Vorstand Josef Nagele (r.) mit Stefan Kattari bei der „Hüterin des Moores“
Die traditionelle Blumenwanderung vom Förderverein der Bergwacht Grassau fand in diesem Jahr als Moorwanderung in der Kendlmühlfilzn statt. Unter der Führung von Dipl.-Biologe Stefan Kattari ging es vom Klaushäusl aus entlang des Moorerlebnisweges zur im vergangenen Jahr platzierten Skulptur „Hüterin des Moores“ von der Künstlerin Monika Stein.
Dabei konnten die Teilnehmer einige interessante Informationen erhalten, so erklärte Kattari bspw., dass der Name „Klaushäusl“ von einer Engstelle, einer Klause, vor hunderten von Jahren herrührt, die es damals an dieser Stelle gab. Dass man in der freien Natur, wobei man den Begriff Natur nach seinen Worten unterschiedlich definieren kann, mittlerweile Nussbäume mittlerer Größe finden kann, liegt wohl am Klimawandel, wie er vermutet. Weiter berichtete er vom Torfabbau und den letztlich wirtschaftlichen Gründen dafür. Wie er außerdem anschaulich darlegte, könnte nach seinen Worten ein Sonnentau, umgerechnet auf menschliche Dimensionen, einen Reisebus an der Decke halten.
Am Ende der etwa zweistündigen Wanderung ging keiner der Teilnehmer nach Hause, ohne etwas Neues erfahren zu haben. Der Förderverein der Bergwacht Grassau bedankt sich ganz herzlich bei Stefan Kattari, der immer wieder gerne unentgeltlich diesen Termin anbietet und damit die Bergwacht Grassau unterstützt. (gbs)