bei 800 Quadratmetern aber es geht auf Wunsch des künftigen Betreibers auf 1000 hinaus“, sagte Marco Bauer. Mit Nebenflächen wären es 1250 Quadratmeter. In der Vorplanung habe man mit einigen Marktanbietern zusammengearbeitet, sagte Bauer weiter. Insgesamt habe seine Firma bisher 8.800 Quadratmeter gekauft, auch im Hinblick auf Parkplätze, was die Frage von Gemeinderat Nikolaus Schober (FW) war. Auf Frage von Gemeinderat Stefan Böhm ((JCU) sagte Bauer, dass wohl eine Tankstelle mit Automaten komme ohne Einkaufsshop. Bürgermeister Wolfram Thein fasste zusammen: „Wir haben im Vorfeld mit Hochdruck gearbeitet und alles getan was an Vorleistungen erforderlich war.“

Beantragung der Städtebauförderung für Maroldsweisach als Gesamtmaßnahme

Ein Beschluss zum Antrag auf Aufnahme in die Städtebauförderung für Maroldsweisach war zu fassen. Um die Ortsmitte von Maroldsweisach städtebaulich aufzuwerten bzw. zu erneuern sei die Aufnahme in die Städtebauförderung nötig, sagte Bürgermeister Thein. Deshalb wäre für die Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) die Festlegung eines Untersuchungsgebietes bzw. Sanierungsgebietes erforderlich, was durch Planungsbüro durchgeführt werden sollte. „Danach ist es z.B. möglich, öffentliche Plätze bzw. Gebäude zu sanieren bzw. herzustellen. Außerdem können danach Privatmaßnahmen zur Modernisierung bzw. Instandsetzung wie Hoftore, Dächer, Fassaden etc. gefördert werden“ erläuterte der Bürgermeister. Nach Genehmigung über die Aufnahme in die Städtebauförderung (Frühjahr 2018) werde durch Beschluss des Gemeinderates der Umfang des Gebietes festgelegt. Einzelheiten hierzu könnten jedoch erst nach der Aufnahme in die Städtebauförderung bzw. Genehmigung durch die Oberste Baubehörde erfolgen. „Wir haben bereits Kontakt mit der Regierung von Unterfranken aufgenommen um in die Städtebauförderung zu kommen“, erläuterte der Bürgermeister. Auf Vorhalt von Gemeinderätin Heidi Müller-Gärnter sagte er, dass zunächst von dieser Maßnahme der Kernortbereich von Maroldsweisach betroffen wäre. Gemeinderätin Melanie Gräbner (CSU) war es wichtig herauszustellen, dass auch private Anwesen zur gegebenen Zeit hiervon profitieren können. Das Gremium beschloss einstimmig die Aufnahme in die Städtebauförderung zu beantragen und ermächtigte die Verwaltung ein geeignetes Planungsbüro zu beauftragen, die die Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes mit vorbereitender Untersuchung für Maroldsweisach erstellt.

Einleitung eines Entwidmungsverfahrens für einen beschränkt öffentlichen Weg in Todtenweisach

Einstimmig beschloss der Gemeinderat ein Verfahren für die Einziehung eines beschränkt öffentlichen Fußweges zur Bundesstraße B 279 in Todtenweisach, Flurnummer 526, einzuleiten. Der Grundstückseigentümer hatte beantragt den Fußweg, der über sein privates Grundstück verläuft, zu entwidmen, da dieser nicht mehr genutzt werde. Ein Umweg um das Grundstück sei ohne Probleme möglich. Ortssprecher Johannes Bätz aus Todtenweisach verwies auf einen Hydranten, der sich am besagten Fußweg befinden soll. Geschäftsleiter Renè Schäd sagte dazu, dass der Weg zu diesem rechtlich gesichert wäre.

Resolution gegen die geplante Stromtrasse mit Endpunkt Bergrheinfeld/Grafenrheinfeld

Breiten Raum nahm die Diskussion über die Resolution gegen die geplante Stromtrasse mit Endpunkt Grafenrheinfeld ein. „Die Gemeinde hat hierzu schon eine Stellungnahme abgegeben, aber nichts desto trotz, sollte auch der Gemeinderat diese verabschieden“, sagte Bürgermeister Thein. Obwohl es noch nicht sicher sei das diese Trasse benötigt oder gebaut wird, sollte man dem entgegen wirken. Alternativen hierzu würden geprüft, so Thein. Die Trasse laufe insgesamt entlang der B 303 und es sei an eine 380 kv-Wechstromleitung mit 80 Meter hohen Masten gedacht. Die Landkreise Coburg, Haßfurt und Schweinfurt wehren sich gegen diese mögliche Trassenführung. „Irgendwo muss der Strom ja herkommen und wenn es nötig sei die Stromversorgung aufrecht zu erhalten, müsse die Trasse auch gebaut werden können, wir wollen alle Strom“, befand Gemeinderat Herbert Baum. Gemeinderätin Heidi Müller-Gärtner war der Meinung, dass die Gemeinde Maroldsweisach in dieser Angelegenheit bisher zu wenig „Biss“ zeigte und sie die Sorgen betroffener Anlieger an der möglichen Trasse verstehen könne, weil niemand so recht wisse, was passieren könne. „Wir müssen unseren Bürgern sagen was wirklich Sache ist“, forderte sie vehement, was Gemeinderat Stefan Böhm unterstützte und eine Infoveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger anregte. Gemeinderat Günter Freß (FW) sieht einen zu großen Eingriff in die Natur die entstehen würde und sprach sich für die Ertüchtigung bisheriger Trassen aus. Bürgermeister Wolfram Thein zeigte Alternativen zur geplanten Trasse an einer Karte auf. Schließlich wurde bei der Gegenstimme von Gemeinderat Herbert Baum beschlossen, sich der Resolution des Landkreises Haßberge gegen die Trasse anzuschließen.

Bauantrag

hier: Lagerschuppen für gartenübliche Gebrauchsgegenstände, GT Ditterswind, Christoph-Böhm-Weg 2

Das gemeindliche Einvernehmen wurde dem Bauantrag zur Errichtung eines Lagerschuppens für gartenübliche Gebrauchsgegenstände in Ditterswind, Christoph-Böhm-Weg 2, erteilt. Einige Befreiungen sind nötig, die von Geschäftsleiter Renè Schäd erörtert wurden.