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Nußdorfer Nachrichten
Ausgabe 9/2025
Vereine und Verbände
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GTEV Nußdorf

   Sixtus, der verwitwete Bauer (gespielt von Toni Wimmer) macht der Dirn Vroni (Laura Rachl, rechts) einen Heiratsantrag. Das glaubt jedenfalls die eifersüchtige Hauserin Zenz (Helga Wimmer), deren heimlicher Wunsch es schon lange ist die Bäuerin auf dem Hof zu werden.

Ist Vroni (Helga Wimmer, rechts) eine Tochter Josefs (Franz Schützinger) und die Folge einer „schwachen Stunde“? Agathe (Cornelia Schauer, li.), der bissigen Gattin Josefs, wird jedenfalls eine liebevolle Vater-Tochter-Beziehung vorgegaukelt.  

Die Altbäuerin Theres (Hanni Höllthaler, rechts) ist die heimliche schlaue Regentin auf dem Hof. Sie kennt alle Familiengeheimnisse und bringt letztlich wieder alles ins Lot, auch wenn dazu so mancher Tropfen Alkohol notwendig war. Josef (Franz Schützinger) musste für ein Schlückchen nicht überredet werden.

Erfolgreiches Stück der Nußdorfer Theatergruppe

Nußdorf. Ein großer Erfolg waren die Vorstellungen von „Die Töchter Josefs“, einem Schwank in drei Akten, den die Theatergruppe des Trachtenverein insgesamt sieben Mal im Bürger- und Vereinsheim präsentierte. Mit dem Stück, geschrieben von Franz Gischel, bot die Nußdorfer Theatergruppe eine überaus unterhaltsame Inszenierung, die vom begeisterten Publikum mit häufigem Szenenapplaus, am Ende mit tosendem Beifall gewürdigt und die Darsteller mit Lob bedacht wurden.

Sixtus, verwitweter Landwirt (gespielt von Toni Wimmer) wird von der buckligen Verwandtschaft heimgesucht, von der Schwägerin Agath (Cornelia Schauer) und ihrem Mann Josef (Franz Schützinger). Die scheinheilige Agath hat es nur auf Sixtus` Erbe abgesehen und nicht etwa auf das Wohl des kinderlosen Bauern, der seinen Hof mit der Hauserin Zenz (Helga Wimmer), der Dirn Vroni (Laura Rachl) und dem Knecht Michl (Markus Osenstätter) bewirtschaftet. Als die zänkische Agath zu Ohren bekommt, dass Sixtus noch einmal heiraten will, setzt sie alles daran dies zu verhindern. Dabei hat die Erbschleicherin jedoch nicht mit der Schläue und Diplomatie der Altbäuerin Theres (Hanni Höllthaler), der Mutter von Sixtus, gerechnet. Von der Ofenbank aus hält sie in aller Bescheidenheit, aber dennoch souverän, die Zügel der Familienkutsche in der Hand. Sie ist es, die um die Jugendsünden von Sixtus und Josef und deren Folgen weiß. Nach vielen lustigen Verwirrungen und Verwicklungen, nachdem die Intrigen der geldgierigen Agathe ins Leere laufen, die wirklichen Töchter des Josef und seine Schwäche für hübsche Frauen bekannt und die Lachmuskeln des Publikums von pointenreichen Dialogen strapaziert sind, gibt es ein überraschendes, aber glückliches Ende der Geschichte.

Der Theatergruppe dürfen rundherum gelungene Aufführungen des Stücks bescheinigt werden, bei denen die Darsteller ihre Rollen nicht nur spielten, sondern lebten und die Personen authentisch darstellten. Die Spielleiter Sepp Schauer und Christa Osenstätter schufen mit dem engagierten Ensemble eine amüsante Inszenierung, unterstützt von Souffleuse Manuela Schauer, Bühnenbildner Christof Schauer und Waltraud Fischhaber, die für passende Frisuren und Schminke sorgte. Mit dem Erfolg von „Josefs Töchter“ empfahlen sich die Theaterer des Trachtenvereins schon für das Frühjahr 2026, wenn sich der Vorhang im Nußdorfer Vereinsheim erneut öffnen wird. pv.