Unsere Gemeinde in Zahlen
Sachvortrag:
Frau Bürgermeisterin Schley startet pünktlich um 19:00 Uhr die Bürgerversammlung und zeigt sich erfreut über die große Menge an anwesenden Bürgerinnen und Bürgern. Sie begrüßt insbesondere die anwesenden Gemeinderäte und den 2. Bürgermeister Dieter Effkemann, die Mitarbeiter der VG Oberneuching und der Gemeinde Ottenhofen, ihren Amtsvorgänger Herrn Ernst Egner und die anwesenden Mitglieder der Feuerwehr Ottenhofen.
Entschuldigen muss Frau Bürgermeisterin Schley Herrn Landrat Bayerstorfer oder einen Vertreter des Landratsamtes, denen ein Besuch aufgrund von Terminüberschneidungen nicht möglich ist.
Die Bürgermeisterin startet mit Zahlen aus der Gemeinde und geht dann zu den Gemeinde Projekten über. Sie leitet mit beigefügter Power Point Präsentation durch den Vortrag.
Rückblick 2024/25
Sachvortrag:
Unter der Rubrik Rückblick gibt Frau Bürgermeistern Schley einen kurzen Abriss der Themen, die den Gemeinderat Ottenhofen in den vergangenen 12 Monaten beschäftigt haben. Dazu gehörten insbesondere:
Der Waldkindergarten
Hier steht eine Wiederaufforstung an, da aufgrund von Käferbefall sehr viel Baumbestand entfernt werden musste.
Das Kinderhaus Storchennest
Im Januar 2025 wurde das neue Kinderhaus offiziell eröffnet, nachdem seit April 2024 eine provisorische Betriebsaufnahme stattgefunden hatte. Das Kinderhaus beherbergt aktuell zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe. Anfang August 2025 konnte nach Vorliegen aller Rechnungen der Verwendungsnachweis bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden und die Baukosten – ohne Grundstückskosten – betrugen rund 4,5 Mio. Euro. Die Förderung liegt bei 2,1 Mio. Euro, so dass die Kosten für die Gemeinde bei 2,4 Mio. Euro liegen.
Hochwasserschutz Ottenhofen
Auch dieses Projekt konnte endlich zum Abschluss gebracht werden. Auf Basis eines interkommunalen Hochwasserschutzkonzeptes konnte in Zusammenarbeit mit den Anliegern ein Rückhaltebecken und ein Entwässerungsgraben umgesetzt werden. Gleichzeitig wurden im Baufeld die Wasserleitungen und Schieber erneuert. Der Verwendungsnachweis ist hier noch nicht erstellt, aber die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich nach aktuellem Stand auf 1.042.691 €, die mit voraussichtlich 65 % gefördert werden.
Bauleitplanungen
Weiter beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Bebauungsplan Ottenhofen Mitte, mit der Bauleitplanung in Herdweg, dem Bebauungsplan Schlossgelände und den beiden Außenbereichssatzungen Römerstraße und Schwillacher Straße.
Tennet
Die Firma Tennet vollzieht aktuell im Gemeindegebiet zwei Baumaßnahmen, die sich auch noch über die nächsten Jahre ziehen werden: einmal die Sanierung und Modernisierung des Umspannwerkes und zum anderen mit dem Projekt des Neubaus des Netzboosters.
Gleichzeitig ist die Gemeinde auch noch durch das Planfeststellungsverfahren des Ersatzneubau Oberbachern – Ottenhofen tangiert. Hierzu wird voraussichtlich im Januar noch eine Bürgerbeteiligung stattfinden.
Weitere Projekte die den Gemeinderat beschäftigt haben, waren die Neueröffnung des Kramerladens in Ottenhofen, die Erneuerung des Wertstoffhofes und der Umbau des Pfarrsaals. Hier hat sich die Gemeinde mit 50.000 € Zuschuss beteiligt und im Gegenzug können dafür die Vereine der Gemeinde den Saal kostenneutral mieten.
Aktuelle Themen:
Sachvortrag:
Auf die folgenden Projekte ging Frau Bürgermeisterin Schley noch weiter ein:
Ortsverbindungsstraße Wimpasing
Sachvortrag:
Wimpasinger Brücke
Die regelmäßig durchzuführende Begutachtung der Brücke verlangte umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Weswegen die Brücke vorübergehend komplett gesperrt werden musste. Der Gemeinderat entschied sich gegen eine Sanierung und für eine Behelfslösung bis zur Umsetzung einer Ersatzstraße im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens Ausbau der ABS 38.
