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sBlättle der Gemeinde Haldenwang
Ausgabe 8/2026
Aus dem Rathaus
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Haldenwang startet in die kommunale Wärmeplanung

Gemeinde beauftragt eza! - Kommune, Bürger und Unternehmen profitieren von Planungssicherheit

Wie heizen wir in Zukunft? Viele Bürgerinnen und Bürger stellen sich diese Frage und würden gerne von Öl oder Gas auf erneuerbare Energien umstellen. Aber welche Möglichkeiten gibt es und was passt am besten zum jeweiligen Gebäude? Eine wichtige Entscheidungshilfe bietet dabei die kommunale Wärmeplanung, die laut Gesetzgeber bis spätestens Mitte 2028 in allen Gemeinden erstellt werden muss. Die Gemeinde Haldenwang hat sich frühzeitig um das Thema gekümmert und jetzt beschlossen, in Zusammenarbeit mit dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) eine Strategie für eine klimafreundliche und nachhaltige Wärmeversorgung im Gemeindegebiet zu entwickeln.

Ziel der Wärmeplanung ist es, zu ermitteln, wie und mit welcher Wärmequelle sich künftig die Haushalte, die kommunalen Liegenschaften und die Gewerbebetriebe in den verschiedenen Gemeindegebieten am kostengünstigsten und effizientesten mit Wärme versorgen lassen. „Das kann der Bau oder die Erweiterung eines Wärmenetzes sein, muss es aber nicht“, erklärt eza!-Geschäftsführer Martin Sambale. In der Potenzialanalyse werden auch sinnvolle dezentrale Lösungen aufgezeigt - z.B. für jene Gemeindegebiete, in denen der Anschluss in absehbarer Zeit nicht möglich oder sinnvoll sein wird. „Alle Bürger und ortsansässigen Unternehmen profitieren damit von der kommunalen Wärmeplanung“, betont Bürgermeister Martin Fackler. „Sie erhalten Planungssicherheit, welche Optionen für die Wärmeversorgung im jeweiligen Fall in Frage kommen und sinnvoll sind.“

Basis der kommunalen Wärmeplanung sind dabei die Gebäude- und Heizungsdaten für die Gemeinde Haldenwang, die aus unterschiedlichen Datenbanken erhoben und anschließend von den eza!-Fachleuten analysiert werden. Aus dieser Analyse werden Empfehlungen abgeleitet, welche Möglichkeiten es für den Einsatz von erneuerbaren Energien in den einzelnen Gebieten gibt. „Es geht darum, die aktuelle Heizsituation der Gebäude mit dem tatsächlichen Potenzial abzugleichen - etwa wie viel Holz überhaupt noch zusätzlich und nachhaltig genutzt werden kann“, erklärt Sambale. Zudem entwickeln die Gemeinden und das eza!-Team Umsetzungsstrategien für jene Ziele, die sich aus der kommunalen Wärmeplanung ergeben. „Die kommunalen Wärmeplanung ist für uns ein ganz wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu einer klimafreundlichen und kostengünstigen Wärmeerzeugung“, so Bürgermeister Martin Fackler.