von links: Karl-Heinz Götz, Tereza Götz und Mark Schäfer von der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen zeigen Herz: Gemeinsam halten sie ihren Organspendeausweis in den Händen – als Zeichen für Verantwortung und Menschlichkeit.
Wir sind Mark Schäfer (44), Tereza Götz (39) und Karl-Heinz Götz (68) von der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen. Wir engagieren uns ehrenamtlich, um anderen Menschen zu helfen – im Einsatz, aber auch darüber hinaus. Deshalb haben wir uns entschieden, einen Organspendeausweis auszufüllen.
Mark:
Für mich war die Entscheidung schnell klar. Als Feuerwehrmann weiß ich, wie schnell sich im Leben alles ändern kann. Wenn ich schon zu Lebzeiten bereit bin, Menschen in Not beizustehen, warum sollte das mit meinem letzten Atemzug aufhören? Der Gedanke, vielleicht jemandem nach meinem Tod ein Weiterleben zu ermöglichen, gibt mir ein gutes Gefühl. Ich sehe das als Teil meines Verantwortungsbewusstseins – gegenüber der Gemeinschaft.
Tereza:
Meinen ersten Organspendeausweis mussten meine Eltern unterschreiben, weil ich noch nicht volljährig war. Schon in jungen Jahren bin ich dem Thema begegnet: Sowohl mit glücklichem Ausgang, als auch mit der Erkenntnis, dass es hätte anders ausgehen können, hätte es einen passenden Spender gegeben.
Mir wurde bewusst, dass meine Liebsten und auch ich vielleicht einmal eine zweite Chance benötigen. Ich habe mir also die Frage gestellt: Darf ich selbst auf Organe hoffen, wenn ich nicht auch bereit bin, selbst zu spenden? „Wie du mir, so ich dir.“ - ich finde, dieser Gedanke wird in unserer Gesellschaft noch zu wenig gelebt. Für mich. Für alle. Gemeinsam miteinander. Gemeinsam füreinander.
Karl-Heinz:
Nach über 50 Jahren in der Feuerwehr weiß ich, wie wertvoll jedes Leben ist. Ich habe viele Schicksale gesehen. Die Vorstellung, dass mein Körper vielleicht noch einmal helfen kann, wenn ich selbst nicht mehr da bin, berührt mich sehr. Für mich ist das eine letzte Form der Kameradschaft – im größten Sinne des Wortes.
Wir möchten mit unserem Beispiel Mut machen, über Organspende zu sprechen. Jede Entscheidung zählt – und kann Leben retten.
Weitere Informationen unter www.organspende-info.de