Bei der Jahreshauptversammlung hielt Vorstand Andreas Strobl einen Rückblick und erläuterte die gute Gesamtsituation in der Genossenschaft. Das Verbissgutachten bescheinigte einen sehr guten Zustand, heuer steht wieder das Vegetationsgutachten an. Es wurden zwei Versammlungen und eine Vorstandssitzung abgehalten.
Kassier Anton Drexl konnte ein ausgeglichenes Jahresergebnis mitteilen. Derzeit gibt es 512 Mitglieder mit einer Gesamtfläche von 928 Hektar, davon 755 Hektar jagdbar. Bis jetzt haben 43 Mitglieder den Jagdschilling 2015 bis 2020 abgerufen. Anton Drexl erklärte, dass es sich hier um eine Bringschuld handelt, das heißt, die Genossen müssen sich melden und ihre Forderungen angeben. Die nächste Auszahlung ist nach der Versammlung im Februar 2026 geplant, dabei werden die neuen Daten aus dem aktuellsten Katasterauszug vom Bayerischen Bauernverband verwendet. Sollten sich bis dahin die Ausgaben nicht erheblich erhöht haben, ist geplant, den Auszahlungsbetrag von zirka 20 Euro auf zirka 30 Euro pro Hektar zu erhöhen.
Jagdpächter Hannes Höglauer konnte ebenfalls von einem guten Ergebnis berichten, die Vorgaben bei Rehen wurden mit 25 Abschüssen erfüllt, beim Rotwild wurde ein Hirsch geschossen (Vorgabe 5), erlegt wurden 27 Füchse und 16 Dachse, 17 Enten, 2 Marder und damit der Plan erfüllt. Es gab auch eine Genehmigung für 13 Biber in Marquartstein, erfüllt wurden acht. Der Jagdpächter berichtete weiter, dass Krähen schwer zu erlegen sind, geschossen wurden fünf. Die Schwerpunktbejagung beim Rehwild liegt immer noch im Bereich Donau, hier gibt es einen erheblichen Zuzug im Winter vom Berg. Für die Jagd sind Hochsitze notwendig, die im guten Einvernehmen mit den Grundstückseigentümern platziert werden.
Hannes Höglauer berichtete von der gemeinsamen Entenjagd mit Schleching im Januar und im Februar waren die Genossen gemeinsam mit Schleching und Staudach zur Fuchsnacht. Außerdem wurde mit den Schülern der zweiten und dritten Klasse ein Jagdunterricht abgehalten, der sehr gut angenommen wurde. Die Schüler konnten sich unter anderem Fährten ansehen und einen Fuchs- und einen Dachsbau.
Weiter wies der Jagdpächter darauf hin, dass durch die höhere Bejagung von Fuchs und Dachs wieder mehr Hasen auftreten und dadurch die Hasenseuche möglich sei, er bat um Mitteilung, wenn diese bemerkt werde.
Zum Schluss bedankte sich Johannes Höglauer für die gute Zusammenarbeit mit den Jägern und der Vorstandschaft. Andreas Strobl dankte dem Jagdpächter für sein Engagement. (wun)