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Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern
Ausgabe 1/2026
Stadt Ebern
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Informationen - Ebern

In der Jahresabschlusssitzung des Stadtrates Ebern wurden folgende Themen behandelt und beschlossen:.

Planung für Energiespeicheranlagen auf städtischen Grundstücken

Zu Energiespeicheranlagen gab es viele Anfragen in den vergangenen Monaten. Zum einen wachse die Bedeutung der Speicher für regenerative Energie aus Photovoltaikanlagen und Windkraft, zum anderen ist das ein neues Geschäftsmodell, das gute Pachten und Renditen verspricht. Deswegen wurde ein Grundsatzbeschluss vom Bürgermeister vorgeschlagen, die städtischen Flächen, die geeignet sind, dafür zu nutzen. Diese sollten verfügbar gemacht werden, da die Kapazität der Einbindung der Speicher in das Stromnetz des Bayernwerks begrenzt ist. Die hohen Pachtpreise, die für Speicherstandorte bezahlt werden, sollten der Stadt und somit den Bürgern zu Gute kommen. Aus wirtschaftlichen Gründen sollte sich die Stadt gezielt auf diese Flächen bei der Planung konzentrieren. Das wurde so beschlossen, der Stadtrat fasste den entsprechenden Grundsatzbeschluss. Die Aufstellung von Bebauungsplänen für Energiespeicheranlagen wurde für drei städtische Grundstücke beschlossen: in Eyrichshof (Flurnummer 103/2) nahe dem Umspannwerk Ebern des Bayernwerks, in Ebern (Flurnummer 1362) am Umspannwerk, in Sandhof sowie die Flurnummer 1268 zwischen der Bundesstraße 279 und der Staatsstraße 2278.

Repowering Photovoltaikanlage bei Heubach

Ebenfalls beschlossen wurde ein Antrag zur Repowering einer Photovoltaikanlage bei Heubach. Die Betreiberfirma "cee group" aus Hamburg plant ein Repowering der Anlage, da die bestehenden Module altersbedingt an Leistungsfähigkeit verloren haben. Durch geringere Abstände zwischen den Ständerwerken soll die Nutzung der Fläche optimiert werden. Die derzeitige Nennleistung von 4,86 Megawatt-Peak (MWp) könnte so auf etwa 14,25 MWp gesteigert werden. Mitbeschlossen wurde: Zum Abfluss von Oberflächenwasser muss die Firma ein entsprechendes Gutachten vorlegen, um nachzuweisen, dass keine Verschlechterung der Situation bei Starkregen erfolgt.

Neue Ladesäulen für E-Autos

Bürgermeister Jürgen Hennemann legte zwei Anträge auf Einrichtung von weiteren Ladepunkten für E-Autos vor. Den Kontakt zur Firma Voltvise stellte er am deutschen Städtetag her. Die Firma stellt in Kommunen Ladestruktur kostenlos zur Verfügung und betreibt die Ladesäulen. Der Antrag zur Errichtung von E-Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten am Realschulparkplatz in Ebern sowie am Parkplatz an der Eiswiese erhielt einstimmige Zustimmung im Gremium. Damit wird die Ladeinfrastruktur in Ebern deutlich verbessert.

Digitale Wasserzähler

Für die Trinkwasserversorgung werden ab dem 1. Januar 2026 grundsätzlich nur noch digitale Wasserzähler mit Funkauslesung eingebaut werden. Der Austausch erfolgt im Rahmen des laufenden Unterhalts in den nächsten Jahren. Rund 2.300 Wasserzähler sind im Versorgungsgebiet Ebern betroffen. Positiver Nebeneffekt: Die Eichfrist verlängert sich von bisher sechs auf künftig zwölf Jahre und die neuen Zähler melden Wasserverluste. Auch müssen die Wasserwarte nicht mehr im Haus Ablesungen vornehmen, sondern können das im Vorbeifahren von der Straße aus erledigen. Diese weitreichende Entscheidung traf der Stadtrat einstimmig.

Ausblick auf 2026 Zum Abschluss blickte Bürgermeister Hennemann im Schnelldurchlauf auf das vergangene Jahr zurück und zählte die zahlreichen bearbeiteten Themen auf, die in dem zurückliegenden Jahr bearbeitet wurden. Sein Fazit insgesamt positiv: Ebern ist vernetzt und wird im Kreis, Region und im Land und Bund wahrgenommen. Ebern ist im Gespräch, wird bei Behörden gehört (Bewerbung Kleinstadtakademie, ANK, Biodiversität, Fairtrade, kommunale Entwicklungspolitik, Nachhaltigkeitsziele, Stadtkultur). Wir sind gut für die Zukunft aufgestellt, Grundlagen wurden gelegt. "Es wurde viel geschafft. Danke allen Mitarbeitern in Verwaltung, Bauhof und städtischen Einrichtungen sowie den Vereinen und Ehrenamtlichen, die sich das ganze Jahr über einsetzen. Ich meine, wir haben viel geschafft. Manches musste zurückgestellt oder verschoben werden, aber wir sind auf einem guten Weg, haben aber noch viel Arbeit vor uns. ", so der Bürgermeister. Wir arbeiten an der Zukunft, mit Umsetzung des ISEK, der Altstadtsanierung, der Erhaltung Infrastruktur mit nachhaltigen Zielen - sozial, fair, umweltgerecht, klimaschonend. jh