Den Springfrosch wird es freuen, Gelbbauchunke und Kröte ebenso: Es geht um die Pflege des sogenannten Froschweihers in Marquartstein, der natürlich nicht nur Lebensraum für quakende Amphibien ist.
Ziel war es, den Lebensraum für Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche zu sichern und zu verbessern. Für Revierleiterin Petra Demmel ist das Biotop ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt im Achental. „Wir haben die Uferbereiche freigeschnitten, neue Laichplätze angelegt und Verlandungspflanzen entfernt. Um dem Wasser an mehr Licht und Wärme zu ermöglich, haben wir einige Bäume entfernt.“ Andere Elemente wie Totholz, Steinhaufen und Übergänge zum Sumpfwald blieben erhalten: Sie schaffen Struktur und damit Lebensräume.
Besonders profitieren die Gelbbauchunke und der Kammmolch, deren Bestände in Bayern bedroht sind. Auch Springfrosch, Laubfrosch und andere Tiergemeinschaften kleinerer Gewässer finden hier bessere Lebensbedingungen.
Unterstützung kam von unseren Naturschutzspezialisten und der Fachstelle für Waldnaturschutz Oberbayern der Bayerischen Forstverwaltung. Dieses Team wird auch zusammenarbeiten, wenn die nächsten Projekte in die Umsetzung gehen: „Wir legen im Mittermoos, im Sossauer Filz und am Tennboden neue Biotope an. Amphibien brauchen Rückzugsorte und einen möglichst vielfältigen Lebensraum. Und den schaffen und pflegen wir.“