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Bürger Nachrichten Obing Pittenhart Kienberg
Ausgabe 31/2026
Vereine und Verbände
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Waldbesitzervereinigung Traunstein Ortsverband Pittenhart/Obing

WBV Traunstein besichtigt Obinger Sturmflächen

An den 28. Juli 2021 kann sich Andreas Voderhuber nur zu gut erinnen: Um die Mittagszeit fegte etwa 20 Minuten lang ein Orkan über die Landschaft und hinterließ ein verheerendes Bild der Verwüstung. Der Vorstand der Waldbesitzervereinigung Traunstein (WBV) war mit fast sieben Hektar Waldfläche selbst betroffen. Was ist hier in den letzten fünf Jahren seit dem Orkan passiert? Wie sehen die Flächen heute aus? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung der WBV Traunstein am 29. Juli um 19 Uhr, zu der alle Mitglieder eingeladen sind.

"Brachiale Zerstörung rund um Obing: Die Staatstraße 2094 von Obing nach Seebruck, gesäumt von Ästen, Blättern und vom Sturm gehäckseltem Mais und ein Wald, der keiner mehr ist. Die Schäden nach dem Unwetter, das über Obing tobte, sind enorm. Zerfetzte und entwurzelte Bäume, kahle Wälder, von Seen durchzogene Wiesen und platte Maisfelder täuschen die Idylle im Chiemgau. Das Unwetter, das in kürzester Zeit über Obing hinwegfegte, hinterließ eine Schneise der Verwüstung, deren Ausmaß schockiert“ – so der Eintrag auf der Tornadoliste Deutschland. WBV-Vorstand Andreas Voderhuber erinnert sich: „Es war dramatisch, zunächst mal wusste ich nicht mehr weiter.“ Die folgenden Monate waren eine Kraftanstrengung. Verschiedene Harvester kamen bei den betroffenen Waldbauern zum Einsatz. „Glücklicherweise war damals der Holzpreis sehr hoch, so dass sich der Schaden ein bisschen in Grenzen hielt.“ Aber nach den Aufräumarbeiten blieben kahle Flächen übrig, die es galt, wieder aufzuforsten. Voderhuber beriet sich wie viele andere Waldbesitzer mit der zuständigen Revierleiterin vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein (AELF) und pflanzte statt den ursprünglichen Fichten verschiedene Nadel- und Laubbäume. 

Bei der WBV-Veranstaltung am 29. Juli, die bei jedem Wetter stattfindet, zeigt Andreas Voderhuber seinen neuen, jungen Wald. Mitzubringen sind festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Treffpunkt ist um 19 Uhr an der Pestkapelle (Pestkapellenstraße, Pittenhart).