Vor einiger Zeit hat Kirchenpfleger Englbert Vodermaier einige Schäden an der Schiefereindeckung am Pittenharter Kirchenturm entdeckt. Eine genaue Bildaufnahme erfolgte daraufhin mit der Drohne von Michael Künzner-Hingerl. An mehreren Stellen waren die Schieferplatten sehr marode und bedurften dringend einer Ausbesserung, um Wasserschäden in der darunterliegenden Holzkonstruktion zu vermeiden.
Dachdeckermeister Andreas Wachter rückte aus Grassau an. Um den sehr aufwendigen Gerüstaufbau zu umgehen, wurde ein Autokran eingesetzt. Wie der Kranführer erklärte, ist es eine Herausforderung den Arbeitskorb mit den Handwerkern genau an Position zu bringen. Geschicklichkeit und Feingefühl sind dabei erforderlich. Ca. 70 Jahre ist die Schiefereindeckung des knapp 60 Meter hohen Pittenharter Kirchturms alt und Wachter lobte den guten Zustand. Die Eindeckung erklärte er als Doppeldeckung, was bedeutet, dass die Schieferplatten überlappend angebracht sind. Die bestehenden Platten in Pittenhart haben kein handelsübliches Maß und so muss jede Platte einzeln „zugeschnitten“ werden. Der Handwerksmeister erklärte, dass die Schieferplatten mit Eisenadern durchzogen sind, was dann im Laufe der Jahre und durch Witterungseinflüsse zu Abplatzungen bei den Natursteinplatten führt. Je älter der Stein wird, umso öfter treten diese Schäden dann auf. Andreas Wachter ist einer der wenigen Handwerker, die diese Arbeit ausführen. ekh