Bürgermeister Toni Wimmer informierte beim Bürgerfrühstück von CSU & Parteifreie über aktuelle Themen der Gemeindepolitik und beantwortete die Fragen der Bürgerinnen und Bürger.
Die Turnhalle in Nußdorf-Baumgarten ist zu klein und weder für den Breiten- noch für den Schulsport ausreichend und geeignet. Die Gemeinde will eine neue Mehrzweckhalle östlich des neuen Schulhauses bauen.
In Nußdorf ist der baldige Neubau eine Feuerwehrgerätehauses notwendig, weil hinsichtlich des Arbeitsschutzes für die Ehrenamtlichen seit Jahren gravierende Mängel bestehen. Für Bürgermeister Toni Wimmer ist ein neues Feuerwehrhaus eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bürger.
Bürgermeister Toni Wimmer informiert bei Bürgerfrühstück von CSU & Parteifreie Nußdorf
Nußdorf. Über den aktuellen Stand hinsichtlich eines neuen Feuerwehrgerätehauses und Bau einer Turnhalle und wie es mit der Alten Schule, Kindergarten und Rathaus weitergeht - dazu informierte Bürgermeister Toni Wimmer beim Bürgerfrühstück, zu dem CSU & Parteifreie in das Bürger- und Vereinsheim eingeladen hatten.
Für Toni Wimmer, der sich bei der Kommunalwahl am 8. März um eine zweite Amtszeit als 1. Bürgermeister bewirbt, ist der Bau eines Feuerwehrgerätehauses „eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bürger“. Die Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, am aktuellen Standort aber bestehe aus Gründen des mangelnden Arbeitsschutzes dringender Handlungsbedarf. Auch lassen sich gesetzliche Vorgaben am bestehenden Gebäude nicht realisieren, weshalb ein nachhaltiger Neubau notwendig sei. Wimmer, selbst aktiver Feuerwehrler, sagte, ihm liege die Sicherheit seiner ehrenamtlichen Kameraden am Herzen. Der Gemeinderat habe deshalb im Haushaltsplan 2026 finanzielle Mittel bereitgestellt.
Auch den Neubau einer Turnhalle, die sowohl für den Schulsport, als auch vom Sportverein für den Breitensport benutzt werden kann sieht Wimmer als sehr sinnvolle und zukunftsorientierte Maßnahme. Um eine flexible und effektive Nutzung möglich zu machen, sprach sich Wimmer für den Bau einer Mehrzweckhalle aus. Auf die Frage von Benno Auer, wo die neue Turnhalle gebaut werden könne, verwies Wimmer auf ein gemeindeeigenes Grundstück östlich der neuen Schule und neben dem DJK-Sportgelände. Ein Antrag zur Förderung aus Bundesmitteln wurde bereits gestellt und hat laut Wimmer gute Aussichten auf Ausschüttung. Zudem werden von der Gemeindeverwaltung derzeit weitere Förder- und Zuschussmöglichkeiten geprüft. Wimmer kündigte an, dass im Haushaltsplan 2026 Mittel für die ersten Leistungsphasen eingeplant werden, um das Projekt auf den Weg zu bringen.
„Die Alte Schule am Dorfplatz soll abgerissen werden, um weitere Kosten und Gefährdungen zu vermeiden“, berichtete Wimmer über einen Beschluss des Gemeinderates. Was dann künftig mit dem Grundstück geschieht, dazu habe der, im Herbst 2024 gebildete Bürgerrat intensiv beraten und unterschiedlichste Ideen und Nutzungen erarbeitet. Er versprach, dass die Ergebnisse des Bürgerrates bei den Beratungen zur Nachnutzung des Areals einfließen werden, auch schlug Wimmer vor ein Gemeindeentwicklungskonzept erstellen zu lassen. „Mit dem Abriss ist es keineswegs vorbei - – da darf man mich beim Wort nehmen“, so Wimmer. Ein zukünftiges Gebäude, zum Beispiel ein Mehrgenerationenhaus, an der markanten Stelle neben der Pfarrkirche könne in der Kubatur wieder so gebaut werden, wie es bisher ortstypisch war.
Was den Pfarrkindergarten betrifft, sei eine Sanierung des 50 Jahre alten Gebäudes zweifellos von Nöten. Eigentümer des Gebäudes und Betreiber ist die Kath. Kirchenstiftung, mit der Wimmer im regelmäßigen Austausch stehe. „Die Erweiterung um eine dritte Kindergartengruppe ist nicht so einfach“, machte Wimmer deutlich, denn die Betriebserlaubnis bestehe für nur zwei Gruppen. Aktuell reichen diese auch aus, um allen Kindern einen Platz zu bieten. Über Notwendigkeiten der künftigen Entwicklung, sei er mit dem Träger im Gespräch.