Der Kostenpunkt für die GFK Brücke, was für „Glasfaser verstärkten Kunststoff“ steht, liegt bei 174.000 Euro. Sie ist beschränkt auf 5 Tonnen möglicher Belastung.
Nachdem des Öfteren diese Beschränkung nicht beachtet wurde, mussten Fahrbahnverengungen aufgebaut werden, da die Brücke größere Gewichte nicht verzeiht. In der letzten Gemeinderatsitzung wurden auch noch weitere Maßnahmen in Betracht gezogen.
Vergabe Baugrundstücke Am Schlehbach
Sachvortrag:
Im Baugebiet Am Schlehbach sind von den gemeindlichen Grundstücken im ersten Bauabschnitt 18 der geplanten 20 verkauft. Die Haushaltslage verzeiht es, die zwei nicht verkauften für nachkommende Familien zu halten und erstmal nicht mehr auszuschreiben.
Im Neubaugebiet sind viele junge Familien eingezogen, so dass der Plan des Gemeinderats aufgegangen ist.
Feuerwehr Ottenhofen: Sanierung Feuerwehrhaus und neues LF
Sachvortrag:
Neuigkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Ottenhofen
Aktuell steht die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeugs an, wofür eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Feuerwehr und des Gemeinderats gebildet wurde. Die Arbeitsgruppe war sehr aktiv und hat sehr viel recherchiert, sich Fahrzeuge anderer Feuerwehren angesehen, um sich einen Marktüberblick zu verschaffen und die Ausschreibung vorzubereiten. Der Gemeinderat hatte im September das Ergebnis der Europaweiten Ausschreibung vorliegen und konnte den Beschluss zur Beschaffung fassen. Angeschafft wird ein LF 20 KatS mit einem Fahrgestell und Aufbau der Firma Rosenbauer mit einer Auftragssume von 621.000 €. Die Bestellung ist schon erfolgt, die Lieferzeit beträgt etwa 1,5 Jahre.
Bürgermeisterin Schley bedankt sich bei den Mitgliedern der Arbeitsgruppe für die ehrenamtlichen Arbeitsstunden und die präzise Arbeit, die zur Ausschreibung geführt hat.
Umbau des Feuerwehrhauses
Das in die Jahre gekommene Gebäude erfüllt die Unfallverhütungsvorschriften nicht mehr. Zur umfangreichen Sanierung wurde auch hier eine Arbeitsgruppe bestehend aus Mitgliedern der Feuerwehr und Gemeinderatsmitgliedern gemeinsam mit Architekten, Fachplanern und Verwaltung ins Leben gerufen. Diese Arbeitsgruppe erarbeitete den Rahmen der absoluten Notwendigkeiten bei einer Renovierung oder dem Umbau.
Nach der Juni 2025 Gemeinderatssitzung bei welcher der damalige Entwurfsplan vorgestellt und Fragen der Fachplaner beantwortet wurden, fand ein gemeinsamer Termin mit den Feuerwehrkommandanten, dem Architekten, Fachplanern und der Verwaltung statt. Daraufhin wurden Anpassungen an der Gebäudeplanung vorgenommen und das Tragwerk der Fahrzeughalle abgeändert. Der Gemeinderat hat daraufhin die Varianten abgewogen und sich für eine auszuarbeitende Planung entschieden.
Die Kosten für dieses Projekt liegen noch nicht vor. Fachplaner werden den Entwurf in den nächsten Wochen überarbeiten und eine Kostenberechnung für die technische Gebäudeausrüstung erstellen. Anfang 2026 soll diese dann dem Gemeinderat vorgestellt werden.
Im Herbst 2027 soll dieses Projekt fertiggestellt werden.
Wasserversorgung Ottenhofen: Neubau Wasserhaus
Sachvortrag:
Der Gemeinderat hat sich für den Erhalt der eigenen Wasserversorgung in Ottenhofen entschieden. Trotz der Kosten ist der Gemeinderat der Meinung, dass dies die beste Lösung ist, da die Gemeinde gutes Wasser hat, das ohne Aufbereitung auskommt.
Der dringend notwendige Neubau wurde dem Gemeinderat bereits in einer Sondersitzung am 03.12.2024 vorgestellt und auf deren Basis die weitere Planung beschlossen.
Die Abmessungen des geplanten Hauses betragen 15x21x6 Meter und können auf dem aktuellen Grundstück untergebracht und bei laufendem Betrieb gebaut werden.
