Das Bauamt hat 2020 für die Silbermühlbrücke in Dieterskirchen die „große“ Brückenprüfung, die alle 6 Jahre fällig ist, beim TÜV Süd Industrie Service GmbH in München in Auftrag gegeben.
Ergebnis der Brückenprüfung war, dass die Zustandsnote für das Gesamtbauwerk eine Note 3,0 bekommen hat, was heißt, dass der Brückenzustand nicht ausreichend ist (Seite 51 Gutachten TÜV Süd). „An Überbau, Kappen inkl. Schrammbord, Fahrbelag mit Abdichtung sowie am Geländer sind kurzfristige Maßnahmen erforderlich“, da auch die Verkehrssicherheit in diesem Zustand nicht gegeben war.
Die Kosten für die Maßnahme wurden vom TÜV Süd auf 185.000–250.000 € netto inkl. Nebenleistungen ermittelt (Seite 65 Gutachten TÜV Süd).
Es wurde beschlossen, die Silbermühlbrücke in einen verkehrstauglichen Zustand zu versetzen.
Ursprünglich war geplant, dass die Brückentafel abgebrochen wird und im Widerlager Bohrpfähle eingebracht werden sollten, worauf die Brückentafel gesetzt werden sollte.
Das beauftragte Ingenieurbüro Posel aus Cham, der zuständige Statiker, der hinzugezogene Geologe und der später beauftragte Prüfstatiker haben dann, nach Prüfung der vorliegenden Tatsachen, keine Freigabe für diese Ausführung gegeben, da keiner der Fachplaner eine rechtssichere Aussage treffen konnte.
Den daraufhin entstandenen Entwurf hat dann Herr Dipl.-Ing. Michael Haala vom Ing.-Büro Posel aus Cham in der öffentlichen Sitzung am 21.11.2024 vorgestellt. Der Entwurf beinhaltete den Abbruch der Brückentafel und den Abbruch der Widerlager. Dies wurde einstimmig vom Gemeinderat beschlossen.
Es folgte dann die Ausschreibung der Bauarbeiten für die Brücke und die Firma Franz Wilhelm aus Neunburg vorm Wald hat dann den Zuschlag erhalten. Die angebotene Auftragssumme betrug 499.403,37 € brutto.
Die Bauarbeiten sollten laut Ausschreibung am 02.05.2025 beginnen und am 31.10.2025 beendet werden.
Die Firma Wilhelm hat am 13.05.2025 mit den Arbeiten begonnen. Die Abbrucharbeiten gingen ohne große Zwischenfälle vonstatten. Die durch die Firma Wilhelm beauftragte Bohrfirma Gollwitzer aus Floß konnte dann, nach einer Woche Verspätung, mit den Bohrungen beginnen. Es wurden auf jeder Seite 6 Bohrpfähle hergestellt.
Nachdem die Bohrpfähle errichtet worden sind, wurde mit dem Widerlager an der Nordseite begonnen. Die Bauarbeiten sind dann zügig fortgeführt worden.
Als dann das Brückenbauwerk kurz vor der Beendigung stand, wurde durch den Prüfstatiker die Ausführung des Geländers (GEL 3 aus der ZTV Ing.) nicht freigegeben, sondern er forderte die Ausführung des Geländers nach GEL 4, was Umplanungsarbeiten bedeutete. Dadurch kam es natürlich zu einer Verzögerung der Fertigstellung des Brückenbauwerks.
Leider konnte dann die Brücke nicht für den Verkehr freigegeben werden, was erst mit der Montage des Brückengeländers am 16./17. Februar 2026 geschehen ist.
Die reinen Baukosten für die Baumaßnahme „Erneuerung der Silbermühlbrücke“ belaufen sich somit auf 543.873,77 € brutto.
Abschließend ist zu erwähnen, dass das Ingenieurbüro Posel sowie die ausführende Firma Franz Wilhelm mit den Subunternehmern eine gute Arbeit, trotz der verlängerten Bauzeit, abgeliefert haben.
Ein Lob gilt natürlich auch den direkten Anliegern und den Weislitzern für ihre Geduld.
Die veranschlagten Kosten wurden minimal überschritten, was auf der Tatsache beruht, dass die Fahrbahn nördlich bis zur Einfahrt zur Silbermühle und der dazugehörige Kreuzungsbereich neu asphaltiert worden ist, sowie ein hochwertigeres Geländer erforderlich war.
Die Einweihung findet am 01.05.2026 um 11:00 Uhr bei der Silbermühle statt.