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Nußdorfer Nachrichten
Ausgabe 5/2026
Vereine und Verbände
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Bürgerliste Nußdorf (BL)

Die Bürgerliste setzt sich für eine familienfreundliche Gemeinde und ein soziales Miteinander ein. In den nächsten Jahren steht die Kommune vor der Herausforderung, die fünf großen Projekte Turn- und Mehrzweckhalle, altes Schulhaus, Kindergarten, Feuerwehrhaus und Rathaus anzugehen. Diesem Investitionsstau will die Bürgerliste gemeinsam mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Max Eder begegnen. Dabei sind die zentralen Kriterien die Finanzierbarkeit und der nachhaltige Gewinn für die Bürger. Eine hohe Priorität hat der Bau einer Turn- und Mehrzweckhalle. Neben diesen fünf großen Projekten, die die Infrastruktur betreffen, hat die Bürgerliste ein offenes Ohr für die Menschen, die in der Gemeinde Nußdorf leben. Sie setzt sich für eine Weiterentwicklung als familienfreundliche und soziale Gemeinde ein. Dies zeigt sie mit einem Team aus Frauen und Männern als GemeinderatskandidatInnen, die eine Vielzahl an persönlichen Kompetenzen mitbringen.

Anfang Februar lud die Bürgerliste zu ihrem Informationsabend ein, der darauf zielte, die Bürger und ihre Belange in den Blick zu nehmen. Eine große Zahl interessierter Gemeindemitglieder folgte der Einladung der Bürgerliste. Elena Großkopf, Referentin des Abends, präsentierte in ihrem Impulsvortrag „Nachbarschaftshilfe – ein Gewinn für Alt und Jung“ das erfolgreiche Konzept ihrer Gemeinde. Frau Großkopf berichtete aus eigener Erfahrung. In ihrer Heimatgemeinde im Landkreis Regensburg baute sie im Auftrag der Kommune und mit Unterstützung von Fördergeldern des bayerischen Sozialministeriums eine Nachbarschaftshilfe auf. Entscheidend sei es, in jedem Ortsteil eine ehrenamtliche Ansprechperson zu gewinnen, die die Menschen kennt und erreicht. Niedrigschwellige Angebote wie ein regelmäßiger Busdienst, der Fahrten in die Nachbarstadt ermöglicht, seien besonders erfolgreich. Solche Angebote geben Hilfsbedürftigen Sicherheit und fördern die Selbstständigkeit – etwa für Einkäufe, Arztbesuche oder soziale Kontakte.

Die kommunale Organisation der Nachbarschaftshilfe schafft Vertrauen: Bekannte Personen und klare Strukturen erleichtern die Annahme von Hilfe. Steht die Kommune hinter dem Projekt, so greifen die kommunalen Versicherungen. Das ist ein großer Vorteil, wenn neue Ideen realisiert werden sollen. In Mintraching entstanden so generationsübergreifende Initiativen wie die „Mini-Kinder “ -Betreuung, bei der Familien sich gegenseitig unterstützen, oder eine Ausbildung zu Demenzbetreuern, die pflegende Angehörige stundenweise entlasten.

Großkopf betonte, dass Nachbarschaftshilfe Begegnungen ermöglicht, Sinn stiftet und Einsamkeit vorbeugt. Wichtige Erfolgsfaktoren seien der politische Wille, eine hauptamtliche Koordinationsstelle, klare Regeln, Öffentlichkeitsarbeit und ein schrittweiser Aufbau – vor allem aber Menschen, die mitmachen.

Im zweiten Teil des Abends stellte Max Eder, Bürgermeisterkandidat der Bürgerliste, seine Visionen vor. Als langjähriges Gemeinderatsmitglied und Vorsitzender im Rechnungsprüfungsausschuss habe er maßgeblich zur Transparenz der Gemeindefinanzen beigetragen. Für anstehende Investitionen sei dies essenziell. Die „großen Fünf“ der Gemeinde können nicht innerhalb der nächsten Legislaturperiode final umgesetzt werden, sie müssen jedoch auf den Weg gebracht werden, so dass Prioritäten erarbeitet werden und Transparenz entsteht. So wird Eder mit seinem Team einen Fahrplan für die kurz-, mittel- und langfristige Entwicklung der Gemeinde aufstellen. Eder setzt auf die Nutzung der individuellen Kompetenzen der Gemeinderatsmitglieder, etwa bei kurzfristigen Entscheidungen zu Maschinen für den Bauhof. Eine lebenswerte Gemeinde brauche Begegnungsstätten für alle Generationen – von Spielplätzen bis zur neuen Turnhalle. Er unterstrich seine Tatkraft, sein offenes Ohr für die Bürger und seinen Fokus auf eine konstruktive, demokratische Gemeindepolitik.

Im Anschluss stellten sich die GemeinderatskandidatInnen der Bürgerliste vor und die Anwesenden nutzen die Gelegenheit, mit Max Eder und seinem Team ins Gespräch zu kommen.

Christiane Drescher