Die notwendigen Vorarbeiten sind bereits geleistet. Die SEW hat ihre Leitungen, die durch das zu bebauende Gelände gelaufen sind, verlegt. Zudem hat Primagas ihre Gasbehälter, die auch im Baufeld untergebracht waren, versetzt. Mit Primagas wurde außerdem ein Wegenutzungsvertrag geschlossen, damit diese rechtmäßig das gemeindliche Grundstück nutzen dürfen und auch weiterhin die Häuser im Baugebiet Brunnenstraße versorgt können.
Die Sanierungen an Brunnen ll ist bereits abgeschlossen. Die Kosten betragen rund 95 Tausend €. Der Neubau des Wasserhauses startet voraussichtlich im Frühjahr 2026.
Wasserverbundleitung Markt Schwaben
Als Versorgungssicherheit für beide Partner hat der Gemeinderat den Verbund mit Markt Schwaben als ideale Lösung angesehen und die Verbundleitung beider Gemeinden ist bereits fertiggestellt. Wöchentlich werden 20 Kubikmeter jeweils in die andere Richtung geschickt um die Leitungen regelmäßig zu durchfluten. Auch bei der Suche nach Leckagen wird die Verbundleitung genutzt. Die Kosten hierfür betragen 280 Tausend €, wovon 30 Tausend als Förderung eingenommen werden.
AWO Seniorenzentrum Ottenhofen
Sachvortrag:
AWO Oberbayern hat einen Antrag auf Errichtung eines Seniorenzentrums gestellt. Es soll ein Ersatz für das Haus in Markt Schwaben werden, welches nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen der Pflege entspricht. Im laufenden Betrieb könne keine Sanierung des Markt Schwabener Standorts durchgeführt werden.
Die Erbengemeinschaft, welcher das Grundstück zuvor gehörte, ist schon vor ein paar Jahren an Bürgermeisterin Schley herangetreten, um das Grundstück für einen sozialen Zweck zu verkaufen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Gemeinderat aber noch keinen Bedarf für die Gemeinde gesehen. Frau Bürgermeisterin Schley hat dann als das Thema aufkam, einen Kontakt zwischen der AWO und der Erbengemeinschaft hergestellt und Frau Emili (Vorständin) hat den Kontakt zur Erbengemeinschaft aufgenommen, um das Grundstück für diesen Zweck zu kaufen.
Bürgermeisterin Schley sieht das Seniorenzentrum als Möglichkeit für die ältere Bevölkerung aus der Gemeinde, in ihrer Heimat zu bleiben, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, aus gesundheitlichen Gründen für sich selbst zu sorgen oder niemanden mehr haben, welcher diese Rolle übernimmt.
Frau Schley versichert, dass trotz ihrer Position als ehrenamtliche Präsidentin der AWO Oberbayern, sie deshalb keinen Vorteil hat. Dies wurde auch bereits im Vorfeld von der Kommunalaufsicht des Landratsamtes Erding geprüft und ein weiteres Mal im Zuge einer Eingabe durch die Nachbarn bestätigt.
Frau Emili, die Vorständin der AWO Oberbayern, hat sich das Grundstück gemeinsam mit einem Planer angesehen um dann vor dem Grundstückserwerb dem Gemeinderat ein mögliches Konzept präsentiert. Bislang hat der Gemeinderat Ottenhofen nur signalisiert, dass an diesem Ort eine Planung untersucht wird. Daher wurde auch der entsprechende Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan gefasst.
Daraufhin habe Frau Emili das Grundstück erworben und einen Antrag auf Bauleitplanung inkl. Kostenübernahme gestellt. Ob der Standort für eine neue Pflegeeinrichtung an dieser Stelle geeignet ist, wird erst noch in einem Bauleitplanverfahren für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan untersucht. Im Rahmen dessen werden sämtliche Belange der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange vorgebracht und in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung behandelt.
Die Vorteile für die Gemeinde Ottenhofen sind, dass Planungs- und Erschließungskosten auf den Vorhabenträger übertragen werden, die Gemeinde aber trotzdem Herrin des Verfahrens ist. Alle Kosten, welche anfallen werden oder können, wie zum Beispiel Straßenerweiterungen, müssen vom Antragssteller übernommen werden. Das bedeutet, es entstehen keine Kosten für die Gemeinde.
