Teil der Jugendleistungsprüfung sind Knoten und Stiche. Anna-Maria Ragaller (rechts) und Theresa Steiner zeigten wie ein Mastwurf mit Halbschlag am Strahlrohr angelegt wird.
Das Zusammenkuppeln einer zweiteiligen Saugleitung ist eine der zehn Stationen der Jugendleistungsprüfung.
Auch eine 90 Meter lange Leitung aus sechs C-Druckschläuchen musste innerhalb eines Zeitlimits zusammen gekuppelt werden, hier Johannes Roppert (links) und Martin Schönhuber bei der Prüfung.
Am Sauganschluss einer Tragkraftspritze musste von den jugendlichen Prüflingen, hier Lisa Linnemann, ein Mastwurf angelegt werden.
Sechs Mädchen und fünf Buben der Nußdorfer Feuerwehr mit Jugendleistungsspange belohnt
Erfolg für sechs Mädchen und fünf Buben der Jugendfeuerwehr Nußdorf: Die Anwärter legten die Jugendleistungsprüfung ab und alle elf bestanden den ersten bedeutenden Feuerwehrleistungstest mit Bravour. Dafür wurden Katja Linnemann, Laura Linnemann und Lisa Linnemann, Miriam Niederbuchner, Anna-Maria Ragaller, Theresa Steiner sowie Moritz Höllthaler, Jakob Schmid, Kilian Rächl, Johannes Roppert und Martin Schönhuber mit der Jugendleistungsspange belohnt.
Auf zehn Stationen zeigten die Jugendlichen an praktischen Übungen und in der Theorie ihr Können und Wissen. Der Zielwurf mit der Feuerwehrleine, das Zusammenkuppeln von 90 Meter C-Schlauch innerhalb eines Zeitlimits, das Auswerfen eines doppelt gerollten C-Schlauches innerhalb eines Korridors, das Kuppeln von Saugschläuchen sowie das Zuordnen von Ausrüstungsgegenständen waren Bestandteile der Prüfung. Zudem mussten die Anwärter in nur 40 Sekunden einen Brustknoten knüpfen und in nur zehn Sekunden einen Mastwurf am Sauganschluss einer Tragkraftspritze anlegen. Auch war bei der abschließenden schriftlichen Prüfung ein Fragenbogen auszufüllen.
Kreisbrandinspektor Martin Schupfner lobte die durchwegs guten Prüfungsergebnisse und gratulierte den Feuerwehranwärtern zum Erfolg. Zwar wurden ein paar Fehler gemacht, doch keiner der Jugendlichen sei auch nur annähernd an die Fehlerhöchstzahl von 35 herangerückt, betonte Schupfner. „Die Jugendleistungsprüfung ist keineswegs ein Pappenstiel, die schüttelt man nicht so einfach aus dem Ärmel,“ machte der Kreisbrandinspektor deutlich. Vielmehr sei die Jugendprüfung ein erster und sehr wichtiger Schritt und bilde die Grundlage für jede weitere Feuerwehrausbildung, so Schupfner.
Kommandant Sebastian Schauer dankte vor allem Mathias Mayer, der die Jugendlichen ausgebildet und auf die Leistungsprüfung vorbereitet hatte. Ebenso würdigte er Jugendwart Thomas Huber für die umfangreiche Begleitung der jungen Anwärter. Besonders stolz sei Schauer darüber, dass erstmals mehr Mädchen als Buben der Jugendgruppe angehören und ausnahmslos alle die Leistungsprüfung bestanden haben. Ein Novum ist auch, dass mit den Zwillingen Lisa und Laura Linnemann und der älteren Katja drei Geschwister dabei waren. Schauer bat die Jugendlichen der Feuerwehr die Treue zu halten und den Weg in die aktive Mannschaft kontinuierlich zu beschreiten.
Die Prüfung wurde von den Schiedsrichtern Martin Schupfner, Stefan Reichelt, Konrad Unterstein und Alois Wimmer kritisch beäugt, doch fand das Quartett nur wenig Grund den Rotstift anzusetzen und Fehlerpunkte zu notieren. pv.
Alle Fotos: Volk