Ehemalige Soldaten der beiden Kameradschaften Panzeraufklärungsbataillon 12 und Panzergrenadierbataillon 101/103 mit dem Ehrenvorsitzenden Reiner Dehler (rechts), Eberhard Wohl und Bürgermeister Jürgen Hennemann (Dritter und Vierter von rechts), Wolfgang Hagedorn (Dritter von links) und Rainer Ludwig (Sechster von links).
Eberhard Wohl, Beisitzer in der Vorstandschaft des Bataillons 101/103 und maßgeblicher Initiator, begrüßte die Gäste bei der Enthüllung einer neuen Hinweistafel. Ihm war es ein besonderes Anliegen, der Tafel einen würdigen Platz zu verschaffen. "Dieses Hinweisschild soll Besuchern und Spaziergängern zeigen, dass es die Möglichkeit gibt, dieses Garnisonsmuseum zu besuchen", betonte Wohl. Er erinnerte an die Schließung der Balthasar-Neumann-Kaserne am 30. September 2004 - ein Datum, das sich vielen tief eingeprägt hat. Die Tafel trägt die Überschrift "Bundeswehr am Garnisonsstandort Ebern von 1962 bis 2004" und verweist zugleich auf das Garnisonsmuseum im Keller des Gasthofs Zum Stad'l, das sich heute im ehemaligen Kasernengelände befindet.
Rainer Ludwig, Vorsitzender der Panzergrenadiere 101/103, ging in seiner Ansprache kurz auf die wechselvolle Geschichte des Standortes ein. Der Fundus des Museums habe mehrfach seinen Ort wechseln müssen, bevor man schließlich im Untergeschoss des heutigen Gasthauses zum Stad'l eine dauerhafte Heimat fand. Seine Freude darüber war spürbar: Die Tafel, sagte er, solle dazu beitragen, die Erinnerung an den Bundeswehrstandort auch für kommende Generationen wachzuhalten.
Bürgermeister Jürgen Hennemann griff die Idee einer Hinweistafel auf das sehr interessante Garnisons- und Bundeswehrmuseum gerne auf, als Eberhard Wohl an ihn herantrat. Es habe etwas gedauert, bis ein geeigneter Standort gefunden wurde, es seien der Durchgang im Grauturm im Gespräch gewesen. Jetzt habe man einen guten Standort für das Schild gefunden, es füge sich harmonisch in das bestehende Hinweissystem ein und entspreche allen Vorgaben der Altstadtsatzung.
Der Bürgermeister dankte allen, die das Projekt unterstützt haben - vom Initiator über die Traditionsvereine bis zum Bauhof für die Aufstellung, besonders dankte er den Initiatoren um Reiner Dehler, die für die Einrichtung eines Museums gesorgt haben. "Die Bundeswehr ist ein Abschnitt in der Geschichte unserer Stadt", sagte Hennemann. "Es verdient, dass wir diese Erinnerung hochhalten." Es sei ein tolles Museum mit einer umfangreichen Sammlung in einer authentischen Umgebung. "Darauf muss man hinweisen, dass es so etwas in Ebern gibt." Für viele ehemalige Bundeswehrsoldaten sei zudem Ebern vom Dienstort zur Heimat geworden. Auch wenn wieder mehr Kasernen benötigt würden, klar sei, die Kaserne in Ebern wird nicht mehr für die Bundeswehr zu nutzen sein. Hier seien alle Grundstücke und Gebäude verkauft und genutzt. "Die Kaserne hat sich zu einem bunten Gebiet mit vielen unterschiedlichen Nutzungen gewandelt. Inzwischen seien über 300 Arbeitsplätze dort zu verzeichen, so der Bürgermeister. jh