Pfarrweisach. An vier Abenden im März präsentierte die Theatergruppe Pfarrweisach die Komödie „Der Heiler vom Weisachtal", basierend auf dem Original „Der Heiler von Wintersheim" von Bernd Kietzke. Das Publikum erlebte kurzweilige Abende im Pfarrsaal. Viele Zuschauer fühlten sich an eigene Arztbesuche erinnert – wenn auch der Praxisalltag von Dr. Johann Bacchus (Christian Kempf) jede Vorstellungskraft sprengte.
Mit Menschenkenntnis und Bauernschläue „behandelt" Dr. Bacchus seine Patienten und gilt weit über die Dorfgrenzen hinaus als „Heiler vom Weisachtal". Seine unkonventionellen Methoden, guter Wein und Hausmannskost, scheinen zu wirken: Seit Jahren hat angeblich kein Pfarrweisacher mehr ein Krankenhaus von innen gesehen. Das ruft Krankenkassen und Ärztekammer auf den Plan. Kontrolleur Hans Werthmann (Tobias Barthelmann) soll den Landarzt prüfen – unterschiedliche Auffassungen von Heilkunde prallen aufeinander.
Doch das Praxisteam hält zusammen. Sprechstundenhilfe Lore Ley (Margarita Birke) organisiert das kreative Chaos, unterstützt von Lebemann und Ex-Schauspieler Eberhard „Ebby" Kühlmann (Maximilian Beringer). Putzfrau Ambrosia Teufel (Barbara Mildenberger) mischt mit klaren Worten überall mit. Die Bauerstochter Chantal Bollermann (Kerstin Heusinger), ihr Bruder Bodo (Thorsten Hufnagel) und Vater Schorsch (Wilfried Autsch) sorgen ebenso für Wirbel wie Dauerpatientin Wilma Öfter (Sonja Kaffer), deren Eheprobleme für peinlich-komische Szenen sorgen.
Bürgermeisterin Minna Moritz (Petra Markert-Autsch) verfolgt derweil ihr großes Ziel: Pfarrweisach soll Kurort werden. Ob ihr Sohn Max (Felix Kuhn) dabei Hilfe oder Hindernis ist, bleibt fraglich. Zusätzliche Spannung bringt Privatdetektivin Lisa Groß (Annika Lurz), die einen Lauschangriff auf Arzt, Team und Patienten startet. Am Ende lösen sich alle Verwicklungen humorvoll auf, und das Publikum bedankt sich mit lang anhaltendem Applaus. Elisabeth Birke-Feist fungierte als Souffleuse, Regie führte Barbara Mildenberger.