Gewünscht ist bis jetzt ein Gebäude mit 88 Einzelzimmern mit eigenen Badezimmern, die die Anforderungen der neuen Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes in Bayern erfüllen. Darüber hinaus sind außerdem Wohngruppen mit eigener Küche, Wohn- und Essbereich geplant. Die Wohnzimmer sollen mit Fernseher und Sitzgruppen für ca. 12 bis 16 Personen ausgestattet werden. Es ist geplant für alle Bewohner in einer Großküche im Keller frisch zu kochen. Im Hanggeschoss soll ein Mehrzweckraum mit Cafeteria für Bewohner und Besucher entstehen, auch als Raum für Geburtstage und Gottesdienste.
Im Laufe des Prozesses werden Größenmaße und Änderungen besprochen. Der Prozess wurde formell mit dem Aufstellungsbeschluss eingeleitet. Alle Fragen werden gründlich geprüft, da es strenge Vorschriften gibt, die eingehalten werden müssen.
Aktuell hat noch nicht die erste Auslegung stattgefunden, dennoch gehen in der Verwaltung Scheiben mit Einwendungen ein, welche alleine schon nicht stimmen können, da noch keine Planung ausliegt.
Es heißt: Gute Politik ist die Vorbereitung von Chancen, die sich in der Zukunft ergeben können. Und das ist der aktuelle Stand. Es wird eine Chance für die Gemeinde vorbereitet, die vielleicht zur Realität wird oder vielleicht nicht.
Bürgermeisterin Schley bittet die Bürger darum, sachlich und bei der Wahrheit zu bleiben und den gesunden Menschenverstand nicht zu vergessen. Bei Fragen sind das Bauamt, Frau Knauer und Frau Schley selbst jederzeit bereit Fragen zu beantworten und Fakten im Laufe des Prozesses zu erklären. Das zählt für alle Themen, die die Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde etwas betrifft.
Die Sitzungen, in denen die Bauleitplanung behandelt wird, sind immer öffentlich, es wird immer rechtzeitig geladen.
Ehrungen
Sachvortrag:
Im Namen der Gemeinde Ottenhofen wird Herr Herrmann Brandlmeier für seinen Dienst als langjähriger Kommandant der Feuerwehr, für seine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft und außerordentlichen Leistungen geehrt. Hermann ist am 01.01.1989 der Feuerwehr Ottenhofen beigetreten war von 2011 bis 2013 Zweiter Kommandant und von 2013 bis März 2025 Erster Kommandant. In dieser Zeit lagen unzählige Ausbildungenstunden und Einsätze.
Die Gemeinde Ottenhofen ist Herrn Brandlmeier zu großem Dank verpflichtet. Er hat die Wegmarken vorbereitet, so wie zum Beispiel die erste Beschaffung eines First Responder Fahrzeugs von der Feuerwehr Unterhaching. Obwohl er selbst anfangs nicht überzeugt war, ist er für seine Truppe, welche für die Idee brannte, diesen Weg mitgegangen. Heute gibt es für diese Einsätze immer großes Lob.
Auch hat sich Herr Brandlmeier stark in den Arbeitsgruppen zur Sanierung des Feuerwehrhauses und der Beschaffung des Löschfahrzeugs eingebracht. Die Gemeinde freut sich, dass Herr Brandlmeier auch wenn er nach 12 Jahren als 1. Kommandant den Stab weitergereicht hat, trotzdem der Feuerwehr als „normaler Feuerwehrler“ verbunden bleibt.
Frau Schley bedankt sich im Namen der Gemeinde und des Gemeinderates für seine Leistungen.
Anni und Peter Huber werden als erste Bürger der Gemeinde Ottenhofen mit der Bürgermedaille in Silber geehrt.
In den vergangenen 21 Jahren haben sie den Bürgern aus Ottenhofen während der Weihnachtszeit mit dem „Christmas Hill“ eine große Freude bereitet und damit einen bleibenden Eindruck weit über die Gemeindegrenzen hinterlassen. Sogar Fernsehteams haben den Weg nach Ottenhofen gefunden. Durch ihr Engagement haben sie über die 21 Jahre eine unfassbare Summe von 256.681€ gesammelt, die sie selbstlos der Kinderkrebshilfe am Haunerschen Kinderspital, genauer der Elterninitiative Intern 3, übergeben haben. Bürgermeisterin Schley bedankt sich außerordentlich im Namen des Gemeinderats und der gesamten Gemeinde. Deshalb übereicht Bürgermeisterin Schley im Namen der Gemeinde die Ottenhofener Bürgermedaille in Silber, womit Anni und Peter Huber die einzigen bekannten Träger sind.