Bei einer Informationsveranstaltung der Gruppierung „Wir – Zukunft – Gemeinde“ (WZG) informierte Zweiter Bürgermeister Gerhard Mittermaier unter anderem darüber, wie es mit Kindergarten, Schule, Turnhalle und Feuerwehrhaus in der Gemeinde weitergehen soll. Auch gab er Informationen über den Sachstand bezüglich des Abrisses des ehemaligen Gasthauses Zenz in Sondermoning weiter. Am Vortag hatte er sich bei Michael Mayer sen. in Ruhpolding informiert, dessen Baufirma die ehemalige Gaststätte abreißen und auf dem Grundstück zwei Häuser mit zusammen rund 20 Eigentumswohnungen errichten möchte.
Weil die Gemeinde zwei Stellplätze pro Wohnung fordert und für diese oberirdisch nicht genügend Platz zur Verfügung steht, ist eine Tiefgarage erforderlich, was das Projekt erheblich verteuert. Michael Mayer berichtete in dem Gespräch mit dem Zweiten Bürgermeister, dass man vorwiegend kleinere Wohnung mit etwa 65 Quadratmeter plane, aber auch einige größere für Familien. Stichwort Familien.
Gerhard Mittermaier, der sich bei den Kommunalwahlen um das Amt des Ersten Bürgermeisters bewirbt, hat als zweifacher Opa vor allem die Zukunft von Kindergarten im Blick. Dieser sei inzwischen 50 Jahre alt und sanierungsbedürftig. Möglicherweise müsse man ihn sogar erweitern. „Da brauchen wir zukunftsorientierte Lösungen“. Auch wenn der Nußdorfer Kindergarten von der Kirche betrieben wird, sei die Vorschulerziehung eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Weiter berichtete Mittermaier, dass Kinder, Jugendliche und alle Gemeindebürger, die Sport treiben, sich eine Sporthalle wünschen, die den heutigen Erfordernissen entspricht. Die alte Halle sei zu klein – darin sei man sich einig. Ein Grundstück für die neue Halle habe die Gemeinde bereits. Jetzt gelte es, Fördergelder zu beantragen, optimal zu planen und diese Pläne dann zügig umzusetzen. Genauso zügig sollte es auch mit der alten Schule weitergehen. Das alte Schulhaus soll nach derzeitigem Planungsstand abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dafür gebe es verschiedene Ansätze: Wohnen, Kultur, Gemeinschaft nannte er als Stichworte.
Auch die Freiwillige Feuerwehr braucht über kurz oder lang ein neues Gerätehaus. Gerhard Mittermaier würdigte die Arbeit der Freiwilligen im Dienst der Allgemeinheit. Der selbständige Schreinermeister, der auf 24 Jahre kommunalpolitische Erfahrung, davon 18 Jahre als Stellvertreter des Bürgermeisters zurückblicken kann, ließ durchblicken, dass auch die WZG den Plänen für den Neubau eines Gerätehauses positiv gegenüberstehe. Der Bürgermeisterkandidat sprach noch eine ganze Reihe weiterer kommunalpolitischer Themen an, welche die Gruppierung WZG in der nächsten Amtsperiode des Gemeinderats vorantreiben möchte.
Der Landtagsabgeordnete Dr. Martin Brunnhuber, bildungspolitischer Sprecher der Freien Wähler, im Landtag, betonte, dass es den Freien Wählern nicht um Partei-, sondern um Sachpolitik gehe. Geld kann nicht alle Probleme lösen Aus landespolitischer Sicht, so Brunnhuber, seien die Finanzen das aktuell größte Problem, insbesondere die Sozialausgaben. Es sei, der falsche Weg, alle Probleme einfach nur mit Geld lösen zu wollen. „Wir brauchen wieder den Mut für einfache und pragmatische Lösungen“, sagte der Abgeordnete.
Über seine Arbeit im Landtag berichtete Brunnhuber, er sei derzeit bei Gesetzesvorhaben im Bereich Wasser aktiv. Das neue Wassergesetz werde im Parlament derzeit in zweiter Lesung erörtert. Man sei sich einig, dass Wasser immer in kommunaler Hand bleiben und man eine Privatisierung verhindern müsse. Über die Wasserentnahme der Firma Adelholzener Mineralbrunnen in der Region sollte man sachlich diskutieren und die Aussagen von Experten respektieren.
Auch Martin Brunnhuber ging auf das Thema Schulen ein. Was passiert mit den Mittelschulen, fragte er und sagte, ein Zusammenschluss sei notwendig, um zukunftsfähige Ideen umsetzen zu können. Es sei aber genauso wichtig, wohnortnah zu beschulen. Das sei besser als in großen anonymen Zentren. Weitere Themen des Abgeordneten waren die Landwirtschaft, sowie die Jagd und der öffentliche Nahverkehr.
Zur Elektromobilität richtete sich in der anschließenden Diskussion eine Frage an Gemeinderatskandidat Marc Häupler, der als Projektmanager in der Automobilbranche arbeitet.
Er ist der Überzeugung, dass dem E-Auto die Zukunft gehöre. Nun gelte es, dafür Strom günstig und nachhaltig zu erzeugen. Grundvoraussetzung sei jedoch, die Energie speichern und transportieren zu können.