Hans-Peter Schützinger fragte, was aus dem Rathaus wird, wenn das angebaute Feuerwehrhaus an anderer Stelle neu gebaut wird? Dann gebe es Möglichkeiten zur Erweiterung, so Wimmer, z.B. könne der Schulungsraum der Feuerwehr zum Sitzungssaal umgestaltet werden, auch könnten zusätzliche Räume für die Verwaltung entstehen. Die Fahrzeughalle könne als Lager für die Ortsvereine genutzt werden. „Das Rathaus steht auf meiner Prioritätenliste nicht ganz oben,“ so Wimmer. Für das Personal sei es zwar räumlich eng, aber die Verwaltung arrangiere sich mit den gegebenen Verhältnissen. Wenn es sich ergibt, wolle er das Rathaus nach und nach um- und ausbauen.
Hanni Schreder wollte wissen, ob der externe Dienstleister zur Aufarbeitung von Forderungen und offenen Posten noch immer für die Gemeinde tätig ist? Das sei seit mehr als einem Jahr nicht mehr der Fall, berichtete Wimmer. In den letzten sechs Jahren seien alle offenen Posten aufgearbeitet und das Finanzwesen stabilisiert worden. Vieles wurde neu eingeführt, unter anderem das Mahnwesen, ein Vier-Augen-Prinzip und ein Anordnungsverfahren. „Die hohe Finanzkraft der Gemeinde wird leider daran deutlich, dass in diesem Jahr 2,25 Millionen Euro als Kreisumlage abzuführen sind, mehr als je zuvor“, so Wimmer. Dennoch sei gelungen die Schulden stark zu reduzieren. „Eine gute Verwaltung leistet ihren Dienst für die Bürgerinnen und Bürger, für deren Wohl, effektiv und bürgernah.“ Darauf will Wimmer auch künftig großes Augenmerk legen. In den letzten sechs Jahren im Amt sei ihm gelungen ein gutes und engagiertes Team zu schaffen, für das ein Miteinander im Vordergrund steht.
Ein großes Bedürfnis des amtierenden Bürgermeisters ist, dass Gemeindebürger eine Chance haben ein Eigenheim zu errichten oder Mietwohnungen zu schaffen. Baulücken zu schließen und eine verträgliche und moderate Baulandausweisung müsse sich der künftige Gemeinderat zur Aufgabe machen.
Alfons Leitenbacher bat Bürgermeister Wimmer über den Stand zu Kommunalen Wärmeplanung zu berichten. Diese sei auf der Zielgeraden und werde bis Ende März abgeschlossen sein, so Wimmer. Danach ist eine Bürgerinformationsveranstaltung geplant, für die es aber noch keinen Termin gibt. Der Einsatz für Klima und Umwelt sieht Wimmer als Herausforderung, aber auch als Chance von Seiten der Kommune sich für eine gute Zukunft der Kinder und Enkelkinder einzusetzen. Mit dem Bau einer Photovoltaikanlage (100 kw/P) auf dem Dach der neuen Schule, eines Speichers und Anschluss von Bauhof und Sportheim, sei ein erster Schritt getan. Das Bürger- und Vereinsheim sowie das Rathaus sind an ein kleines Nahwärmenetz angeschlossen und ersetzen die bisherigen Ölheizungen. Gute Arbeit leiste der Steuerkreis Energie unter der Leitung von Hubert Vachenauer. Der Arbeitskreis leiste wertvolle Unterstützung und berate den Gemeinderat bei Entscheidungen.
„Von unschätzbar großem Wert ist das Engagement der Ehrenamtlichen in den Ortsvereinen“, betonte Wimmer. Die Ortsvereine seien die Basis für ein lebendiges und aktives Gemeinwesen, die zudem hervorragende Jugendarbeit leisten. Eine enge und gute Zusammenarbeit von Gemeinde und Ortsvereinen sei ihm ein ganz besonderes Anliegen und aller Mühe wert, so Wimmer.
Die Kandidaten von CSU & Parteifreie – Toni Wimmer, Florian Schützinger, Franz Feil, Josef Pöschl, Robert Danner, Andrea Zeilhofer, Tine Czogalla, Peter Volk, Doris Schneider und Josef Wolfertstetter – die sich bei der Kommunalwahl um ein Mandat im Gemeinderat bewerben, stellten sich dem Publikum vor, legten ihre Beweggründe für die Kandidatur dar, welche Schwerpunkte sie setzen wollen und was ihnen an Nußdorf besonders am Herzen liegt. Allen Kandidaten gemein war die Aussage, dass sie bereit sind Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen und die Basis für eine positive Entwicklung und gute Zukunft der Gemeinde darin sehen, dass im künftigen Gemeinderat trotz Meinungsvielfalt sachlich, respektvoll und kompromissfähig zusammengearbeitet wird. pv.