Der Posaunenchor Auhausen war Teil eines ganz besonderen musikalischen Ereignisses. Am Samstag beteiligten sich die Bläserinnen und Bläser für eineinhalb Stunden am Weltrekordversuch in der Nürnberger Jakobskirche. Gemeinsam mit vielen weiteren Posaunenchören aus ganz Bayern trugen sie dazu bei, dass 72 Stunden ohne Unterbrechung live musiziert werden konnte.
Rund 1.800 bis 2.000 Musikerinnen und Musiker aus mehr als 140 bayerischen Posaunenchören und darüber hinaus wirkten an diesem außergewöhnlichen Projekt des Verbandes evangelischer Posaunenchöre in Bayern mit. Denn neben den zahlreichen Chören aus Bayern waren auch Gäste aus anderen Bundesländern vertreten, darunter Gruppen aus Görlitz, Leipzig und Schwarzenberg in Sachsen sowie aus Baden-Württemberg. So wurde aus dem Rekordversuch ein eindrucksvolles Zeichen über Landesgrenzen hinweg.
Hauptziel war es, den Weltrekord für das längste durchgehende Posaunenkonzert aufzustellen. Vom 30. Juli bis 2. August erklangen in der Jakobskirche ununterbrochen Posaunen, Trompeten, Hörner, Tuben und weitere Blechblasinstrumente.
Die Organisation war eine große Herausforderung. Alle 90 Minuten wurden die Gruppen gewechselt, wobei nur wenige Sekunden Pause erlaubt waren. Trotz der aufwendigen Planung verlief der Musik-Marathon reibungslos. Nach 72 Stunden konnte der Weltrekordversuch erfolgreich beendet werden. Die Verantwortlichen zeigten sich überzeugt, die erforderlichen Bedingungen erfüllt zu haben. Die offizielle Bestätigung erfolgt durch das Rekord-Institut Deutschland.
Ziel der Veranstaltung war jedoch nicht allein der Eintrag ins Rekordbuch. Vielmehr wollten die Verantwortlichen die Vielfalt und Bedeutung der Posaunenchorarbeit sichtbar machen. Der Weltrekord sollte Aufmerksamkeit für die Kirchenmusik schaffen, Interesse bei Kindern und Jugendlichen wecken und für Nachwuchs in den Chören werben. Gleichzeitig stand die gelebte Gemeinschaft im Mittelpunkt. Menschen unterschiedlicher Generationen und aus verschiedenen Regionen musizierten gemeinsam und zeigten, wie verbindend Musik wirken kann.
Für den Posaunenchor Auhausen war die Teilnahme ein besonderes Erlebnis. Die eineinhalb Stunden in der Nürnberger Jakobskirche waren geprägt von musikalischer Freude, Gemeinschaft und dem Bewusstsein, Teil von etwas Großem zu sein. Gemeinsam mit vielen anderen Chören trug Auhausen dazu bei, dass dieses außergewöhnliche Projekt gelang und ein starkes Zeichen für die Zukunft der Posaunenchorarbeit gesetzt werden konnte.
Der Posaunenchor Auhausen blickt daher mit Stolz auf seine Mitwirkung an diesem einzigartigen Ereignis zurück. Nicht der Rekord allein macht diesen Tag besonders, sondern die Erfahrung, mit tausenden Musikerinnen und Musikern gemeinsam Musik zur Ehre Gottes zu machen und die lebendige Tradition der Posaunenchöre weiterzutragen.