Pater Gabriel-Anton Ferent zelebrierte die Florianimesse am Gedenktag des Schutzheiligen der Feuerwehr und segnete die Feuerwehr-aktiven für ihren Dienst.
Die Freiwillige Feuerwehr Nußdorf beging auch in diesem Jahr am 4. Mai, dem Tag ihres Schutzheiligen Florian, mit einem Gottesdienst in der Nußdorfer Pfarrkirche St. Laurentius das Gedenken an die verstorbenen Mitglieder.
Pater Gabriel-Anton Ferent, hob zu Beginn der Feier hervor, dass der Heilige Florian für die Feuerwehr mehr sei als eine Figur an der Hauswand oder ein Name in Geschichtsbüchern. Florian war Soldat und trug Verantwortung. Als die Christen verfolgt wurden, hätte er wegschauen können, um seine Karriere und sein Leben zu retten. Florian aber tat das Gegenteil: Er ging dorthin, wo es gefährlich war, um seinen Mitmenschen zu helfen. Der Einsatz für den Nächsten, verbindet die Feuerwehren mit dem Schutzheiligen. „Wenn in Nußdorf die Sirene geht, laufen die Menschen weg von den Gefahren. Die Feuerwehr aber steigt in die Fahrzeuge und fahren dorthin, wo Menschen in Not oder von Feuer bedroht sind.“ Das koste Überwindung, Zeit und Kraft. Mit dem Einsatz für Andere und weil die Feuerwehrler nicht weglaufen, beginnt Zivilcourage.
Der Heilige Florian löschte keine Brände, aber er stellte sich gegen das Feuer des Hasses und der Ungerechtigkeit, so der Seelsorger. Florian blieb seiner Überzeugung treu, auch als es ihm das Leben kostete. Auch die Feuerwehrler stehen für Werte ein. „Feuerwehr – das ist eine Gemeinschaft, die auf Verlässlichkeit und Wahrheit gründet. Ihr helft Menschen, unabhängig davon, wer sie sind. Das ist gelebte Nächstenliebe in reinster Form“, lobte der Seelsorger.
„Florian zeigt uns, dass Christsein kein bequemer Weg ist. Es bedeutet, hinzuschauen wo Hilfe gebraucht wird. Es bedeutet füreinander da zu sein, manchmal gegen den Strom zu schwimmen und Verantwortung zu tragen.“ Das Gedenken und die Feier am Namenstag des Schutzheiligen der Feuerwehr lehre uns, dass wir als gläubige Feuerwehrdienstleistende keine Angst haben müssen, weder im Einsatz noch im Alltag. Und es fordere auf, wachsam zu bleiben für die Not der Menschen, um uns herum.
Am Ende des Gottesdienstes dankte Pater Gabriel-Anton den Freiwilligen der Feuerwehr für ihren Dienst, die Zeit und den Mut, den sie einbringen. Er sprach den Segen und bat darum, dass der Heilige Florian die Feuerwehrleute bei jedem Einsatz beschützen möge, sie gesund nach Hause zurückkehren und im Herzen offen bleiben für die Mitmenschen. pv.